März 2020: Mein monatliches Einkommen durch den Optionshandel

März 2020: Mein monatliches Einkommen durch den Optionshandel

Nach der Monatsübersicht der Dividendeneinnahmen ist dies hier mein zweitliebster Artikel auf dem Blog, mein monatliches Einkommen durch den Optionshandel. Als Stillhalter, durch den gezielten Verkauf von Optionen, kann man sich ein regelmäßiges Einkommen an der Börse sichern.

An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1.
Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten.
– André Kostolany –

Mein Einkommen durch den Optionshandel

Hier die Auflistung der Prämien: 287,31 EUR

  • Abbvie Inc. :: ABBV 20MAR20 90.0 C :: 20.03.2020 :: 91,78 EUR
  • JD.com :: JD 20MAR20 37.0 C :: 20.03.2020 :: 195,52 EUR

Dividendenzahlung von eingebuchten Aktien: n/a

Gewinn/Verlust durch Ausbuchen von Aktien: 186,93 EUR

  • JD.com :: Exercised stocks :: 20.03.2020 :: 186,93 EUR

Daraus ergibt sich folgende Zusammenfassung:

Einnahmen im März 2019: 714,46 EUR
Einnahmen im März 2020: 474,23 EUR
Jahr-zu-Jahr Steigerung (YoY, Year over year): -33,6%
2020er Einnahmen bis jetzt (YTD, Year to date): 1.375,44 EUR (458,48 EUR/Monat)
Alle Einnahmen seit Beginn (All-time income): 8.652,36 EUR (216,31 EUR/Monat)

Optionsdepot & Einkommen durch den Optionshandel - Geschlossene Optionen Chart 2020
Optionsdepot & Einkommen durch den Optionshandel - Geschlossene Optionen Tabelle 2020

Hinweis: Ich führe Aktienkäufe und Verkäufe in der Übersicht mit auf, wenn sie durch Ausübung gebucht wurden bzw. wenn ich eine Aktienposition später glatt stelle. Damit sollte das gesamte Einkommen durch den Optionshandel abgebildet sein.

Was waren die Erkenntnisse aus dem März?

Natürlich geht auch am Optionskonto der Corona-Crash nicht spurlos vorüber. Aber auf der Optionsseite schaut es richtig gut aus, da im abgelaufenen Monat nur meine beiden Covered Calls auf AbbVie und auf JD.com ausliefen und am Ende so ein positiver Betrag zu verbuchen war.

Der Call auf AbbVie verfiel dabei wegen der crashbedingten Kursrücksetzer wertlos, so dass ich hier einfach nur die Prämie kassierte und zeitnah direkt den nächsten Call geschrieben habe.

Bei JD.com reichten die Kursrücksetzer während der Crashwochen nicht ganz, um den bereits weit ins Geld gelaufenen Call wieder zurückzuholen, aber das war mir ganz recht. So musste ich nicht mit dem Gefühl kämpfen, zu viel Kursgewinn verschenkt zu haben. Die Aktien wurden letztendlich ausgebucht und ich kassierte einen Gewinn von 200,- USD plus natürlich die Prämie.

So standen in Summe am Ende immerhin nette 474,23 EUR zu Buche. Dies ist zwar im Vergleich zum Vorjahr immer noch ein YoY-Rückgang von -33,6%, aber der März in 2019 war auch dank Wirecard ein Rekordmonat und ist bis heute der zweithöchste Monatsgewinn insgesamt.

Vor dem Hintergrund und wie gesagt, es war Weltuntergangsstimmung an den Börsen, bin ich sehr zufrieden mit diesem Ergebnis.

Ich verkaufte während der turbulenten Zeit insgesamt nur 3 Cash Secured Puts auf je einmal:

  • Tanger Factory Outlet Centers (SKT 17APR20 11.0 P)
  • Enbridge (ENB 17APR20 37.5 P)
  • Iron Mountain (IRM 17APR20 25.0 P)

Leider stellte sich im Rückblick heraus, dass ich wohl etwas zeitig dran war. Bei letzterem ist noch alles okay, aber die beiden Erstgenannten sind schon relativ gut im Geld, auch wenn sich jetzt im April die Lage bereits weitergehend wieder in die richtige Richtung entwickelt.

