Optionshandel ABC: Optionshandel oder Dividendenstrategie?

Optionshandel ABC: Optionshandel oder Dividendenstrategie?

In Teil #6 der Artikelserie Optionshandel ABC möchte ich auf die Vor- und Nachteile des Optionshandel im direkten Vergleich mit der Dividendenstrategie eingehen und warum es vielleicht eine smarte Idee ist, beide zu verknüpfen. Also auf zum Showdown: Optionshandel oder Dividendenstrategie?

Die Artikelserie Optionshandel ABC ist für den Anfänger und Interessierten gedacht, der gern in den Optionshandel einsteigen würde, aber nicht so recht weiß, wo fange ich überhaupt an. Ich versuche hiermit einen möglichst aufs Wesentliche reduzierten Weg aufzuzeigen, um zeitnah seinen ersten Trade zu platzieren.

Ich bin nämlich ein Fan von Learning By Doing!

Der grobe Fahrplan könnte so ausschauen:

Die Leser meines Blogs wissen bereits, dass ich meinen zusätzlichen Einkommensstrom aktuell aus zwei Quellen aufbaue. Zum einen ist da der Optionshandel und die Prämieneinnahmen in meinem Optionskonto bei Banxbroker* und zum anderen die Dividenden aus meinem Dividendenaktiendepot bei der Comdirect*.

Beleuchten wir einmal die Gründe, warum ich mich gerade für diese beiden Möglichkeiten entschieden habe.

Was sind die Vorteile vom Optionshandel?

Listen wir diese (teils subjektiven) Gründe erstmal auf:

  • Überdurchschnittliche Rendite in kleinen Konten möglich (15% und mehr pro Jahr)
  • Kontrollierbares Risiko in jeder Marktlage
  • In der Regel sehr liquide, sprich hoher Bargeldbestand
  • Relativ geringe Schwankungen im Depot
  • Moderater Zeitaufwand

Okay, das klingt doch erstmal gut. In der Tat könnte man behaupten, es klingt schon fast zu gut. Überrendite bei kontrollierbaren Risiko möchte doch jeder, oder?

Aber es ist in der Tat so. Mit dem Verkaufen von Optionen kann man Prämieneinnahmen erzielen, die in der Größenordnung um 1-3% pro Monat liegen. Zusätzlich hat man einige Möglichkeiten, seine Trades während der Laufzeit zu adjustieren und positiv zu beeinflussen. Damit kontrolliert man zu guten Teilen sein Risiko. Eine Basistechnik dafür ist das Rollen einer Option, wie in Teil #5 beschrieben.

Das Ganze funktioniert sehr gut in kleinen Konten, welche für mich bis 50.000,- EUR gehen. Ab diesem Betrag fängt man nämlich in der Regel an, doch etwas konservativer vorzugehen und Rendite zu opfern, um auf Nummer sicher zu gehen. Immerhin nimmt man bei 50.000,- EUR im Optionskonto und 1-3% im Monat Rendite bereits durchschnittlich 1.000,- pro Monat ein.

Irgendwie ticken wir da alle gleich. Der absolute Betrag ist wichtiger und nicht etwa noch das letzte Prozent rauszuquetschen, wenn die Tasche bereits voll ist.

Aber unter diesem Betrag nutzt man normalerweise die volle Bandbreite aus und kann mit einer fehlerlosen Ausführung seines Optionshandel seine 15% und mehr im Jahr holen. Zur Erinnerung, der Aktienmarkt macht in der Regel 8-9% im Jahr.

Des Weiteren hat man die meiste Zeit sehr viel Cash im Optionskonto und kann zusätzlich die verkauften Optionen in der Regel jederzeit liquidieren. Man kommt also sehr schnell an sein Geld, sollte dies mal notwendig sein.

Zum Zeitaufwand muss man fairerweise sagen, am Anfang wirst du viel Zeit investieren müssen. Du musst viel Lesen und wirst Lernen. Du wirst auch viel Zeit damit verbringen, dir die geeigneten Aktien rauszusuchen, auf die du deine ersten Optionen schreibst.

