Optionshandel ABC: Der Covered Call

Optionshandel ABC: Der Covered Call

In Teil #4 der Artikelserie Optionshandel ABC machen wir weiter mit den Optionen allgemein, wechseln aber die Richtung und schauen heute auf den Call (Die Kaufoption). Meine bevorzugten Variante davon: Der Covered Call!

Die Artikelserie Optionshandel ABC ist für den Anfänger und Interessierten gedacht, der gern in den Optionshandel einsteigen würde, aber nicht so recht weiß, wo fange ich überhaupt an. Ich versuche hiermit einen möglichst aufs Wesentliche reduzierten Weg aufzuzeigen, um zeitnah seinen ersten Trade zu platzieren.

Ich bin nämlich ein Fan von Learning By Doing!

Der grobe Fahrplan könnte so ausschauen:

Im letzten Artikel haben wir uns angeschaut, was eine Option überhaupt ist. Zur Erinnerung, es ist eine Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer (dem Stillhalter), einen entsprechenden Basiswert (Underlying), zu einem festgelegten Verfallstag (Expiration Day), zu einem festgelegten Preis (Strike) zu kaufen oder zu verkaufen. Für dieses Recht zahlt der Käufer einer Option eine Prämie und wir als Stillhalter streichen diese ein.

Und erinnert euch auch, wir wollen deswegen als Stillhalter auftreten, weil man als Verkäufer einer Option, einen systematischen Vorteil hat. Man gewinnt nämlich in 2 von 3 Szenarien, ähnlich der Bank beim Roulette. All das haben wir in Teil #3 gelernt.

Außerdem haben wir uns die Verkaufsoption, den sogenannten Put angeschaut und davon die von mir favorisierte relativ sichere (subjektiv empfunden, ist klar) Variante: Der Cash Secured Put.

Kommen wir heute zur Kaufoption. Der Call!

Bei einem Call gibt es, wie auch beim Put, immer einen Käufer und einen Verkäufer. Der Käufer ist weiterhin derjenige, der Long im Basiswert ist. Der Verkäufer dagegen ist wieder Short im Basiswert.

Damit gibt es genau wie beim Put, auch beim Call zwei Bezeichnungen: Einen Long Call (Käuferseite) und einen Short Call (Verkäuferseite).

Die Käuferseite:

Der Käufer eines Calls geht mit dem Kauf eine Long Position ein, also er ist Long im Call, und zahlt dafür den aktuellen Optionspreis (die Prämie). Er hat ab jetzt das Recht, aber wie bereits erklärt nicht die Pflicht, den Basiswert (die Aktie) zum vereinbarten Preis zu kaufen.

Die Prämie geht an den Optionsverkäufer.

Die Verkäuferseite:

Der Verkäufer eines Calls geht mit dem Verkauf eine Short Position ein, also er ist Short im Call, und erhält dafür den aktuellen Optionspreis (die Prämie). Er hat ab jetzt die Pflicht, den Basiswert (die Aktie) zum vereinbarten Preis zu verkaufen. Wurde die Call Option bis zum und am Verfallstag nicht ausgeübt, dann verfällt die Option und damit die Pflicht.

Übrigens, ich lasse in der Regel die Bezeichnung Long oder Short weg, da ich sie verwirrend finde. Aus dem Kontext heraus ergibt sich eigentlich immer, ob ich vom Käufer oder Verkäufer spreche.

Der Verkäufer behält in jedem Fall die Prämie!

Dabei ist es völlig egal, ob die Option zur Ausübung kommt oder nicht. Man kann sagen, wir wurden für das übernommene Risiko während der Laufzeit entlohnt.

Da sind wir nun, der Covered Call!

Da wir bereits wissen, was ein Call ist, können wir auch die logische Verbindung zum Covered Call herstellen. Wir treten beim Optionshandel ja als Verkäufer auf, haben also bei einem verkauften Call die Pflicht, bei Ausübung jederzeit die Aktien zum vereinbarten Preis zu liefern. Wenn ich die Aktien bereits besitze und nicht erst am Markt kaufen muss, dann ist man abgesichert und kann halt wirklich jederzeit liefern, unabhängig vom Preis. Abgesichert gleich Covered, deswegen Covered Call.