Ich bin gespannt, ob weitere Kurserholungen die Puts noch ins Ziel bringen oder ob ich im April dann je 100 Stück von Tanger und 100 Stück von Enbridge eingebucht bekomme. Rollen werde ich aktuell nicht, da es zumindest Stand heute keine vernünftigen Preise (für den Rückkauf im Vergleich zum neuen Verkauf) gibt.

Aber auch das ist nicht wirklich wild, da beide Unternehmen zu dem von mir gewählten Strike recht günstig sind und ich kurz- oder mittelfristig von einer Erholung ausgehe, sollte sich die Krise entspannen. Den Rest werden wir sehen.

Insgesamt zeigt das Optionskonto eine Performance von -14,8% im März, was ich unter den Umständen als recht ordentlich ansehe. Die Mehrheit des Minus kommt durch bereits eingebuchte Aktien, die aktuell mit ca. -2.000 EUR an Buchverlusten im Konto stehen. Diese Buchverluste sind angesichts der aktuellen Situation aber überhaupt kein Problem und haben sich jetzt zum Anfang April zum Teil bereits wieder erholt.

Hier die Übersicht der Monatsperformance:

Optionsdepot & Einkommen durch den Optionshandel - März 2020

Ein Verlust zu zeigen ist nie schön, gehört aber mit dazu, wenn man sich an der Börse engagiert.

!!! Warnung: Rant-Alarm !!!

Was mich aber wirklich stört sind ein Teil meiner Bloggerkollegen, diese Möchtegern-Blogger oder wie ich so schön irgendwo gelesen habe diese Schönwetterblogger (Credits an Torsten vom Aktienfinder für diese nette Wortschöpfung).

In den letzten Jahren und auch gerade in den letzten Monaten sind ja immer mehr Blogger auf den Optionshandel-Zug aufgesprungen. Da wird dann auf Teufel komm raus auf Margin verkauft und solange der Markt nach oben läuft, kann man mit sehr schönen Renditen protzen.

Das wird dann in tollen Monatsupdates präsentiert, oft nur in Prozenten ohne das der Leser erfährt, was wirklich dahintersteht und als die Mega-Strategie verkauft.

So auch gestern erst wieder bei Facebook gesehen, wo mit 26,x% Rendite durch den Optionshandel geworben wird und das man doch jetzt unbedingt auch in den Optionshandel einsteigen muss, in dem man das bald startende Seminar oder was auch immer besucht. Nein, ich habe nicht geprüft, ob es etwas kostet, aber darum geht es auch nur an zweiter Stelle.

Vorrangig geht es mir um den Fakt, dass diese 26,x% in einer Zeit gemacht wurden, nämlich mehrheitlich in 2019, in der die Aktienmärkte sogar 30% oder mehr gestiegen sind. Dies wird natürlich nicht erwähnt. Und ich finde es allgemein verwerflich, dass man mit einem Track Record von einem Jahr sich traut, überhaupt eine Performance zu nennen und damit auch noch zu werben.

Eine 26,x% auf ein Jahr hat genau 0 Bedeutung. Eine 26,x% über 5 oder vielleicht 10 Jahre oder noch mehr ist dann etwas ganz anderes. Aber solange kann man ja nicht warten. Weil man diese Performance gar nicht über eine längere Zeit aufrechterhalten kann oder man ja nicht solange warten kann, um den Leuten das Geld möglichst noch heute aus der Tasche zu ziehen.

Hier hat der Crash sogar eine gute Seite, er wirkt bereinigend. Zumindest kurzfristig.

Wie schon Anfang 2018 beim damaligen Vola-Crash gesehen und auch jetzt im Februar und März während des Corona-Crashs wieder, sobald es unruhig wird an den Märkten, zerreißt es reihenweise diese Depots, da es entweder kein Risikomanagment gab oder man überhaupt nicht wusste, wie man in einer solchen Situation reagieren muss, da man ja nur etwas nachgemacht hat, was man aber nie wirklich verstanden hat.