Aber je länger du dabei bleibst und dir ein gute Watchlist aufbaust, umso weniger Zeit wirst du dafür benötigen. Ich habe mit dem Optionshandel im Dezember 2016 begonnen, also vor knapp 9 Monaten. Mein Zeitaufwand aktuell ist pro Tag einmal das Konto kontrollieren, ob Optionen ausgeführt oder zurückgekauft wurden oder ob ich adjustieren muss, weil ein Trade gegen mich läuft. Dies dauert in 9 von 10 Tagen nur ca. 1 bis maximal 5 Minuten. Sollte eine Aktion notwendig sein, dann werden aus den 5 Minuten ca. 30 bis maximal 60 Minuten.

In Bezug auf die mögliche Überrendite halte ich dies für einen recht moderaten Zeitaufwand. Oder was ist eure Meinung dazu?

Das klingt zu gut, also wo ist der Haken?

Okay da wären in meinen Augen ein paar Nachteile zu nennen:

  • Kein passiver Einkommensstrom, auch wenn sich der Zeitaufwand in Grenzen hält
  • Kenntnisse im Optionshandel und Erfahrung im Markt nötig
  • Anfangskapital notwendig

Da wir gerade über den Zeitaufwand gesprochen haben. Obwohl ich diesen für recht moderate und absolut okay halte, so ist es doch Zeit, die ich regelmäßig aufwenden muss. Der Optionshandel ist definitiv nicht passiv!

Das sollte bitte jedem klar sein, bevor er sich in das Abenteuer Optionshandel stürzt. Sonst endet es nur im Frust.

Ich gehe aber davon aus, dass alle, die bis hierin gelesen haben, auch wirklich Lust und Interesse an der Sache haben und die oben genannte Zeit gern aufwenden wollen.

Was meine ich mit Erfahrung im Markt ist nötig? Naja man sollte sich schon mit Aktien zumindest etwas auskennen und wissen, wie ich eine Aktie bzw. das Unternehmen hinter der Aktie bewerte. Meiner Meinung nach reicht dafür auch aus, wenn ich weiß, wie ich Tools wie FastGrpahs benutzen muss und für meine Zwecke gebrauchen kann.

Zusätzlich wäre es sicher auch nicht von Nachteil, wenn man einen Chart lesen kann. Ich meine jetzt hier nicht, dass du ein Chartexperte werden musst, denn das bin ich auch nicht.

Chartlesen ist eine Wissenschaft, die vergeblich sucht, was Wissen schafft.

— André Kostolany

Aber man sollte zumindest Trends im Chart erkennen können, Stichwort gleitender Durchschnitt (Moving Average), um einzuschätzen, ob es jetzt eher angebracht wäre nach Puts oder Calls zu schauen.

Und damit wären wir beim letzten Nachteil in meinen Augen, man benötigt schon etwas Anfangskapital, damit es Spaß macht.

Davon abgesehen, dass du bei den üblichen Brokern, wie z.b. Banxbroker*, Captrader* oder Lynx*, zwischen 2.000,- bis 3.000,- EUR benötigst, um überhaupt ein Konto eröffnen zu dürfen, ist mehr Geld im Optionskonto allein deswegen schon interessant, dass du dich später nicht in der Auswahl deiner Aktien, auf die du Optionen schreiben möchtest, zu weit einschränken musst.

Wenn du als Anfänger, und dazu rate ich dringend, keine Naked Puts oder Naked Calls (Naked = Ungedeckt) schreiben möchtest, dann benötigst du genügend Geld auf dem Konto. Erinnere dich, Optionen werden immer im 100er Block gehandelt. Bei 2.000,- EUR bedeutet dies ganz einfach, dass deine Aktie, auf die du die Option schreiben möchtest, nicht mehr als 20,- EUR kosten darf. Wie viele davon hast du auf deiner Watchlist?

Ich halte 5.000,- EUR für geeignet, um loszulegen und die ersten Schritte zu tun. Das nächste Ziel sollte dann aber sein, dieses Konto zeitnah durch weitere Einzahlungen auf zunächst 10.000,- EUR aufzustocken. Damit kann man schon gut etwas anfangen. Mein Optionskonto ist übrigens aktuell mit 12.000,- EUR bestückt und ich habe das Ziel, dieses auf 20.000,- EUR aufzustocken.

