Passives Einkommen oder das Streben nach einem selbstbestimmten Leben!

Passives Einkommen oder das Streben nach einem selbstbestimmten Leben!

Der Wecker klingelt. 6:00 Uhr. Es ist Montag. Noch einmal snoozen. Das Ding klingelt erneut und man quält sich aus dem Bett. Ich habe echt keinen Bock heute!

Na? Kommt einem das bekannt vor? Als Angestellter kennt man solche Tage sicher zur Genüge. Aber was hat das mit passives Einkommen zu tun?

Bevor ich darauf eingehe, die Idee für den nachfolgenden Beitrag kam durch einen Aufruf von FreakyFinance zur BlogParade, welcher damit den anstehenden und für jeden kostenfreien Vermögens-Akademie Kongress 2017 von Veranstalterin Eva Abert zum Thema Passives Einkommen – Aktives Leben bewirbt. Tolles Thema dachte ich mir. Da bin ich dabei!

Passives Einkommen - Aktives Leben

Auf dumme Gedanken kommen!

Es muss an einem dieser Montage gewesen sein, wo der Gedanke aufkam, dass es nicht sein kann, bis zur Rente seine Arbeitskraft in einem 9-to-5 bzw. 40 Wochenstunden Job zu verkaufen.

Ich meine, ich bin gern produktiv. Ich mag meine Arbeit, zumindest die meiste Zeit. Kleine Tiefs gibt es immer und solange diese nur sporadisch aufkommen und auch ohne großen Aufwand wieder gehen, ist doch alles okay. Aber ich mag meine Arbeit wirklich und ich liebe es, wenn es herausfordernd ist. Ein klein wenig Stress ist förderlich, um großartige Dinge zu erreichen. Und es ist immer wieder ein tolles Gefühl, nach besonderen Anstrengungen ein Ziel erreicht zu haben.

Doch trotzdem keimte da im Dunkeln ein Gedanke. Eine Frage. Ein Gefühl.

Als Angestellter gehe ich für eine bestimmte Zeit in der Woche arbeiten. Bei den meisten Angestellten wird dies in der Regel irgendetwas zwischen 35 und 40 Stunden sein. Für diese Zeit, besser wir sagen ab jetzt Lebenszeit, werde ich bezahlt.

Moment! Ich werde nicht für Leistung bezahlt?

Ehrliche Antwort? Schön wäre es! Aber nein, als Angestellter ist deine Leistung zweitrangig. Klar, möchtest du die Karriereleiter erklimmen, sollte auch deine Leistung stimmen, damit du auf dich aufmerksam machen kannst.

Manche meinen ja, das Hamsterrrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter!

Aber die Mehrzahl der Angestellten wird dies nicht erreichen. Dies ist an sich schon schade, aber erschreckender für mich ist die Erkenntnis, dass die Mehrheit es gar nicht erst versucht oder in Betracht zieht, sich zu entwickeln. Man hört dann immer dieses „ich bin zufrieden mit dem, was ich habe“.

Okay, wenn du meinst. Für mich gilt das nicht!

Zurück zur Lebenszeit. Worin unterscheiden sich diese beiden Angestellte?

  • Angestellter A macht seine Arbeit langsam, aber so, dass gerade mal die wichtigen Sachen erledigt sind, nutzt jede Gelegenheit zum Schwatz mit den Kollegen, private Sachen werden im Internet während der Arbeitszeit erledigt, nach 8 Stunden ist Feierabend
  • Angestellter B ist organisiert und macht seine Arbeit passend zügig, alle Sachen sind erledigt und darüber hinaus, nicht nur die wichtigen Dinge, nach 6 Stunden könnte Feierabend sein

Okay, der Unterschied ist klar. Deswegen kommen wir gleich zum Punkt, in welchem sich diese beiden Angestellten nicht unterscheiden. Und zwar im Gehalt! Traurig aber wahr, beide Angestellten werden mit dem gleichen Geld nach Hause gehen.

Worauf ich hinaus möchte, in einem Angestelltenverhältnis kannst du noch so gut sein. Auf gleicher Ebene verglichen wirst du für Anwesenheit bezahlt und nicht für Leistung. Mehr Leistung, im Sinne von effektivere Leistung, wird in der Regel nicht durch mehr Einkommen belohnt. Ich kenne sogar Fälle, wo Angestellter A dann Überstunden gemacht hat, um den aufgelaufenen Rest mal irgendwann wegzuarbeiten, und dafür noch vom Chef gelobt wurde. Argh!