Da ist es dann nicht verwunderlich, dass eine ganze Reihe dieser Möchtegern-Blogger aktuell keine Ergebnisse mehr veröffentlichen oder sich eine Auszeit nehmen, da es ja aktuell wichtigere Sachen gibt. Oder auch eine kreative Begründung war, dass man mit den Verlusten jetzt nicht die Leser vom eigentlichen Thema ablenken möchte. Vorher mit den dicken Gewinnen war das aber natürlich kein Problem.

Ja ne ist klar! Wer möchte schon zeigen, dass es sein Depot entweder komplett zerlegt hat oder dass die schönen Gewinne der letzten Monate oder vielleicht sogar der letzten Jahre sich einfach mal so in 3-4 Wochen in Luft aufgelöst haben? Dann würden ja eventuell die potentiellen Kunden (sprich Seminarteilnehmer) anfangen nachzudenken über den Sinn und den Wert der dargebotenen Strategie. Das wäre ja dann wiederum nicht im Sinne des Bloggers bzw. selbsternannten Experten. Der will ja Geld verdienen mit … ach egal.

!!! Entwarnung: Rant-Ende !!!

Was ich sagen will ist, passt auf, wem ihr vertraut. Vieles klingt auf den ersten Blick toll, aber was steckt wirklich dahinter? Ich gebe zu, es ist oft schwierig dies zu erkennen, gerade wenn man sich mit einem Thema neu beschäftigt.

Deswegen mein Tipp, achtet vor allem auf einen ausreichend langen Track Record, also Nachweisen, dass derjenige das Thema schon seit langer Zeit beackert. Wie ist die Performance in guten und wie ist sie in schlechten Zeiten? Ist derjenige immer transparent und gibt genügend nachweisbare Zahlen in jeder Marktlage heraus, damit sich der Leser auch wirklich ein umfassenden Bild machen kann?

Übrigens muss auch niemand Geld ausgeben, mit Ausnahme von einem guten Buch, was man sich schon zu dem Thema gönnen sollte, um den Optionshandel auf Aktienoptionen zu lernen. Hier auf dem Blog gibt es alle Infos dazu kostenlos, zum Beispiel im weiter unten verlinkten Optionshandel ABC.

Ich sage nicht, dass Seminare per se schlecht sind. Auf keinen Fall möchte ich das sagen. Aber um mit dem Optionshandel überhaupt erstmal die ersten Schritte zu machen und zu schauen, ob es etwas für einen ist, muss man keine hunderte oder gar tausende Euros ausgeben.

Das gibt es hier for free 😉 … und jetzt zurück zum eigentlichen Thema des Artikels.

Aktive Optionen und passive Dividenden kombiniert?

Mein aktives Einkommen durch den Optionshandel von 474,23 EUR wird sehr schön mit dem passiven Einkommen durch Dividenden von 243,47 EUR komplementiert. Zusammen ergibt dies einen Cash Flow von 717,70 EUR im aktuellen Monat. Nicht schlecht, oder?

Wiederholen wir mit diesem Zusatzeinkommen doch einfach mal meine Fun Facts Rechnung …

Also zum Schluss noch ein paar Fun Facts.

Investieren muss Spaß machen, Stichwort Motivation.

Und man sollte Ziele haben, zum Beispiel die Finanzielle Unabhängigkeit durch passives Einkommen als großes übergeordnetes Ziel. Warum nicht beides verbinden?

Ich mache dazu folgendes, ich rechne mir just for fun aus, wie viel Zeit mir meine Dividenden bereits erkauft haben. Dazu nehme ich einen fiktiven Stundenlohn von 12,50 EUR an.

  • Stundenlohn :: 12,50 EUR
  • Optionen/Dividenden pro Monat :: 717,70 EUR
  • Stunden weniger zu arbeiten :: 57,4 Std.

Sprich im aktuellen Monat hätte ich fast 60 Stunden bzw. knapp über 7 Tage daheim bleiben können und diese wären bereits durch mein aktives/passives Einkommen mit Optionen/Dividenden finanziert. Na, wie klingen 7 Tage zusätzlicher Urlaub jeden Monat for free & forever für euch?