Was sind die Vorteile der Dividendenstrategie?

Fangen wir wieder mit der puren Auflistung an:

  • Zu 99% passiv möglich, Zeitaufwand sehr gering
  • Buy & Hold schlägt in der Regel den Markt
  • Kein aktives Verkaufen zum richtigen Zeitpunkt nötig, um Cashflow zu erzeugen
  • Extrem geringe Kostenquote
  • Geringere Schwankungen im Depot
  • Regelmäßig steigende Ausschüttungen motivieren und beruhigen in volatilen Märkten
  • Sinkende Märkte sind eine Gelegenheit für Zukäufe

Dividenden sind in der Tat das Passivste, was mir beim Investieren bisher untergekommen ist. Punkt!

Einmal Zeit investiert und das richtige Unternehmen ausgesucht, tust du später nichts mehr weiter, außer dich über den unendlich wachsenden Dividendenstrom zu freuen. Und nur in sehr seltenen Fällen, wenn sich fundamental extrem etwas ändert, wirst du aktiv und verkaufst mal eine Position.

Das Überwachen meines Dividendenaktiendepot dauert maximal eine Stunde im Monat oder unter 5 Minuten, wenn man es täglich machst. Wenn du wie ich z. b. Seiten wie SeekingAlpha.com regelmäßig liest, dann erledigt sich diese Aufgabe auch voll automatisch. Du bist jederzeit im Bilde.

Da du regelmäßig deine Dividende als Auszahlung auf dein Verrechnungskonto oder Depotkonto bekommst, musst du auch nicht mehr aktiv werden, um Cashflow zu erzeugen. Es passiert automatisch. Kein Risiko mehr, dass man Anteile verkaufen und dafür den richtigen Zeitpunkt erwischen muss. Easy!

Bedenke bitte bloß, Dividenden sind Geld, was dem Unternehmen in dem Moment entnommen wird. Der Kurs sinkt an dem Tag um genau diesen Betrag.

Dieser Umstand, dass das Geld regelmäßig auf dein Konto fließt und du von Monat zu Monat, von Quartal zu Quartal, von Jahr zu Jahr einen höheren Betrag ausgezahlt bekommst, ist unheimlich motivierend. Außerdem stört es dich dann viel weniger, wenn der Markt mal nach unten korrigiert. Denn deine Dividenden werden, vorausgesetzt du hast die richtigen Unternehmen gewählt, weiter steigen. Deswegen achte auf deine Strategie beim Aktienkauf. Da du im Idealfall nie wieder verkaufst, ist der Kauf der wichtigste Teil in deiner Gesamtstrategie.

Sinkende Kurse haben für Anhänger der Dividendenstrategie daher eher etwas positives, da man jetzt zu verbilligten Preisen nachkaufen kann und so seine zukünftigen Dividenden nachhaltig steigert.

Aber auch hier gibt es Nachteile, oder?

Ein paar fallen mir da ein:

  • Nichtstun widerstrebt unserem natürlichen Wesen
  • Geringere Chance auf den Jackpot bzw. sogenannte High Flyers or Tenbaggers
  • Versteuerung der Dividende

So doof wie es klingt, aber wir Menschen sind einfach nicht dafür gemacht, nichts zu tun. Einfach nur dasitzen und abwarten fällt uns wahnsinnig schwer. Deswegen verfallen viele selbsternannte Buy & Hold Anhänger früher oder später doch wieder in Aktionismus und verkaufen mal da etwas und adjustieren mal hier etwas. Blödsinn!

Klar gibt es auch ab und zu die Gelegenheit, sich von einem Wert zu trennen. Zum Beispiel wenn der Kurs aus unerfindlichen Gründen nach oben weggelaufen ist und man vielleicht doch mal die berühmten 1.000% Gewinn (die sogenannten High Flyers oder Tenbaggers) realisieren kann. Das in Dividende reinzubekommen würde Jahrzehnte dauern. Da finde ich es durchaus opportun, das Geld einzustreichen und in andere Dividendentitel zu investieren.