Sollte man die Aktien dagegen nicht besitzen, dann spricht man von einem ungesicherten bzw. uncovered oder auch Naked Call. Und der Broker wird für dich nicht prüfen oder dich darauf hinweisen, dass du die Aktien evtl. nicht besitzt. Du bist allein dafür verantwortlich, dein Risiko zu managen. Stichwort Margin!

Das Risiko liegt hier in der Tatsache, dass du je nach Konto ggf. auf Margin handelst und dir bei zu vielen Ausübungen und zu wenig Geld bzw. Aktien, den sogenannten Margin Call einfangen kannst. Ich gehe jetzt hier nicht auf dieses negative Ereignis ein. Zum Thema Margin hat Chri auf seinem Blog easydividend.net einen informativen Artikel geschrieben. Schau mal rein, wenn dich das Thema interessiert.

Wir merken uns hier und jetzt nur, du möchtest niemals einen Margin Call erleben. Es wird nicht gut ausgehen. Also Finger weg von Naked Call, aber auch vom Naked Put!

Okay, die Verbindung ist damit hergestellt. Hältst du die Aktien vorrätig für die (vielleicht eintretende) Ausübung, dann spricht man von einem Covered Call. In dem Fall ist dein Risiko limitiert und zwar auf die Höhe des Preises des Basiswertes abzgl. der Prämie, genauso wie es schon beim Cash Secured Put war.

Das ist genau das, was du willst!

Überschaubares Risiko bei sehr guter und hoffentlich überdurchschnittlicher Rendite.

// Praxisbeispiel

Wir verkaufen eine Call Option auf die Aktie von General Electrics (GE).

Der Kurs steht aktuell bei 25,- USD. Den Strike wählen wir bei 30,- USD, somit ist Kapital im Einsatz in Höhe von 3.000,- USD, da im Falle der Ausübung 100 Stück der Aktie über die Option verkauft werden müssen. Die Prämie dafür beträgt 0,50 USD, somit 50,- USD in Summe (da 100 Stück) und der Verfallstag ist in 30 Tagen.

Wir streichen 50,- USD als Prämie ein und warten 30 Tage ab, was passiert.

Das Risiko liegt darin, dass der Kurs von GE über den Strike von 30,- USD steigt. Sollte dies zum Verfallstag so sein, dann wird der Optionskäufer sein Recht wahrnehmen und die Option ausüben. Wir bekommen dann 100 Stück von GE aus dem Depot ausgebucht und erhalten dafür 3.000,- USD, egal wie der echte Kurs zu der Zeit ist.

Abzüglich der 50,- USD Prämie haben wir damit ein maximales Risiko von 2.950,- USD. Denn eigentlich liegt das Risiko allein in der Aktie. Sollte der Preis der Aktie auf 0,- USD sinken, dann haben wir das Geld für den Kauf der Aktie in den Sand gesetzt, anstatt halt durch den möglichen Verkauf bei 30,- USD für unsere 100 Stück die 3.000,- USD einzunehmen. Die Prämie behalten wir aber immer.

Du gewinnst bei dem Trade, wenn der Kurs zum Verfallstag unter dem Strike von 30,- USD liegt.

Eigentlich gewinnst du sogar bis zu einem Kurs von 30,50 USD am Verfallstag, da du die Prämie ja auf jeden Fall behalten kannst. Dein Strike liegt zwar bei 30,- USD, aber zzgl. der Prämie von 0,50 USD, ist der erhaltene Preis bei Ausübung nun bei 30,50 USD respektive 3.050,- USD.

Dein Puffer ist dabei 5,50 USD, da aktueller Kurs von 25,- USD gegen Strike zzgl. Prämie gleich 30,50 USD. Der Kurs könnte also um 22% steigen, bevor wir in die kritische Zone rutschen.