Das sind aufs Jahr gesehen knapp 86 Tage, also 4 Monate Sonderurlaub. Ein Leben lang! Und du musst dafür nie wieder einen Chef fragen oder irgendetwas extra tun. Großartig!

Ein Arbeitsmonat hat durchschnittlich 21,6 Tage bzw. 173,3 Stunden. Vor diesem Hintergrund kann man auch sagen, ich habe bereits 33,1% auf dem Weg zur Finanziellen Unabhängigkeit zurückgelegt!

Just do it!

Zahlen, Daten, Fakten

Die gesamte Ladung an Zahlen, Daten und Fakten gibt es wie üblich in der Übersicht vom Optionsdepot und folge mir auch auf Twitter, damit du keinen neuen Artikel mehr verpasst und sieh alle meine Trades (Kaufen, Verkaufen, Zurückkaufen, Rollen oder Schließen) an dem Tag bzw. Folgetag, wo ich diese tätige.

Wenn du nun Interesse daran gefunden hast und wissen möchtest, wie das mit den Optionshandel so funktioniert, dann lies dir mein kostenlos verfügbares Optionshandel ABC durch:

Starte in nur wenigen Tagen mit deinem ersten Trade und kassiere die erste Prämie!

Du kannst es aber auch gern erst einmal mit Spielgeld in einem kostenlosen Demokonto ausprobieren. Dafür empfehle ich dir Captrader*.

Und wenn du dich dann fragst, wo man, wenn man bereit dafür ist, am günstigsten Optionen handeln kann, dann lies unbedingt den Artikel Der beste Broker für den Optionshandel. Dort findest du alle notwendigen Infos, um eine gute Entscheidung treffen zu können.

Wie lief es bei euch so?

Für alle die schon mit dem Optionshandel begonnen haben bzw. schon länger dabei sind, wie waren eure Ergebnisse diesen Monat? Was war euer bester und was evtl. euer schlechtester Trade?

Ich würde gern davon in den Kommentaren lesen!


Danke fürs Lesen und wenn dir der Artikel gefallen hat, hinterlasse mir doch bitte einen Kommentar und teile den Artikel mit deinen Freunden auf Facebook oder in deinem Lieblingsforum. Es würde mir sehr viel bedeuten. Vielen lieben Dank!


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17 Comments
  1. Moin Ingo,

    nach dem „Horror-Monat“ März habe ich schon gespannt auf deinen Optionsbericht gewartet! Aber wie ich finde, hast du angesichts der äußerst widrigen Umstände extrem gut abgeschnitten!

    Genau wie du, bin ich mir sicher, dass es in den vergangenen Wochen eine ganze Reihe von Options-Bloggern ganz schön aus der Bahn geworfen haben dürfte. Aber ich kümmere mich da lieber um meine eigene Performance…

    Und hier stehen im März über €450 an realisierten Optionsprämien zu Buche. Auch kein schlechtes Ergebnis, wie ich finde.

    Allerdings muss ich zugeben, dass mir der März aufgrund der extremen Kursausschläge gerade im Optionshandel doch ein paar graue Haare mehr beschert haben dürfte. Meine Aktivität war nämlich doch ein wenig höher als die Deinige… 😉

    Ansonsten würde ich mich an deiner Stelle nicht allzu sehr darüber grämen, dass du mit deinen neu verkauften Put-Optionen zu früh dran gewesen bist. Denn 1. hätte kaum einer einen derart rapiden Kursverfall auf dem Schirm haben können und 2. hätte es dich auch deutlich schlimmer treffen können!

    Also, halt die Ohren steif und bleib gesund 🙂

    David

    1. Hi David!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Horror-Monat klingt so nach Clickbait 😀 … ja für einige war es wohl wirklich der Horror!

      Aber für alle, die auf eine Cash Flow basierte Strategie setzen und nur Qualität im Depot haben bzw. beim Optionshandel mit einer entspannten Cash Secured Puts oder Covered Calls Strategie unterwegs sind, sollte es weiter nach Plan laufen. Denn jetzt sind bzw. waren die Preise so günstig, dass Nachkaufen sicher nicht die schlechteste Idee war.