Oder wenn eine Firma in sich kollabiert. Beispiel Kodak. Wenn man das kommen sieht, dann ist aussitzen eine blöde Idee. Also raus da, auch wenn mit Verlust.

Aber solche Beispiele sollten bei einem guten Dividendenaktiendepot im Jahr vielleicht 1-2 Mal auftreten und nicht öfter.

Ein echter Nachteil in meinen Augen ist die Steuer. Man zahlt bei jeder Dividendenzahlung seine Steuer, Steuerfreibetrag mal ausgenommen, und man kann da wenig beeinflussen, da der Zeitpunkt der Auszahlung vom Unternehmen festgelegt wird. Außerdem lassen sich Dividendengewinne nicht mit anderen Verlusten gegen rechnen. Da hat man bei reinen Aktienverkäufen, auch wenn man dort erstmal dieselben 25% (plus Soli und ggf. Kirchensteuer) zahlt, doch etwas mehr Spielraum in Bezug auf Zeitpunkt und Verluste gegen rechnen.

Außerdem ist gerade im europäischen Raum das Thema Quellensteuer extrem unangenehm, da jedes Land andere Regeln hat. Diese Steuer zurückzuholen ist teils sehr kompliziert und zeitaufwendig. Dies ist auch einer der Gründe, warum ich für Europa auf einen Dividenden ETF setze und mir den Ärger lieber spare.

Was passiert, wenn ich beide Strategien verknüpfe?

Wenn du beide Strategien in einem Konto bzw. Depot verknüpfst, ergibt dies einige nette Synergieffekte.

Zum Beispiel musst du Aktien nicht mehr einfach zum aktuellen Marktpreis kaufen, wenn du dich dafür entschieden hast, sondern du schreibst einen Cash Secured Put darauf. Willst du die Aktie unbedingt, kannst du den Put im Geld verkaufen, sprich der Strike liegt bereits über dem aktuellen Kurs. Oder du verkaufst zu einem Strike der sehr nahe am Kurs liegt und hoffst weiter auf leicht sinkende Kurse. Die Prämie wird deinen Einstandspreis verringern und damit deine persönliche Einstiegsdividendenrendite steigern. Auf eine Aktie gerechnet ist das nicht viel, aber hier macht es die Masse. Wenn man es konsequent durchzieht, kommt da einiges an Ersparnis zusammen.

Also merke, Puts = Billiger Einkaufen!

Aber auch mit Calls kann man im Dividendenaktiendepot etwas anfangen. Schreibe auf die im Depot befindlichen Dividendenaktien einfach regelmäßig einen Covered Call und generiere so ein Nebeneinkommen. Damit dir die Aktien nicht regelmäßig ausgebucht werden, schreibe den Call weit aus dem Geld. Sprich der Strike sollte weit genug über dem aktuellen Kurs sein. Das bringt zwar nur eine geringe Rendite, meist im Bereich um 0,5% oder knapp darunter, aber wenn du das 5-6 Mal im Jahr machst, kommt da auch eine nette Zahl zusammen übers gesamte Depot gesehen.

Also merke, Calls = Dividendenrendite pimpen!

Ein weiterer Vorteil ist die Höhe der Margin, wenn du ein Margin-Konto führst. Ein Margin-Konto würde ich jedem empfehlen, da man so etwas mehr Spielraum insgesamt bekommt und wenn man sich von Naked Puts und Naked Calls (Naked = Ungedeckt) fern hält, ist auch das Risiko überschaubar.

Wenn du nämlich zusätzlich zum Cash noch (Dividenden)Aktien im Depot hältst, erhöhen diese deine Margin, da der Broker sie im Ernstfall zur Liquidierung und Begleichung anderer offener Positionen heranziehen könnte. Dies klingt erstmal dramatisch, ist es aber nicht. Du bekommst einfach mehr Möglichkeiten und musst nicht auf den Cent oder Penny genau kalkulieren bei deinen Trades.

Also merke, mehr Möglichkeiten da Margin höher!

