Januar 2019: Kauf von AbbVie Inc. (ABBV)

Januar 2019: Kauf von AbbVie Inc. (ABBV)

Dies ist kein Beitrag aus der Artikelserie Im Rückspiegel, sondern es handelt sich um einen aktuellen Kauf vom letzten Mittwoch (16.01.2019). Mein Kauf von AbbVie Inc. (ABBV) umfasste 14 Stück zum Preis von 75,74 EUR, in Summe 1.060,40 EUR. ABBV ist eine neue Position im Dividendenaktiendepot.

Mein Kauf von AbbVie Inc. (ABBV)

ABBV steht schon länger auf meiner Watchlist und wurde auch hier auf dem Blog bereits im August letzten Jahres im Watchlist-Artikel kurz vorgestellt.

Es handelt sich um ein biopharmazeutisches Unternehmen, was intensiv in der Forschung und Vermarktung von neuen Medikamenten für bisher nicht oder nur schlecht zu heilende Krankheiten involviert ist.

Der Blockbuster unter den von ABBV angebotenen Medikamenten nennt sich Humira und sorgte für einen steten Umsatz- und Gewinnanstieg in den letzten Jahren.

Da die Patente am Auslaufen sind, wird es in naher Zukunft in den verschiedensten Märkten Nachahmer-Medikamente geben und ABBV unter Zugzwang bringen, was den Preis und Absatz von Humira angeht. Viele sehen dies als Hauptgrund, für den unter Druck geratenen Kurs.

Dieses Risiko ist auch in der Tat nicht zu leugnen, jedoch besteht der Patentschutz im nordamerikanischen Markt noch eine Weile länger, als zum Beispiel in Europa, und außerdem hat ABBV natürlich noch andere Medikamente in der Pipeline. Sei es jetzt bereits in der Produktion und dem Verkauf oder, was wichtiger für die zukünftige Entwicklung ist, in der Forschung und Erprobung (sogenannte Trails).

Die letzten Kursrückgänge könnten auch eine Reaktion auf die Nachricht sein, dass eines der vielversprechenderen Medikamente in der Erprobung bisher nicht die gewünschte Erfolgsquote im Vergleich zum Placebo zeigte.

Ich bin jedoch der Meinung, dass mit dem massiven positiven Cash Flow so einige neue Entwicklungen vorangetrieben werden können. Zusätzlich ist auch ein Kauf von interessanten kleineren Unternehmen jederzeit möglich, um die Pipeline an neuen Medikamenten auszubauen. Das Management hat hier mein vollsten Vertrauen.

Insgesamt sehe ich die Entwicklung positiv und in der Zwischenzeit wird mir das Warten mit einer ordentlichen und steigenden Dividende versüßt.

ABBV ging übrigens erst 2013 aus einer Abspaltung aus Abbott Laboratories (ABT) hervor.

Das aktuelle FAST Graphs Chart schaut so aus:

Fastgraphs Chart ABBV - 16.01.2019 - Kauf von Abbvie

Man sieht sehr schön, dass der Kurs in den Bereich der Unterbewertung zurückgekehrt ist. 2-3 Monate früher gab es ABBV auch schon mal noch günstiger, aber Market Timing ist halt nicht mein Ding. Kaufen am absoluten Tiefpunkt ist eher Glückssache.

Solange man günstig kauft, kauft man gut und stellt die Weichen für einen möglichst positiven Ausgang in der Zukunft. Das ist was zählt.

Am 16.01.2019 kaufte ich 14 Stück ABBV zum Preis von je 75,743 EUR!

Die gekauften 14 Stück sind eine sogenannte Starterposition und sollte der Kurs weiter sinken, erwäge ich eine Aufstockung zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Gesamtinvestition betrug inkl. Gebühren 1.070,30 EUR.

Kauf von Abbvie - Januar 2019

Dies ist eine neue Position für mein Dividendenaktiendepot. Die Anzahl an Positionen erhöht sich damit auf 39.

Die zu erwartende Dividende beläuft sich aktuell auf 0,96 USD pro Aktie/Quartal. Das sind für die nächsten 12 Monate gesamt 53,76 USD oder ca. 47,58 EUR bei einem EUR -> USD Kurs von 1,13.

Sehr schön und gar nicht so wenig, oder?