Selbst wenn du durch Beförderungen dein Gehalt steigerst, irgendwann ist auch da Schluss. Als Angestellter ist dein Gehalt immer gedeckelt und direkt an deine Lebenszeit, die du auf Arbeit verbringst, gekoppelt.

Das fühlt sich falsch an!

Dieser Gedanke trieb mich um und ich suchte nach Antworten. Ich las viele Blogs im Internet, z. b. Mr. Money Mustache. Aber auch die ein oder andere Buchempfehlung war darunter. Und genau 2 Bücher sollten bei mir den großen Wow! Effekt haben und mich zum Thema Passives Einkommen leiten.

Das erste Buch war Your Money Or Your Life* von Vicki Robin und Joe Dominguez.

Your Money Or Your Life - Book Title

Es scheint mir, dass dieses Buch im deutschsprachigen Raum noch nicht so bekannt ist. Dabei ist es schon relativ alt und es gibt immer noch keine Übersetzung, oder? Okay, vielleicht ist das ja der Grund 🙂 …

Für mich war es auf jeden Fall die Offenbarung schlechthin und endlich begriff ich den Zusammenhang zwischen dem Geld und meiner Lebenszeit. Alles war auf einmal so einfach und klar. Wenn man erstmal damit anfängt, alles was Geld kostet in Lebenszeit umzurechnen, bekommt man einen ganz anderen Blick auf die Dinge. Die Kosten mancher Sachen erscheinen danach total inakzeptabel. Man überdenkt viele seiner Ausgaben ab da.

Das zweite Buch kennt wahrscheinlich schon jeder hier. Es war Rich Dad Poor Dad* von Robert T. Kiyosaki.

Rich Dad Poor Dad - Book Title

Dieses Buch half mir zu verstehen, warum es wichtig ist zu investieren und was der Unterschied zwischen Angestellten und Selbstständigen ist. Zum Thema Selbstständigkeit unten ganz zum Schluss noch ein paar Worte.

Die Erkenntnis!

Durch das angelesene Wissen war mir sehr bald klar, möchte ich im Leben die Kontrolle über meine Lebenszeit zurückgewinnen, dann muss ich für passive Einkommensströme sorgen. Und die Betonung liegt hier auf passiv!

Die Bedingung dafür ist in meinen Augen gegeben, wenn nach einer anfänglichen Investition meinerseits in Form von Zeit und/oder Kapital, der nachgelagerte Aufwand gegen null geht. Sprich ich prüfe bei Bedarf nur noch meine Kontoauszüge und freue mich über die eingehenden Zahlungen. Ich muss jeder Zeit in der Lage sein können zu sagen, ich bin jetzt mal weg und komme dann irgendwann wieder. Und während der gesamten Zeit werden diese Zahlungen auch ohne mein zutun weiter fliessen.

Was sind passive Einkommensströme für mich?

  • Einnahmen durch Zinsen und Dividenden
  • Einnahmen durch Tantieme, z. b. für Musik, Bücher oder Designs
  • Einnahmen durch Patente oder Verwertung von Namens oder Markenrechte

Es gibt sicher noch mehr, aber dies sollten die Geläufigsten sein, oder?

Da ich weder komponieren, singen noch designen kann und auch kein großer Erfinder oder Ingenieur und auch nicht berühmt bin, fallen die beiden letztgenannten Punkte für mich zumindest aktuell flach.

Bleiben also Zinsen und Dividenden. Heureka! Das kann ich bzw. das kann ich lernen.

Also las ich Bücher zum Thema investieren und startete zeitnah den Aufbau eines Dividendenaktiendepot. Das Gefühl der ersten Dividendenzahlungen war unbeschreiblich. Irgendwie so, als wenn man den heiligen Gral gefunden hat. Und auch jetzt ist es für mich immer noch faszinierend, den weiter wachsenden Dividenden zuzuschauen.

Etwas später folgte ein Optionskonto, um auch den Handel mit Optionen in meine Gesamtstrategie zu integrieren. Wobei man ehrlich sagen muss, Optionen zu verkaufen ist nicht wirklich passiv.