Außerdem ist die Verwaltung eines Depots in der Regel einfacher, als wenn man zwei oder mehrere Depots führt. Ich persönliche komme jedoch auch gut zurecht mit zwei Depots, da ich aktuell mein Optionskonto noch getrennt vom Dividendenaktiendepot führe. Im nächsten Absatz gleich mehr dazu.

Einen Vorteil von getrennt geführten Depots möchte ich hier aber auch fairerweise nennen. Die Einlagensicherung greift je nach Land nur bis zu einer gewissen Größe des Depots. In Deutschland wären das bis 100.000,- EUR. Geht dein Depot also schon in die Richtung, dann sollte man sich überlegen, ein zweites Konto bei einer anderen Bank oder Broker aufzumachen. In meinen Augen dann idealerweise auch bei einem ausländischen Broker wie z. b. Interaktive Brokers, wo deine Einlagen bis zu 500.000,- USD (davon 250.000,- USD in Cash) abgesichert sind.

Also merke, Nachteil Einlagensicherung!

Sollte man beide Strategien von Anfang an verknüpfen?

Meiner Meinung nach nein. Ich mache das auch (noch) nicht. Ich möchte am Anfang das Optionskonto getrennt haben, um besser den Überblick zu behalten, wie sich die Gewinne und Verluste genau verhalten und welche Rendite ich in echt vom Optionshandel erwarten kann.

Ich selbst gebe mir 2 Jahre um zu lernen und werde erst dann entscheiden, in welcher Form ich mit dem Optionshandel weiter mache und ob ich dann beide Konten kombiniere, um die oben genannten Synergien zu erzeugen. Denn das diese da sind, davon bin ich überzeugt.

Fazit! Welche Strategie ist jetzt besser? Optionshandel oder Dividendenstrategie?

Es gibt hier kein besser! Der einzige Punkt, der wirklich einen Unterschied macht, ist meiner Meinung nach der Zeitaufwand. Nur wenn du eindeutig zu dir sagst, dass du absolut auf passives Investieren abzielst, dann kann man sagen, dass die Dividendenstrategie für dich besser ist. Also ein sehr subjektives besser.

Objektiv gesehen haben beide Strategien ihre Daseinsberechtigung und wer smart ist, kombiniert ganz einfach die Dividendenstrategie mit dem Optionshandel!

Tipp: Alexander hat gerade auf seinem Blog Rente mit Dividende einen Artikel geschrieben, warum er persönlich keinen Optionshandel betreibt. Interessant, schaut einfach mal rein!

Und im nächsten Teil der Artikelserie Optionshandel ABC suchen wir uns dann den Broker raus, wo man am günstigsten und einfachsten Optionen handeln kann. Bleibt dran!

 

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10 Comments
  1. Hallo Ingo,

    guter Artikel, die Serie gefällt mir insgesamt sehr gut, sie bietet Einsteigern eine gute Hilfe.
    Ich habe selbst vor gut 1 Monat bei Banx ein Depot eröffnet und bin nun mit 5.000 € dabei, meine ersten Optionen zu schreiben. Die 5.000 € sind ein Anfang, aber so richtig viel kann man damit auch noch nicht anfangen…und ich gebe Dir Recht, am Anfang braucht es viel Zeit, sich in die Materie einzufinden und erste Erfahrungen zu machen. Aber es macht viel Spaß!

    Mein Dividendendepot lasse ich – wie Du – erstmal komplett getrennt. Dieses möchte ich zukünftig auch noch deutlich ausbauen, je nachdem, wie ich es mit der Sparrate schaffe. Aktuell wirft mein Dividendendepot monatlich im Schnitt ca. 350 € netto ab.

    Zusätzlich bin ich gestern mit 100 € bei Mintos in das Thema P2P-Kredite eingestiegen. Nachdem ich nur Positives im Netz zu Mintos finden konnte, betrachte ich die 100 € zunächst als Spielgeld und lasse es laufen. Vielleicht wäre das auch etwas für Dich?

    Grüße
    Mark

    1. Hi Mark,

      danke fürs Kommentieren!