Die Dividendenrendite (Yield) lag zum Zeitpunkt des Kauf bei ca. 5,0%.

ABBV steigerte die Dividende erst kürzlich erneut um 11,5% und wird mit der Auszahlung im Februar eine um 0,11 USD/Quartal (0,96 USD auf 1,07 USD) erhöhte Ausschüttung leisten.

Da es bereits im Mai letzten Jahres eine Erhöhung um 0,25 USD/Quartal (0,71 USD auf 0,96 USD) gab, summiert sich die Steigerung der Dividenden auf Jahressicht auf satte 50,7%. Wooow!

Wenn das nicht zeigt, welches Vertrauen das Management in das eigene Unternehmen hat, dann weiß ich auch nicht. Da bin ich gern dabei.

Dabei bleibt die Payout Ratio (Ausschüttungsquote) in einem angenehmen Rahmen rund um die 50% Marke. In 2017 betrug diese 47%.

Ich finde Ausschüttungsquoten zwischen 40-60% perfekt. Unter 40% bedeutet zumeist die Dividende an sich ist zu niedrig, aber über 60% limitiert es in Abhängigkeit vom Businessmodell eventuell die Wachstumsmöglichkeiten.

Damit kommen wir lt. Fastgraphs auf eine Dividend Growth Rate (Dividendenwachstum) von durchschnittlich 70,6% in den letzten 5 Jahren. Und da ist die letzte Steigerung noch gar nicht eingerechnet.

Aber Moment, irgendwie stimmen die Zahlen nicht, oder? Rechnen wir nach.

In 2013 wurden noch 0,40 USD/Aktie pro Quartal gezahlt und jetzt in 2019 schon 1,07 USD. Dies ist eine Steigerung um wahnsinnig tolle 167,5%. Per Rechnung vom Milchmädchen verteilt auf 6 Jahre macht das 27,9%.

Keine 70,6%, aber wer wird bei 27,9% schon enttäuscht sein. Niemand, denn das ist einfach nur grandios! 

Fastgraphs CAGR ABBV - 16.01.2019 - Kauf von Abbvie

Grundsätzlich ist das Ziel, dass die Unternehmen in meinem Depot die Dividende im Jahr um 7% oder Minimum auf Höhe der aktuellen Inflation steigern. Bei 7% würde sich die Dividende alle 10 Jahre verdoppeln. Und zwar ohne mein weiteres zutun!

ABBV zerschmettert sprichwörtlich diese 7% und bei 27,9% verdoppelt sich die Dividende bereits in knapp 3 Jahren. Ich glaube nicht, dass sich diese Serie sehr lange fortsetzen wird, aber warum nicht wenigstens noch die nächsten 3 Jahre?

Die Dividende ist vom Free Cash Flow (FCF bzw. frei verfügbare Barmittel) mehr als gedeckt und damit sicher.

Fastgraphs FCF ABBV - 16.01.2019 - Kauf von Abbvie

Aktuell liegt das P/E Ratio (KGV bzw. Kurs-Gewinn-Verhältnis) bei 11,2. Der Mittelwert der letzten 5 Jahre beträgt aber 15,2. Sollte ABBV vom Preis her zum Mittelwert zurückkehren, dann erwartet uns eine jährliche Rendite (Kapitalgewinn + Dividende) von 31,6% bis 2020.

Fastgraphs Estimates ABBV - 16.01.2019 - Kauf von Abbvie

Ich finde das sind tolle Aussichten. Also schauen wir mal, ich bin optimistisch und positiv gestimmt!

Und sollte kurz- oder mittelfristig der Kurs weiter nachgeben, ich könnte mir einen weiteren Zukauf um die 80,- USD Marke gut vorstellen. Dies wären ca. 70,80 EUR bei einem EUR -> USD Kurs von 1,13.

Welche Zukäufe stehen bei euch so an in 2019?

Gab es bei euch diesen Monat oder gerade diese Woche Zukäufe zu verzeichnen oder stehen vielleicht andere heiße Kandidaten auf eurer Watchlist für einen Kauf ganz oben?

Ich würde sehr gern in den Kommentaren dazu etwas lesen!