      Wohl dem, der ordentlich zugegriffen hat. Ich kenne da 1-2 Leute 😉 …

      BTW ich muß zugeben, dass mir dein Risikomanagement bisher auch nicht ganz klar war und ich schon leichte Bedenken hatte (soweit man das aus der Ferne beurteilen kann), aber du hattest ja einfach genug Cash liegen und warst somit voll Cash Secured drin. Sauber! Alles richtig gemacht. Der einzige Kritikpunkt wäre dann (und das ist eine Vermutung, ich weiß nicht, wie du rechnest), dass die Cashposition natürlich in die Renditeberechnung einfliessen muss. Ansonsten schönt man die Ergebnisse.

      So habe ich letztens erst in einer Optionshandel-Facebookgruppe doch echt lesen müssen, dass viele Leute die Cashposition nicht berücksichtigen, weil das ja in ihren Augen die Rendite der einzelnen Trades verfälscht. Soweit noch okay, wenn man wirklich auf einen Trade isoliert schaut. Aber dass sie dann in die Berechnung der Gesamtrendite das Cash nicht wieder reinnehmen, ist einfach nur in die eigene Tasche lügen und sich schön rechnen.

      So. Ich gehe jetzt mal raus in die Sonne. Wir dürfen das hier ja zumindest noch 🙂 … ich wünsche ein schönes Osterfest!

      CU Ingo.

  2. Hi Ingo,

    tolles Ergebnis in der schwierigen Zeit. Ich habe ein Minus gemacht, das aber auch veröffentlicht 🙂

    Deinem Rant kann ich nur zustimmen: Da kommt jemand, der genau 11 Monate praktische Erfahrung hat und präsentiert sein „Können“. Und die 26,X sind noch nicht einmal die tatsächliche Rendite, sondern nur eine auf das ganze Jahr 2019 hochgerechnete Rendite (er hat ja erst im April 19 angefangen). Naja, einzig Kurse verkaufen wollen sie nicht.

    1. Hi Dominik!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Bin ich blind? Ich sehe kein März-Update bei dir auf dem Blog? Oder meinst du im Februar-Update?

      Wobei ich dich mit meinem Rant ja ganz sicher nicht gemeint hatte 😉 …

      Frohe Ostern wünsche ich!

      CU Ingo.

  3. Hallo Ingo,
    ob jemand mit Optionen oder Aktien in kurzen Zeiträumen hohe Gewinne gemacht hat ist nicht aussagefähig, ob er sein Handwerk beherrscht. Ich gönne jedem seine Gewinne, aber der gute Investor zeigt sich erst, wie er mit schwierigen Situationen umgeht.

    Ich hatte im März Buchverluste, die höher als dein gesamter Depotwert waren und so ist es nunmal. Ich war nicht so schlau, kurz vor der Krise auszusteigen, weil ich wie wohl sehr viele nicht die Heftigkeit des Kursrückgangs erwartet habe. Dass die Kurse unter Corona leiden werden war mir zwar klar, aber bei Aktien kann dir niemand sagen, was unmittelbar passieren wird. So auch bei Optionen, die in meinen Augen gerade bei Extremsituationen einen noch verwundbarer machen können, wenn man nicht die entsprechenden Erfahrungswerte hat.

    Die letzte Woche hat gezeigt, dass sich die Lage beruhigt und es ist sogar massiv nach oben gegangen. Wenn ich die Buchwerte anschaue, habe ich wieder einen sechsstelligen Betrag zurück, aber es fehlt natürlich noch einiges. Trotz allem bin ich wieder im Gewinn, aber das ist nicht mein primäres Ziel. Ziel ist bei mir das Einkommen und dieses sollte die Ausgaben übersteigen. Wenn man soweit ist, sind die Buchwerte nicht mehr sonderlich wichtig.