Die Rendite bei Verfall der Option beträgt 1,67% auf 30 Tage oder ca. 20% aufs Jahr gerechnet.

Erst über einem Kurs von 30,50 USD am Verfallstag verlierst du.

Verlieren heißt in dem Fall, du bekommst die Aktie ausgebucht und hast ggf. einen größeren Gewinn verschenkt, wenn der Kurs noch weiter über die 30,50 USD steigt.

Das Ganze ist ohne Steuern und Gebühren gerechnet, um es einfach zu halten. Das Beispiel soll der Veranschaulichung dienen.

Stillhalter sind in der Regel die Gewinner!

Als Verkäufer und Stillhalter bei Calls gewinnen wir, genauso wie bei Puts, in 2 von 3 Szenarien.

Gewinnerseite:

  • Der Preis bleibt gleich oder steigt nur leicht
  • Der Preis fällt

Verliererseite:

  • Der Preis steigt über den Strike (vereinbarter Preis)

Die Strategie funktioniert somit optimal in fallenden, moderat schwankenden und sogar in leicht steigenden Märkten. Entgegen dem, was ich beim Put schrieb, würde ich aber nicht soweit gehen zu sagen, dass Calls besser funktionieren, wenn der Markt stark schwankt. Stichwort Volatilität (Volatility).

Je stärker die Schwankungen, je größer die Volatilität, je höher die Prämien! Diese Regel gilt auch weiter.

Aber bei Calls habe ich zumindest nach 7-8 Monaten Praxiserfahrung das Gefühl, dass man strategischer vorgehen kann, wenn es keine krassen rauf und runter Bewegungen gibt. Sicher hängt es auch davon ab, ob du daran interessiert bist, die Aktie eher zu behalten und durch die Covered Call Strategie nur ein Nebeneinkommen in deinem Aktiendepot zu generieren, da deine Hauptstrategie eigentlich etwas anderes ist. Oder ob du strikt auf die Optionsprämien aus bist und dein Interesse im Ausbuchen der Aktien liegt, um Cash zu haben für Cash Secured Put Optionen.

Denn Put Optionen generieren in der Regel höhere Prämien als Calls! Dazu gleich mehr.

Okay ich merke schon. Ich komme wohl nicht um ein extra Kapitel in diese Artikelserie Optionshandel ABC zum Thema Volatilität herum, denn die Volatilität ist der beste Freund des Stillhalters. Egal ob Call oder Put.

Was gibt es beim Verkaufen von Covered Call zu beachten?

Tipp: In der Fachsprache nennt man das Verkaufen eines Covered Calls auch Covered Call Writing oder zu Deutsch auch das Schreiben eines Covered Calls!

Zuerst einmal ist die Covered Call Strategie relativ pflegeleicht, da du anders als bei Puts öfters längere Laufzeiten (60-90 Tage bei mir) wählen wirst. Dies ergibt sich aus den Prämien, die bei sehr kurzer Laufzeit (30-45 Tage in der Regel bei Puts) oft nicht so attraktiv sind. Damit ist der Aufwand zum Beobachten und neue Calls verkaufen geringer.

Außerdem behält man die Vorteile eines guten Dividendenaktiendepots. Vordergründig natürlich die Dividende, die man während der gesamten Haltezeit der Aktie ganz normal kassiert.

Im Gegensatz zum reinen halten der Aktie in einem Depot, generierst du bei sehr geringen Risiko ein zusätzliches Einkommen.

Damit ist der Covered Call der Rendite-Booster für dein Aktiendepot!

Auf der Seite der Nachteile gibt es zu erwähnen, dass man immer ein Auge auf seinen Einstandskurs haben muss. Je nach Marktlage machen manchmal nur Strikes Sinn, die unter deinem Einstandskurs liegen und damit läufst du Gefahr, eine deiner Aktien mit Verlust ausgebucht zu bekommen. Das muss dir bewusst sein.

Du lernst aber im nächsten Teil der Serie Optionshandel ABC, welche Gegenmaßnahmen du hier ergreifen kannst.