Ein Anfang ist gemacht, aber die Reise wird eine ganze Weile dauern. Das Ziel? Die finanzielle Freiheit!

Was bedeutet finanzielle Freiheit für mich?

Finanzielle Freiheit oder auch finanzielle Unabhängigkeit ist dann gegeben, wenn ich mit meinem passiven Einkommen meine Fixkosten decken kann und nicht mehr den absoluten Zwang habe, dafür meine Lebenszeit zu verkaufen.

Hier schliesst sich in meinen Augen dann auch der Kreis zum Beispiel mit den beiden Angestellten weiter oben. Wenn ich passive Einkommensströme habe, kann ich mir Lebenszeit zurückkaufen. Ich gehe evtl. nur noch Teilzeit. Die freie Zeit nutze ich für meine eigenen Unternehmungen und erschliesse neue Einkommensströme, untersuche neue Investitionsmöglichkeiten oder geniesse einfach das Leben. Im Idealfall erhöhe ich damit mein passives Einkommen und kaufe noch mehr meiner Lebenszeit zurück.

Angestellter B wird das irgendwann schaffen, Angestellter A wohl nie. Obwohl beide finanziell gesehen den gleichen Ausgangspunkt haben. Aber die Einstellung macht hier den großen Unterschied.

Ich bin überzeugt davon, irgendwann erreicht man den Punkt, wo man nicht mehr diktiert bekommt, einen Job machen zu müssen, nur um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Durch passives Einkommen erhält man Entscheidungsfreiheit. Man kann dann auch mal Nein sagen und andere Kriterien, als nur das Geld, in den Vordergrund stellen.

Ein schlecht bezahlter Teilzeitjob, der dich aber glücklich macht ist tausend Mal besser, als ein sehr gut bezahlter Vollzeitjob, der dich unglücklich macht. Und das passive Einkommen sorgt dafür, dass du trotz schlecht bezahlten Teilzeitjob keine finanziellen Sorgen hast. Das klingt doch toll, oder?

Das passive Einkommen ermöglicht dir ein 100% selbstbestimmtes Leben!

Ich sage ausdrücklich nicht, dass ohne passives Einkommen all dies nicht möglich wäre. Es gibt sicher viele Leute, die ein glückliches und (zumindest zum Großteil) selbstbestimmtes Leben da draußen in ihrem 9-to-5 bzw. 40 Wochenstunden Job führen. Respekt und Glückwunsch von meiner Seite dafür.

Aber an mir selbst sehe ich, wo ich mit beiden Beinen fest im Leben stehe, einen gut bezahlten Job habe, den ich echt mag und eigentlich auch sonst im Leben glücklich und zufrieden bin. Allein das Wissen, dass ich mich eben nicht morgen einfach in den Flieger setzen kann, um 3 Monate durch Südostasien zu backpacken, macht es für mich absolut erstrebenswert, durch ein passives Einkommen finanziell frei zu werden. Allein diese Beschränkung, einen anderen Menschen (in dem Beispiel meinen Chef) um Erlaubnis zu bitten, etwas machen zu dürfen, was mir Spaß macht, macht dieses Ziel zu meiner Hauptpriorität im aktuellen Lebensabschnitt.

Und wenn ich die 100% Selbstbestimmtheit nicht erreichen werde, kein Problem. Ich komme auch mit 99% klar 🙂 … jede weitere Investition in mein Dividendenaktiendepot bringt mich dem Ziel einen Schritt näher.

Das klingt nach dem Wunsch nach Selbstständigkeit, oder?

Eine Sache habe ich bewusst ausgeklammert bis hierher. Und zwar gibt es für alle Angestellten natürlich auch die Möglichkeit, sich Selbstständig zu machen. Es würde aber den Rahmen dieses Artikels sprengen, jetzt auch noch über diese Möglichkeit ausführlich zu philosophieren und zu schreiben. Deswegen hier nur soviel, ich sehe die Selbstständigkeit als eine, vielleicht sogar die schnellste, effektivste, aber auch risikoreichste Möglichkeit, ein selbstbestimmten Leben zu führen. Das Risiko kann man als Angestellter minimieren, in dem man nebenberuflich sein Unternehmen startet und dann langsam seine Zeit erfolgsabhängig vom Angestelltenverhältnis (Teilzeit etc.) zur selbstständigen Tätigkeit verlagert.