    Wie ich schon geschrieben habe, sollte man in solchen Zeiten – egal wie viel Angst man hat – Aktien kaufen. Es ist nicht wichtig, den besten Kurs zu bekommen. Den bekommt man sowieso nur durch Zufall und viel häufiger habe ich ihn nicht bekommen. Eine Aktie mit vernünftiger Bewertung ist immer ein guter Kauf, selbst wenn sie danach noch weiter fällt. Das ist auch kein Grund zur Sorge, man hat einfach ein bisschen mehr Zeit ein gutes Unternehmen zu einem noch günstigeren Preis zu kaufen. Ich beschwere mich da sicherlich nicht.

    Bei den Optionen bin ich im Gegenzug zu dir nicht (mehr) engagiert. Wahrscheinlich wird man mit den Jahren gemütlicher, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mich diese Art des Investierens damals ganz schön beschäftigt hat. Heute reichen mir die Aktien vollauf. Aber ich freue mich für dich, dass es insgesamt gut damit läuft. Ich schätze sowieso, wenn Du noch fünf Jahre so kontinuierlich weiter machst, kannst Du mehr als 160 Stunden im Monat frei nehmen. Es ist alles nur eine Frage des Durchhaltens und des Willens.

    Grüße Oliver

    1. Hi Oliver!

      Danke für deinen Kommentar. Stimmt, kurze Zeiträume und Börse passen irgendwie nicht zusammen 😀 …

      Und speziell mit deinen Cash Flow basierten Investments kann man kurzfristige Schwankungen sehr gut aushalten. Mich interessiert mein Depotwert auch nur sekundär. Schön, wenn dort alles grün ist und man mit dem Puffer sozusagen noch Plan B in der Hinterhand hätte, aber das sollte nicht von Plan A (Dividenden kassieren) ablenken.

      Solange man Qualität im Depot hat und die Unternehmen weiter zahlen, ist alles in Butter, oder?

      Der Optionshandel fasziniert mich irgendwie und ja, man muss hier Zeit investieren. Vielleicht möchte man das irgendwann nicht mehr, auch das kann ich mir sehr gut vorstellen.

      Aktuell ist die Frage für mich, kann ich mit dem Optionshandel nachhaltig mehr verdienen, als mit sturem Buy&Hold und wenn ja, ist es den Zeitaufwand wert? Ich habe dafür für mich die 20% Marke definiert. 20% pro Jahr sollten am Ende bei rumkommen und das auf Zeiträume von min. 5 Jahren und mit einem Zeitaufwand von weniger als 4 Stunden die Woche. Im Dezember 2021 wäre die erste Überprüfung fällig. Schauen wir mal 😉 …

      Ich wünsche dir ein frohes Osterfest!

      CU Ingo.

  4. Hallo Ingo,

    Enbridge war etwas unglücklich ausgewählt, drück Dir die Daumen, dass Du dort gut rauskommst! Ich würde wahrscheinlich in den Juli rollen Strike 35, zum gleichen Preis oder besser, alternativ in den Mai rollen Strike 35 zum schlechteren Preis und ggf. nochmal in die Juni-Optionen sobald verfügbar.

    Bei SKT sieht es nicht so schlecht aus, wenn Du die eingebucht bekommst, kassierst Du Ende April die hohe Dividende, diese ist zumindest noch sicher, gleichzeitig CC mit Strike 12 oder 13 schreiben. Ich würde versuchen diese Position schnell loszuwerden, denn Du hast noch die andere mit Basis 14.
    Ich habe 200 SKT bei 5,30 USD direkt gekauft, versuche bei 11,00 USD nach dem EX-Date zu verkaufen.

    Falls Dich interessiert, was ich noch so gekauft habe…

    Long in Macerich (MAC), Brixmore (BRX) und SPG, nahe Tief gekauft, will dort schnelle 100% mitnehmen, EPR Properties habe ich nicht bekommen, auch Ventas nicht, die hätten mein Ziel bereits erreicht, dort war mein Limit zu weit weg, bzw. war ich zu langsam.

    Goodyear (GT) auch in der Nähe des Tiefs erwischt, gerade fast +80%, will dort auch nach Verdopplung raus, evtl. noch den EX-Date abwarten.
    Meredith (MDP) habe ich zu 12,00 USD gekauft, die halte ich vielleicht länger, falls die Dividende (20%) nicht gekürzt wird, 27 Jahre gesteigert, ist ein Medienunternehmen.