Und man ist allgemein weniger flexibel, als bei seinen Puts. Denn immerhin bist du an die Aktien gebunden, die du im Depot hast, oder? Kommt darauf an, wäre hier die richtige Reaktion. Okay, natürlich kannst du, vorausgesetzt du hast Cash vorhanden, dir jede Aktie ins Depot holen und dann Covered Calls darauf schreiben. Aber du brauchst halt Cash vorrätig.

In der Regel wirst du diese Strategie also auf Aktien anwenden, die du bereits im Depot hast. Und das sind sicher weniger, als der Markst an sich bereithält. Ergo weniger Flexibilität bei der Auswahl, welche Option ich jetzt verkaufe.

Warum sind Puts meist mehr wert als Calls?

Im Grunde ist es einfach erklärt. Angst! Angst und der Effekt, dass Kurse meist stärker nach unten als nach oben ausschlagen. Gerade in sehr stark schwankenden Marktlagen, aber auch gern mal aus dem Nichts heraus.

Zuerst zur Angst. Menschen sind mehrheitlich auf Sicherheit fixiert. Sie werden immer versuchen, sich gegen Risiken und Verluste abzusichern. Und dies ist halt genau das Profil eines Puts. Als Käufer eines Puts, sichere ich mich gegen fallende Kurse und damit Verluste ab. Dafür bin ich bereit, einen gewissen Preis zu zahlen.

Und jetzt überlegt mal. Ist man im gleichen Maße bereit, sich gegen evtl. entgangene Gewinne abzusichern? Ganz klar, die Mehrheit ist dazu nicht bereit. Aber Calls machen im Prinzip genau das. Man bekommt eine Absicherung, um an evtl. eintretenden Gewinnen zu partizipieren, sollte der Kurs über den avisierten Strike laufen.

Somit ergibt sich schon aus Angebot und Nachfrage ein Preisunterschied zugunsten von Puts gegenüber Calls.

Der zweite Punkt ist mal wieder die Volatilität. Märkte brechen nach unten zumeist stärker aus, als nach oben. Diese Schwankungen, spiegeln sich in der implizierten Volatilität wieder.

Ohne jetzt ins Detail zu gehen merken wir uns, die Volatilität als einer der Faktoren im Optionspreis, die beiden anderen großen Faktoren wären da der Geldwert (auch genannt Der Innere Wert) und der Zeitwert, hat einen großen Einfluss auf die Höhe der Prämie. Und dieser Einfluss ist beim Put halt stärker als beim Call.

Puts und Calls, alles klar!

Nun kennen wir also die zwei Hauptkomponenten der von mir bevorzugten Strategie beim Optionshandel. Der Cash Secured Put und der Covered Call. In Teil #6 setzen wir die einzelnen Teile dann zu einer Gesamtstrategie zusammen und ich zeige auf, wie ich diese aktuell in meinem Optionsdepot umsetze.

Gut! Im nächsten Teil geht es dann aber erstmal darum, wie man aus den Situationen herauskommt, wo man mal nicht auf der Gewinnerseite landet und wie man einen Verlusttrade noch in einen Gewinnertrade umwandelt. Das Rollen eines Trades!

 

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8 Comments
  1. Hallo Ingo,

    Noch ein kleines Typo: Unter „Verkäuferseite“ hast du geschrieben „Er hat ab jetzt die Pflicht, den Basiswert (die Aktie) zum vereinbarten Preis zu kaufen.“

  2. Hallo Ingo,

    Uff, ganz schön kompliziert wenn ich ehrlich bin. Ich habe jetzt verschiedene Beiträge hier und auf easydividend.net gelesen und ich glaube so langsam ergibt es Sinn. Was ich mich allerdings frage, kann man mit dem Optionshandel eine signifikant höhere Rendite als mit einer langfristigen buy and hold Dividendenstrategie einbringen?
    Ich finde es sehr interessant und würde es auch ausprobieren, aber ich stelle mir vor, dass es mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist. Ich meine, wie oft checkst du denn deine laufenden optionen?