Es wird eine brutale Zeit. Man muss viel Energie und Kraft aufbringen, um dies zu schaffen. Man muss fokussiert sein und den unbedingten Willen haben, sein Ziel zu erreichen. Immerhin muss man einige Zeit doppelt so viel und doppelt so hart arbeiten und der Tag hat nur 24 Stunden. Aber der Lohn wird sein, dass deine Lebenszeit wieder dir gehört, wenn dein Business dann läuft.

Mein Fazit?

In Bezug auf das oben Gesagte, jede Optimierung geht direkt auf dein Lebenszeitkonto und am Ende steht das passive Einkommen und die völlige Freiheit mit seiner Lebenszeit das zu machen, was einem gerade gefällt. Reisen, Lesen, Faulenzen, Freunde treffen, Sport machen oder gern auch etwas Arbeiten. Es ist allein deine Entscheidung. Niemand redet dir dann mehr rein.

Das ist also meine Sicht auf die Dinge. Wie überall im Leben gilt auch hier, die Welt ist nicht nur Schwarz und Weiß. Es gibt dazwischen so unendlich viele Nuancen von Grau, dass es wahnsinnig schade wäre, wenn man immer nur das Schwarz oder das Weiß sieht. In dem Sinne schließe ich heute mit einem Zitat meiner Lieblingsband Counting Crows …

Step out the front door like a ghost
into the fog where no one notices
the contrast of white on white.
And in between the moon and you
the angels get a better view
of the crumbling difference between wrong and right.

— Adam Duritz

Wer noch mehr Lesebedarf hat, dem seien die folgenden Artikel der BlogParade ans Herz gelegt:

Der Finanzfisch beschreibt in seinem Beitrag, wie er eher zufällig über die Dividenden gestolpert ist. Einmal auf den Geschmack gekommen, arbeitet er sich weiter zu P2P Krediten vor und berichtet allgemein Vom Streben nach Passivität.

Dagegen würde der Hobbyinvestor auch Fisch verkaufen, um sein Ziel, das passive Einkommen, zu erreichen. Ob das noch unter passiv fällt? Egal!

Florian von Investorenausbildung sieht es so ähnlich wie ich und hätte gern mehr Zeit vom Tag über.

Oder lies bei Investkinx eine eher rationale Zusammenstellung zum passiven Einkommen, wo mir aber ein neuer Ansatz in Bezug auf Amazon FBA aufgefallen ist. Interessant! Das werde ich weiter verfolgen.

Danke fürs Lesen und wenn dir der Artikel gefallen hat, hinterlasse mir doch bitte eine Nachricht. Danke!

 

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13 Comments
  1. Hi Ingo,

    toller Artikel. Über solche Themen könnte ich stundenlang reden. Ich finde es absolut wichtig, dass an der Zielflagge zur finanziellen Freiheit nicht ein riesen Batzen Geld wartet, sondern dass man sich etwas schafft, was auf den eigenen guten Lebensstil angepasst ist. Frei nach dem Motto :“Wer etwas mehr bescheiden lebt, ist schneller frei“ (und selbstbestimmt). Man sollte nicht sparen und investieren um reich zu werden, sondern um frei zu sein.

    Zu dem finanziellen Gedanken gehören natürlich noch einige andere Punkte um sein Leben selbst zu bestimmen. Da fällt mir spontan ein … die Investition:

    – in die eigene Gesundheit (wer lange lebt ist länger frei)
    – in Tools, welche das eigene Leben noch mehr erleichtern (ich liebe meinen Saug-Roboter)
    – in Menschen, die einem gut tun
    – in größere Komfortzonen

    Ich finde, dass das ganze Leben eine Investition (wert) ist. Wie beim pflanzen eines Baumes, kann jeder Mensch mit der Jetzt-Handlung ein besseres oder schlechteres Später generieren. Mit Geld ist es natürlich am „einfachsten“ da man es messen und in Zahlen fassen kann 🙂

    Viel Erfolg dir und deinen Lesern wünscht

    Christian

    1. Hi Christian!

      Danke fürs Vorbeischauen und Kommentieren.

      Du hast Recht, die von dir genannten Bereiche zählen alle mit dazu. Für mich an erster Stelle steht die Gesundheit und hier werde ich ggf. später auch mal den ein oder anderen Artikel schreiben. Den Rest findet man ja bei dir auf dem Blog bereits sehr gut und ausführlich dargestellt 😉 …

      CU Ingo.