    Einen Trade konnte ich schon abschließen: AirLease (AL) nahe tief gekauft, bei +100% raus, wären auch +200% drin gewesen, dort war ich zu vorsichtig wegen der Branche bzgl. Corona.

    Bei den Öl-Aktien HAL, SLB, HP bin ich leider mit meinem Limit nicht zum Zug gekommen.

    Ich habe alle genannten Aktien direkt gekauft, für einen kurzen kräftigen Anstieg nach dem Crash. Das schreiben von Optionen, war mir für diesem Zweck zu unsicher, weil ich die Aktien unbedingt haben wollte.

    Weiterhin gute Trades und bleib gesund!

    Schöne Grüße
    Mike

    1. Hi Mike!

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar.

      Bei Enbridge beobachte ich die Situation und werde ggf. Rollen. Noch habe ich hier aber nicht endgültig entschieden. Mal schauen.

      Bei Tanger ist mir der drastische Kursverfall echt ein Rätsel. Ein Preis, als ob die in 3 Monaten zuschließen und nie wieder kommen. Auch hier beobachte ich die Entwicklung und werde ggf. reagieren. Zum Glück reden wir hier von sehr wenig Kapitaleinsatz.

      Aktuell machen Optionen wegen der Vola richtig Spaß, aber natürlich ist auch ein größeres Risiko im Markt. Setzt sich die Erholung fort oder geht es jetzt nochmal richtig runter? Keiner weiß es. Also vorsichtig und immer das Risikomanagement im Auge haben.

      Und ich glaub es war eine gute Entscheidung, bei diesen Discountpreisen die Aktien direkt zu kaufen und dann mit Covered Calls zu agieren. Top!

      Frohe Ostern!

      CU Ingo.

  5. Hallo Ingo,
    ich habe am Donnerstag meine erste Option geschrieben. Zwar keinen Put wie eigentlich geplant, dafür aber einen CC.
    Habe dafür BRX für akzeptable 10 $ gekauft. Der Call Aug 15$ brachte 80$ Prämie. Fand ich aktraktiv, obwohl natürlich lange Laufzeit. Dafür noch 30% aus dem Geld.
    Bei meinen Hotelreits gibt es auch keine schlechten Prämien, aber dort tief im Minus und ich denke, dass sie überleben und höhere Kurse mit dem Halten zu erzielen sind.
    Für Puts habe ich noch kein adäquates Risikomanagement gefunden, um einiger Massen sicher erste praktische Erfahrungen zu sammeln.
    Danke dafür, dass mich insbesondere dein Blog in die Welt der Optionen hat eintauchen lassen. Genauso wie dein ehrlicher Umgang mit Verlusten. Das ist m.E. der wahre Test einer Strategie.
    Weiterhin gute Trades.
    VG,
    Torsten

    1. Hi Torsten!

      Danke für deinen Kommentar.

      Du steigst zu einer heißen Zeit ein. Da sage ich mal Glückwunsch und warne gleichzeitig 🙂 … grad am Anfang, in der Ruhe liegt die Kraft!

      Auf jeden Fall war es schonmal eine sehr gute Entscheidung, bei BRX statt mit einen Put in dieser Phase die Aktie einfach günstig zu kaufen und mit einem Covered Call zu arbeiten. Calls sind zwar etwas weniger lukrativ in der Regel als Puts, aber das Risiko ist auch geringer.

      Eigentlich liegt es aktuell bei dir nur in der Aktie selbst und ggf. verschenkst du etwas Potential, sollte sich der Markt so drastisch erholen, dass der Preis weit über deinen Strike läuft. Aber selbst dann würdest du ein sehr gutes Geschäft machen (80 USD Prämie + 500 USD Gewinn durch die Aktie). Sauber!

      Hotel-REITs sind aktuell ein heißen Eisen. Kann echt nicht einschätzen, wer von einer Pleite bedroht ist und wer vielleicht nicht. Momentan halte ich mich lieber davon fern. Hoffe du kommst da gut durch.