      Wow schon 350,- EUR pro Monat? Respekt! Da bist du mir ja einiges voraus. Tolles Gefühl jeden Monat diesen Betrag zu kassieren, ohne noch etwas dafür tun zu müssen 🙂 … oder? Ich liege aktuell so bei 180,- EUR im Monat, also knapp die Hälfte.

      Aber ich bleib dran. Nächstes Jahre knacke ich die 200,- EUR!

      Mit den Optionen braucht man ein wenig Zeit, um ein Gefühl dafür zu entwickeln. Nimm dir diese Zeit und wenn die ersten Trades erfolgreich im Sack sind, nicht übermütig werden. Ich merke grad an mir, dass man dann gern etwas mehr Risiko geht und muss mich da selbst immer wieder zurückpfeifen.

      Habe auch vorgestern meine erste Option gerollt, da der Trade nicht so aufging, wie ich dachte. Mehr Infos dazu am Ende des Monats in meinem regulären Update.

      Und wir scheinen echt ähnlich zu ticken, denn P2P wird mein nächstes Projekt, wenn ich die Serie Optionshandel ABC abgeschlossen habe. Mein Favorit ist auch Mintos und ich habe vor, den gesamten Prozess hier auf dem Blog zu dokumentieren. 1.000,- EUR habe ich für das Experiment reserviert. Schauen wir mal!

      Vielleicht gibst du dann in den Comments auch Feedback, wie es bei dir und Mintos läuft? Danke!

      CU Ingo.

  2. Hallo Ingo,

    bei diesem Absatz musste ich etwas schmunzeln:

    „So doof wie es klingt, aber wir Menschen sind einfach nicht dafür gemacht, nichts zu tun. Einfach nur dasitzen und abwarten fällt uns wahnsinnig schwer. Deswegen verfallen viele selbsternannte Buy & Hold Anhänger früher oder später doch wieder in Aktionismus und verkaufen mal da etwas und adjustieren mal hier etwas. Blödsinn!“

    Im Prinzip hast du recht, gerade wenn man nicht sehr lange im Geschäft ist. Ich habe mir die letzten 20 Jahre „die Hörner abgestoßen“, daher habe ich gute Chancen zu den Wenigen zu gehören, die B&H weiter betreiben. Mit zunehmenden Vermögen geht man auch mehr auf Sicherheit, also zumindest ich. Inzwischen habe ich alleine im US-Depot 160k investiert, da wird man vorsichtiger.

    Meine Gedanke ist, wie du schreibst, vielleicht Covered Calls zu schreiben, die sehr weit aus dem Geld sind, um die Dividenden zu pushen. Wobei 3 – 4 % im Jahr durchaus schon ansehnlich werden können. Leider habe ich noch keine Seite gefunden, wo ich die Options Chain einsehen und etwas rumspielen kann. Bei einem Testaccount von Lynx, waren meine Testkäufe für das Papertrading am nächsten Tag wieder weg. Wie soll man da lernen?

    Die Einlagensicherung ist nur für das Cash interessant, die Aktien zählen als Sondervermögen und werden davon nicht betroffen. Wenn wir mal so weit sind, dass wir 200k Cash vorhalten, dann ist ein zweites Konto wirklich sinnvoll. Dann können wir uns aber alle gratulieren 🙂

    Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit dem aktuellen Hype um die Optionen weiter geht und wer in 3 Jahren noch dabei ist.

    Viele Grüße
    Alexander

    1. Hi Alexander,

      Danke fürs Vorbeischauen und Kommentieren.

      Da ich deinen Blog kenne, weiß ich, dass du in der Tat jemand bist, der bisher nicht dem Aktionismus verfällt, wenn ihm langweilig ist. Gut so und bleib dabei. Ist auf jeden Fall die bessere Strategie.

      Und bei deiner Depotgröße denkt man in der Tat anders, als wenn man vielleicht grad mit 10.000,- oder 20.000,- EUR gestartet ist. Ich möchte da auch niemanden reinreden und wahrscheinlich muss sich jeder, wie du es so schön sagst, selbst die Hörner abstossen, bevor er ruhiger wird. Das hat wohl immer noch den stärksten Lerneffekt.