  2. Hallo Ingo!
    Danke für deinen Beitrag. Die Ungerechtigkeit nach Anwesenheit und nicht nach Leistung bezahlt zu werden, war auch bei mir ein Hauptgrund neu zu denken.
    Mehr Selbstbestimmtheit und mehr Zeit Dinge zu tun, die einem Spaß machen sind erstrebenswerte Ziele 🙂

    Beste Grüße
    Vincent

    1. Hi Vincent,

      genauso ist es. Schlimm ist dann auch, wenn sich Leute davon anstecken lassen und ebenfalls weniger Leistung bringen, weil es ja alle so machen. Buh!

      Naja, nicht mit mir bzw. uns. Wir gestalten unsere Zukunft selbst und lassen nicht andere Entscheiden.

      CU Ingo.

  3. Hallo Ingo,

    super, dass du ebenfalls an der BlogParade teilnimmst. Und danke für deine Hilfe hinsichtlich des Kommentarfehlers.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, erzielst du dein passives Einkommen hauptsächlich durch Dividenden. Kannst du mir sagen, wie hoch diese Dividenden jährlich ausfallen und in welchen Zeithorizont du deine finanziellen Ziele damit erreichen möchtest?

    Als Hinweis zu dem unten zitierten Satz (wie auch schon beim Finanzfisch kommentiert):

    „Finanzielle Freiheit oder auch finanzielle Unabhängigkeit ist dann gegeben, wenn ich mit meinem passiven Einkommen meine Fixkosten decken kann und nicht mehr den absoluten Zwang habe, dafür meine Lebenszeit zu verkaufen.“

    Freiheit und Unabhängigkeit sind zwei verschiedene finanzielle Stufen. Das Abdecken der Fixkosten hat nichts mit finanzieller Freiheit zu tun. Der Begriff wird aber leider vielmals in verschiedenen Finanzblogs inflationär verwendet und falsch beschrieben bzw. angestrebt. Ich würde behaupten, dass du deine Freiheit nicht nur durch Dividenden erreichen kannst. Sollte das der Fall sein, müsstest du ein sehr hohes Humankapital aufweisen, um dein Portfolio schnell wachsen zu lassen.

    king regards,
    Christian

    1. Hi Christian,

      die genauen Zahlen seit 2014 kannst du in der Depotübersicht nachlesen. Aktuell ziele ich auf knapp 2.000,- EUR in 2017 ab. Mein Ziel war es bis jetzt, diesen Betrag jedes Jahr um 500,- EUR zu erhöhen. In Zukunft hoffe ich, dass sich dieses Wachstum durch den Zinseszins beschleunigt. Allein durch Dividenden bräuchte ich ca. 20 Jahre, um mein Ziel zu erreich, die finanzielle Unabhängigkeit.

      Aber ehrlich gesagt möchte ich keine 20 Jahre warten 🙂 … ich bin 43 und mein großes übergeordnetes Ziel ist es, mit 50 Jahren keinen 9-to-5 Job mehr machen zu müssen. Deswegen habe ich mit dem Optionshandel begonnen, da man hier, leider nicht passiv, doch einen höheren Cashflow erzielen kann. Ich erwarte aktuell, dass ich damit mein Ziel der finanziellen Unabhängigkeit in der Tat mit 50 Jahren oder noch eher erreichen kann.

      Vielleicht meinst du ja genau das damit, wenn du sagst, dass finanzielle Freiheit und finanzielle Unabhängigkeit für dich 2 verschiedene Stufen sind?

      Für mich ist die finanzielle Unabhängigkeit dann gegeben, wenn ich jederzeit aufhören kann zu arbeiten und meine Fixkosten gedeckt habe durch passive Einkommensströme. Oder zumindest semi-passive, wie durch den Optionshandel. Die finanzielle Freiheit dagegen ist eine Stufe darüber, wenn ich dann zusätzlich noch einfach das machen kann, was ich will. Morgen in den Flieger nach New York? Kredite zücken und los. Meine passiven Einkommensströme werden es schon richten.

      Meinst du das so, dann stimme ich zu. Ansonsten wäre es toll, wenn du deine Meinung etwas mehr ausbreitest. Das wäre toll, denn ich finde das Thema ist super spannend!

      CU Ingo.