      Was „den Put ausprobieren“ angeht, wichtig ist auf jeden Fall, dass du dir eine Aktie suchst, wo du dir sicher bist, dass das Unternehmen langfristig okay ist. Denn dann kannst du, sollte der Cash Secured Put (also Geld bereithalten) ins Geld laufen und du die Aktie bekommen, einfach die Sache aussitzen und Covered Calls schreiben. Gerade bei den ersten 2-3 Puts würde ich auch gar nicht so sehr darauf achten, dass die Prämie wirklich lukrativ ist oder nicht.

      Also auch gern mal z.b. eine Coca-Cola oder so nehmen, wo es in der Regel eher ruhig zugeht und die Prämien deswegen nicht so interessant sind. Aber für den Anfang zum Lernen genau das Richtige. Glaub mir.

      CU Ingo.

  6. Hi Ingo,
    vielen Dank, dass du hier Monat für Monat deine Zahlen mit uns teilst. Ich habe bereits sehr viel von deinem Blog lernen können. Hast du vielleicht ein Excel Template für das Dokumentieren der gehandelten Optionen zum Download?

    Mach weiter so und viele Grüße
    Daniel

    1. Hi Daniel!

      Danke für deinen Kommentar und dein Feedback. Ich gebe mir Mühe 🙂 …

      Ich habe ein Exceltemplate, aber es ist alles manuell einzutragen und nichts automatisiert. Man sollte Excel wirklich im Schlaf beherrschen, um da durchzusteigen.

      Wenn du dir das zutraust, kannst du mir gern über das Kontaktformular eine Anfrage schicken und ich sende dir die Datei zu.

      Bleib gesund!

      CU Ingo.

  7. Hallo Ingo,
    lese sehr gern deinen Blog. Es ist immer interessant andere Meinungen zu hören / lesen und damit die eigenen Gedankengänge kritisch zu hinterfragen.
    Wir haben aktuell eine interessante Zeit auf dem Parkett und ich würde mir mehr Beiträge von dir wünschen.
    Mach doch mal wieder ein paar Analysen, Watchlistideen oder war dir sonst noch einfällt.
    Du könntest ein paar Bücher vorstellen, die du gut findest und gleich mit amazon verlinken.
    Denk an deine Vorsätze! Du wolltest die Blogeinnahmen steigern, da muss auch mehr von dir kommen ;))
    Vielen Grüße und danke für diene Arbeit.
    actac

    1. Hi Actac!

      Danke für deinen Kommentar.

      Und Danke auch für den virtuellen Peitschenhieb, um mich anzutreiben 😀 … ich bin leider noch bis Ende Juli im Vollzeitjob unterwegs.

      Erst danach könnte ich mehr Zeit aufbringen. Pläne gibt es genug. Mal schauen, was draus wird.

      BTW Buchbewertungen wird es aber zu 99% nicht geben. Muss immer lachen, wenn ich die auf anderen Blogs sehe. Das liest doch keiner. Heutzutage hat doch jeder Blinkist*. Oder etwa nicht?

      CU Ingo.

  8. Hi Ingo,

    Als Novize im Optionshandel habe ich ein echt gutes Timing bewiesen. Sei es drum. Dadurch entwickelt sich meine Strategie hoffentlich besser und schneller.

    Du bist ja schon etwas länger dabei. Wie gut sind die Steuerreports von Interactive Broker (bzw. Banx)? Kann man die notwendigen Angaben 1:1 daraus entnehmen? Oder muss man da noch selbst Hand anlegen?

    Viele Grüße
    Theodor

    1. Hi Theodor!

      Danke für deinen Kommentar.

      Ja die aktuellen Zeiten sind etwas schwierig(er), aber das wird schon.

      Naja Steuerreports in dem Sinne, dass man die 1:1 für die Steuererklärung in Deutschland nehmen kann, wie das z.b. dt. Banken machen, gibt es so nicht. Aber du kannst alle notwendigen Daten aus dem Activity Report nehmen. Ich habe hier irgendwo in den Kommentaren auch mal beschrieben, welche Zahlen davon notwendig sind. Ich schau mal und poste noch den Link.

      Update: Schau mal hier in den Kommentaren 😉 …

      CU Ingo.

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