    Grüße, Martin

    1. Hi Martin,

      ich kenne das Gefühl, am Anfang ist das wahnsinnig viel neues Zeugs. Ich versuche es echt auf ein Minimum zu reduzieren. Der nächste Teil wird auch etwas wiederholen, damit das Wichtigste vom Call & Put hängen bleibt.

      Fakt ist, passiv ist der Optionshandel nicht. Ich versuche gerade, meine Zeit beim Optionshandel zu begrenzen. Aktuell ist es so, ich schaue mindesten ein Mal am Tag nach den Marktbewegungen und meinen Positionen. Meist nach US Markteröffnung irgendwann zwischen 16:00 und 18:00 Uhr. Wenn sich nicht viel bewegt, dann war es das für den Tag. Dauer jeden Tag ca. 5 Minuten.

      Sollte es Bewegung geben, z.b. eine Option wurde zurückgekauft (kommen wir noch zu in der Serie, dass man autom. Käufe zum Schließen der Option setzt) oder der Markt bricht ein und ich habe noch Geld über, um neue Optionen zu verkaufen, dann setze ich mich meist Abends zwischen 20:00 und 21:00 Uhr an den Rechner und schaue etwas intensiver rein. Dies passiert ca. ein Mal die Woche. Dauer hierfür ca. 1 Stunde.

      Also komme ich in der Regel auf ca. 1,5 Stunden in der Woche, wenn ich diszipliniert bin. In den ersten Wochen, wenn man startet, wird dies sicher etwas mehr sein.

      Was die Rendite angeht, ich rechne mit 20% plus X. Sollte ich nicht in der Lage sein, dauerhaft die 20% zu machen, dann überdenke ich mein Engagement noch einmal. Die investierte Zeit muss sich ja immerhin lohnen.

      Eine Entscheidung darüber kann ich aber erst in 1-2 Jahren treffen. Aktuell scheinen die 1,5-2% im Monat durchaus realistisch mit dem Zeitaufwand, wie oben angegebenen.

      CU Ingo.

      1. Hey Ingo,

        danke für die Ausführungen. Ich hab mich inzwischen weiter zum Thema eingelesen und gehe im meinem Kopf nochmal dein Praxisbeispiel mit GE durch. Wenn der Kurs bei 25 USD steht und der Strike Preis 30 USD ist, man hat also 20 % Puffer bevor es kritisch wird. Gleichzeitig bekommst du eine Prämie von 0,50 USD, also etwa 1,67 % für 30 Tage. Verstehe ich das soweit richtig? Ich meine ist das ein durchschnittliches Verhältnis von Risiko und Prämie? Für mich klingt das fast zu gut.
        Ich nehm einfach mal an, dass da noch andere Faktoren reinspielen wie Votalität, chartentwicklung und so weiter?

        Grüße, Martin

      2. Hi Martin,

        es ist ein Beispiel und wahrscheinlich ein wenig zu optimistisch gewählt 🙁 … sorry, wenn das für Verwirrung sorgt. Wahrscheinlich wären 60 Tage oder 10% Sicherheitspuffer, also 27,50 USD bei diesem Renditeverhältnis realistischer gewesen.

        Meine Erfahrung ist, du kannst ca. 0,5% bei Calls erwarten, wenn du dich zwischen 30 und 60 Tagen bewegst. Etwas weniger, wenn die Volatilität am Boden ist und etwas mehr, wenn sie hoch ist oder du etwas weiter weg den Verfallstag wählst.

        Schau mal hier bei der NASDAQ: Option Chain for GE

        Da siehst du die Optionspreise für GE für Oktober.

        Die größten Preisfaktoren bei Optionen sind der Kurs des Underlyings (die GE Aktie in dem Fall), der Zeitwert (wie lange läuft die Option noch) und die Volatilität. Letztere hat in meinen Augen mit den größten Einfluss.

        Und natürlich, wie weit du den Strike vom aktuellen Kurs wählst. Wie groß also dein Sicherheitsabstand ist.

        CU Ingo.

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