  4. Hallo Ingo,

    lesenswerter Artikel.

    „Deswegen hier nur soviel, ich sehe die Selbstständigkeit als eine, vielleicht sogar die schnellste, effektivste, aber auch risikoreichste Möglichkeit, ein selbstbestimmten Leben zu führen.“

    So riskant, wie sich das die Meisten vorstellen, ist es gar nicht. Vermutlich hat das Gros schlicht Angst vor dem Scheitern oder einfach keine Idee oder im Vorfeld keinen Antrieb. Ausnahme wäre, falls die Gründung viel Kapital benötigt. Falls nicht, ist das Risiko beschränkt. Ich könnte jederzeit wieder zurück in das Angestelltendasein wechseln und bin damit sicher keine Ausnahme. Selbständig gewesen zu sein, ist kein Makel – ganz im Gegenteil.

    Vfielleicht überlegst du es dir ja noch ;),

    Torsten

    1. Hi Torsten,

      schön das du vorbeischaust.

      Wahrscheinlich hast du Recht und mein Sicherheitsbedürfnis diktiert hier mein Denken. Ein limitierender Glaubenssatz. Ich arbeite dran 🙂 !

      Aber die Erkenntnis ist der erste Schritt, oder? Und der zweite Schritt war, den Gewerbeschein zu beantragen. Nebenberuflich gründen ist der Plan und mal schauen, wo ich damit lande.

      Und ich stimme zu, Selbstständig gewesen zu sein und ggf. wieder zurück in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln, ist sicher kein Makel. Im deutschsprachigen Raum wird das zwar von vielen so gesehen … und allgemein ist ja Scheitern nicht erlaubt 🙁 …aber nicht von mir. Erfolgreich werden die sein, die einmal mehr aufstehen, als sie hinfallen.

      In diesem Sinne. Viel Glück allen, dies versuchen!

      CU Ingo.

  5. hallo ingo,
    super artikel. ich selbst war knapp 10jahre selbstständig. es stimmt, am anfang muss man sich wirklich trauen. und du wirst überrascht sein wie schnell du ein gewerbe hast. ein behördengang……und abends sitzt du da und hälst einen zettel in der hand wo gewerbeschein draufsteht. echt cool, und gefühlsmäßig so wie wenn z.b. das neue auto endlich in deiner garage steht….endlich meins, etwas unwirklich aber real.GEIL!!! oh, sorry…

    aber vorher plane bitte deine selbstständigkeit wie deinen passiven dividendenstrom. bis ins kleinste detail, jedenfalls soweit irgend möglich. wie z.b. alex von rente mitdividende, oder deine mission.
    mir hat das echt geholfen, vor allem ab dem zeitpunkt an dem ich die rosarote selbstständigkeitsbrille abgenommen habe und mich real mit meiner idee auseinander gesetzt habe. dann konnte ich auch meinen businessplan realistisch erstellen.

    ja stimmt auch, nur wer einmal öfter aufsteht als hinfällt kommt weiter. da ich in einem technischen beruf arbeite, ähnlich meiner selbstständigkeit, hat sie mir geholfen. finanziell na ja geht, aber meine erfahrung kann mir keiner mehr nehmen. arbeite „selbstständig“ in meinem bereich.

    und jetzt kommt ein teil des von dir angesprochenen „passiven einkommen“ und einer „gewissen freiheit“. durch meine obigen leistungen habe ich jetzt als wieder festangestellter techniker, einfach die freiheit mir in gewissen grenzen urlaub zu nehmen oder überstunden abzubauen wann ICH will und nicht wann der chef meint. ich mach pause wann ICH will, ich mach meine termine wann ICH zeit habe.

    somit tendiere ich zu deinem angestellten B, der seine arbeit in 6h schafft aber evtl. nur ein bischen mehr lohn bekommt als A. die leistung von B wird honoriert in ich glaube softskills heißt das neudeutsch. stell dir vor es ist dein angesprochener montag. zu allem regnet es noch grrrrrrrr. aber kurz nach mittag kommt die sonne raus, 25°C, BIERGARTENWETTER……….anruf beim chef: du chef, arbeit ist erledigt, habe überstunden zum abbauen. chef antwortet: kein problem.
    so, und jetzt dein angestellter A. chef, kann ich…..chef: nein. VORTEIL INGO !!!!!!!!!!

    also ingo, kopf hoch bauch rein brust raus. manchmal macht man sich selbst verrückter als die situation ist. manchmal sieht man den schönen wald vor lauter bäumen nicht.

    viele grüße

    Dieter

    1. Hi Dieter,

      danke für die motivierenden, aber auch warnenden Worte.