      Was die Covered Calls angeht, ich würde bei deiner Depotgröße wahrscheinlich nicht mehr den Aufwand betreiben und das Risiko eingehen, dass ich meine Aktien ausgebucht bekomme. Höchstens bei denen, wo man sich eventuell und unter gewissen Umständen trennen möchte. Andersrum würde ich aber immer mit Put Optionen arbeiten, um mir meine Aktien einbuchen zu lassen. Denn die Prämie kann man relativ risikolos vereinnahmen, wenn man ja sowieso kaufen möchte, und so seinen Einstandspreis verringern. Meine Meinung.

      Funktioniert aber halt nur, wenn du Optionen auch in dem Depot handeln kannst, wo du deine Aktien liegen hast. Wenn nicht und du müsstest erst deine Aktien umziehen, dann ist die erste Frage wieder: Lohnt sich das? Mhhh …

      Und bei der Einlagensicherung hast du Recht, es geht vorrangig ums Cash. Das hätte ich besser rausarbeiten können und ich gebe zu, der Gedanke fehlte mir da auch beim Schreiben der Zeilen. Vielleicht überarbeite ich den Teil später noch mal. Danke!

      CU Ingo.

      1. Hi Ingo,

        Die Depotgröße ist einer der Gründe, warum ich mich manchmal frage, lohnt sich das überhaupt?
        Die Strategie mit den günstigeren Zukauf über Puts ist eine Möglichkeit, allerdings gehen da eben nur 100 Stück, was bei einigen Aktien gleich mehrere Tausend Euro aus macht. Das Gleiche kann ich mit Discountzertifikaten erreichen, wie Heiko im untenstehenden Kommentar beschreibt. Hier könnte ich sogar auf eine einzige Aktie setzen (was natürlich unsinnig ist). Wobei es bei Discountern auch einiges zu beachten ist und es sich letztlich nicht lohnt, viel Aufwand zu betreiben, um 10 € oder 20 € zu sparen. Aber das soll jetzt nicht das Thema sein.

        Noch eine Anmerkung zu meinem Post oben. Auf der amerikanischen Version der Nasdaq kann man zu allen Aktien die Option Chain einsehen, allerdings muss ich da noch die einzelnen Bedeutungen der Spalten herausfinden.

        http://www.nasdaq.com/symbol/ndaq/option-chain

        Wer suchet, der findet^^

        Gruß Alexander

  3. Hi Ingo !

    Warum eigentlich Optionen, die gleich mit mindestens 100 Stück gehandelt werden müssen? Gerade für Neulinge oder Leute, die sich für mehr als eine reine Aktienanlage interessieren würden sich doch Discount -Zertifikate anbieten. Wer sich mal über ein paar Begriffe wie z.B. „Underlying“ und „Cap“ schlau macht, wird das sehr schnell verstanden haben. Auch hier gibts bei einem seitwärts- und steigendem Markt Rendite (sogar bei leicht sinkenden Markt), und erst wenn der Kurs des Underlyings (z.B. eine Aktie) unter das Kaufniveau gesunken ist, macht man Verlust. Dann bekommt man halt die Aktie zum aktuellen Kurs geliefert… Also nicht so schlimm, wenn man Zertifikate auf Aktien kauft, die man eh kaufen würde..(wie bei Optionen).Viele Leute bekommen Stressflecken, wenn sie das Wort „Optionen“ hören. Es gibt da ja richtig böse Produkte und deshalb ist das auch verständlich. Aber schon klar: Deine Puts gehören da eher nicht zu.
    Ich gebe aber zu, daß ich beides z.Zt nicht mache. Lediglich einen kleinen Knock out Put auf den Dax mit viel Puffer habe ich gerade laufen. Ich bleibe ( z.Zt.) lieber erstmal auf Income fixiert.
    Wenn es doch nur endlich mal wieder Einstiegskurse geben würde….Ich hoffe einfach, daß der Dax jetzt nochmal eine Doppelspitze bildet und dann mal 15-20 % nach Süden geht. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Könntest Du mal bei den Put Optionen die Laufzeit mit der im Durchschnitt zu erwartenden Prämie gegenüberstellen ? Ich weiß, daß auch da einiges wie z.B. die Volatilität und die Risikobewertung der Aktie eine Rolle spielt. Mir würde es reichen, wenn Du es mal am Beispiel einer konservativen Aktie wie z.B. Coke oder Procter über den Daumen machen würdest. Ich hab nämlich keinen Plan was da zu erwarten ist.