      Ich gehe die Selbstständig ganz locker an, ich habe ja meinen Job als Backup. Ich bin auch nicht sicher, ob ich aktuell überhaupt eine 100% Selbstständigkeit anstrebe oder nur einen Teil und der Rest einfach ein Angestelltenjob bleibt. Das hätte auch den Vorteil, dass ich keine Kosten für Krankenversicherung etc. hätte.

      Ich probiere mich einfach mal aus und schaue, was sich gut anfühlt.

      Und toll, dass es bei dir mit dem Job so gut klappt, dass du frei bestimmen kannst. Ich kann dies im jetzigen Job auch bereits zu guten Teilen, z.b. Anfangs- und Endzeiten bin ich sehr flexibel oder mal nen Tag Work@Home etc. … aber halt mal einfach 2-3 Monate nach Südostasien abhauen geht nicht. Und der Teil fehlt mir noch zum Glücklich sein 🙂 …

      CU Ingo.

  6. Hallo Ingo,

    mit großem Interesse und Freude lese ich Ihren Blog und verfolge das hiesige Geschehen. Ich hoffe sehr, Sie machen noch Jahre so weiter. Die Finanzindustrie ist ein großes Monster, dass uns Privatanleger nur zu gerne lockt, um uns dann aufzufressen.

    Und nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Ich habe eine Frage zur Dividendenstrategie und hoffe, Sie können mir helfen.
    Wenn ich bspw. eine Dividendenaktie mit einer jährlichen Dividendensteigerungsrate (aus den vergangenen 10 Jahren) von 8 Prozent habe, so hat sich meine Dividende seit dem Kaufkurs von vor 10 Jahren entsprechend erhöht.
    Wie ist das bei (Dividenden-)ETFs, funktioniert dort dieses Prinzip genauso oder verfällt es, da der ETF nie an den Dividendensteigerungen der im ETF enthaltenen Unternehmen, durch den Austausch der Unternehmen, partizipieren kann?
    Das ist mir nicht ganz klar.

    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wilhelm

    1. Hi Wilhelm,

      danke fürs Vorbeischauen und Kommentieren. Ist es okay, wenn wir das Du nutzen? Danke 🙂 !

      Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Im Prinzip funktioniert es dort genauso, ja. Aber wie von dir richtig angemerkt, durch den ständigen Tausch von Aktien im ETF, kommt es dort auch zu ständigen Verschiebungen der Auszahlungen. So kann diese von Quartal zu Quartal abweichen, als auch insgesamt aufs Jahr gesehen, wenn z.b. aus bestimmten Gründen ein paar Aktien mit hoher Dividendenrendite rausfliegen. Aber auch der umgekehrte Fall kann eintreten.

      In einem ETF ist ständig Bewegung, deswegen wirst du dort die Steigerungen nicht so klar nachvollziehen können, wie bei Einzelaktien. Stell dir Einzelaktien wie eine ansteigende Linie im Diagramm vor und ein ETF wird eher eine Wellenlinie sein, die aber auf lange Sicht auch ansteigend ist. Vorausgesetzt der ETF (also vielmehr die Einzeltitel die darin enthalten sind) taugt etwas.

      Ich habe selbst 2 ETF im Depot. Am Jahresende werde ich dort auch den Vergleich machen, wie die Dividende gestiegen ist. Im Januar kann ich dir also für diese 2 ETF genau sagen, was in 2015, 2016 und 2017 für Steigerungen drin waren. Vielleicht bringt uns das ja neue Erkenntnisse.

      Schau öfters mal rein. Ich freu mich.

      CU Ingo.

      1. Hallo Ingo,

        vielen Dank für die gute Erklärung!
        Zu Deiner Aussage „Im Januar kann ich dir also für diese 2 ETF genau sagen, was in 2015, 2016 und 2017 für Steigerungen drin waren. Vielleicht bringt uns das ja neue Erkenntnisse.“ Das würde mich sehr interessieren.
        Weiterhin gutes Gelingen.

        Freundliche Grüße
        Wilhelm

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