    VG
    Heiko

    1. Hallo Heiko,

      der grundlegende Unterschied (um den es geht) ist, dass es uns hier ja um Stillhaltergeschäfte geht. Das heißt, mit allen anderen „Zockereien“ wie Zertifikate, CFDs usw… setzt man immer eigenes Geld ein als Käufer, und man hofft, dass man mit mehr wieder raus kommt.
      Der Stillhalter ist aber VERkäufer. Er nimmt das Geld anderer Leute ein (OPM, other peoples money), so wie eine jede andere Versicherung. Dazu hat man noch den Vorteil zu einer Versicherung, dass diese dann Schäden bezahlen muss, die bei einem Versicherungsfall eintreten. Ein Stillhalter hat aber nur das Risiko, dass er schlimmstenfalls Assets kaufen muss, zwar teurer als der momentane Marktpreis wäre, aber das ist doch ein viel vorteilhafterer Schadenfall für die Prämieneinnahmen. Man muss kein Geld erstatten, für das man nichts bekommt, wofür nur der Versicherte seinen Schaden ersetzt bekommt, sondern man muss halt nur die Aktien teurer kaufen.
      Es geht also darum, niemals KÄUFER und ein Prämienzahler von Optionen zu sein, sondern OPM zu vereinnahmen. Nach Möglichkeit niemals einen „Schadenfall“ zu haben, was aber nicht realistisch ist.
      Optionsscheine, KO-Zertifikate usw. kann man immer nur kaufen, und nur welche verkaufen, die man vorher gekauft hat. Man spekuliert also immer mit dem eigenen Geld. Und so, wie statistisch immer die Mehrzahl Optionen für KÄUFER unrentabel verfallen, so läuft es natürlich auch bei OS, KOs usw. immer besser für die Bank.
      Eine Versicherung macht also im Großen das, was ein Stillhalter im Kleinen macht. Prämien einnehmen, diese investieren, und hoffen, möglichst wenig Schaden regulieren müssen.

      Guten Erfolg!
      MS

      1. Hi Matthias,

        danke für deinen Kommentar.

        Ich hätte es nicht besser zusammenfassen können. Du triffst den Kern genau. Toll!

        CU Ingo.

    2. Hi Heiko,

      danke für deinen Kommentar.

      Matthias hat ja im Prinzip schon alles schön zusammengefasst, meine Antwort würde fast 1:1 so ausschauen. Wichtig ist auf jeden Fall klar zu trennen, was Optionen sind und was Optionsscheine. Da ist ein himmelweiter Unterschied auf den ich mehrmals in meiner Serie Optionshandel ABC hinweise.

      Und schau mal auf den Link von Alexander über deinem Post. Dort kannst du ohne viel Aufwand prüfen, was bestimmte Optionen aktuell wert sind. Ich weiß allerdings nicht, ob du die passenden Laufzeiten und Preise findest, die mit deinen Optionsscheinen übereinstimmen, damit es vergleichbar wird. Eventuell musst du da etwas suchen.

      Und danke nochmals fürs Kommentieren. Offene Diskussionen sind toll und erlauben allen Beteiligten zu lernen.

      CU Ingo.

  4. Hallo Matthias !

    Danke für die Antwort !
    Die Funktionsweise und den Versicherungscharakter der Put Optionen verstehe ich schon. Ich habe mich vor ein paar Jahren mal damit beschäftigt. Seitdem aber leider nicht mehr. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob Discount-Zertifikate oder Put Optionen das bessere Chance/Risiko Profil aufweisen. 80 % der Stillhalter kassieren die Prämie, während man bei den Discountern auch noch -neben dem Discount- bis zu einem bestimmten Preis ( Cap ) von steigenden Kursen profitiert. Ich muss mich jetzt nochmal richtig in die Materie reinlesen und vergleichen….

    Gruß
    Heiko

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