Tipp: Du möchtest alle Käufe möglichst live erfahren und noch bevor der Artikel auf dem Blog erscheint? Dann folge mir auf Twitter! Dort tweete ich alle Käufe & Verkäufe noch am selben Tag.


Danke fürs Lesen und wenn dir der Artikel gefallen hat, hinterlasse mir doch bitte einen Kommentar und teile den Artikel mit deinen Freunden auf Facebook oder in deinem Lieblingsforum. Es würde mir sehr viel bedeuten. Vielen lieben Dank!


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32 Comments
  1. Hi Ingo,

    Gute Wahl. Ich habe 3 kleinere Nachkaeufe im September, November und Januar bei ABBV gemacht. Ist mittlerweile eine meiner groessten Positionen in meinem Dividendendepot.

    Ist dein Twitter Account geloescht? Kann ihn nicht aufrufen.

    LG

    Bernd

    1. Hi Bernd!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Zu groß lasse ich ABBV bei mir nicht werden. Hab mit JNJ und GILD ja schon zwei und würde den Sektor Health Care lieber so auf 5 Unternehmen verteilen.

      Hast du die URL zu meinem Twitter-Account abgespeichert? Dann aktualisiere die mal mit der hier: https://twitter.com/MissionCashflow

      Ansonsten findest du den Link auch jeweils ganz oben und ganz unten auf jeder Seite bei den Social Media Icons.

      CU Ingo.

  2. Hallo Ingo, eine tolle Wahl! Gut gemacht, der Kurs kann mal hin und her schwangen aber ABBV ist ein tolles Unternehmen.

    1. Hi Petro!

      Danke für deinen Kommentar.

      Ich denke auch, dass ABBV ein tolles Unternehmen ist und dazu gibt es eine wirklich schöne Dividenden 🙂 … die Dividendensteigerungen letztes Jahr waren ja grandios!

      CU Ingo.

  3. Hallo Ingo,
    sehr gute Kaufidee. Diese hatte ich im Januar auch. Ich habe für 2€ höher gekauft, naja. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass es eine gute Investitionsidee ist. Wie triffst du deine Kaufentscheidungen bzgl. deiner Watchlist? AbbVie ist im August in deine Watchlist gekommen. Das liegt jetzt schon eine Weile zurück. Ich habe mir vorgenommen jeden Monat einen Titel vor dem ex-div-Datum zu kaufen, so gehe ich das ganze für mich systematisch an.

    Viele Grüße

    1. Hi Thorbjorn!

      Danke für deinen Kommentar.

      Ob 2,- EUR mehr oder 2,- EUR weniger, ist wirklich egal, wenn man vor hat langfristig investiert zu bleiben.

      Das Ex-Dividende-Datum spielt für mich nur ganz untergeordnet eine Rolle. In letzter Zeit kaufe ich auch lieber kurz danach, um etwas günstiger an die Aktie zu kommen. Ich verstehe aber, wenn man diesen Drang hat, die anstehende Dividenden noch mitnehmen zu wollen 😉 …

      Was die Auswahl angeht, die Unternehmen auf der Watchlist sind ja nicht alle immer zur gleichen Zeit günstig. Wenn ich also schaue, was aktuell kaufenswert wäre, dann gibt es meist 5-10 Kandidaten von der Watchlist.

      Diese prüfe ich dann gegen verschiedene Punkte, z.b. Bestandsposition kommt vor Neuposition, fehlt mir noch ein Wert in dem Sektor (Stichwort Diversifizierung), wird meine Wunschdividendenrendite erreicht und so weiter.

      Am Ende bleiben meist nur 1-3 Werte über. Wenn ich dann immer noch nicht entscheiden kann, dann schaue ich noch nach, in welchem Monat die Dividenden gezahlt wird und gleiche das mit meinem Dividendenkalender ab. Dann kaufe ich meist den Wert, wo mir noch etwas fehlt, um den Dividendenstrom möglichst gleichmäßig über die Monate zu verteilen.

      Aber dieser letzte Punkt kommt selten zum Tragen und ist mehr just for fun!

      CU Ingo.

  4. Hallo Ingo,
    die AbbVie habe ich auch gerade auf der Liste und bereits eine Limitorder im Markt. Ich werde diesen Wert als Baustein aufbauen um den Pharmasektor abzudecken.
    Ich lese Deine Seite seit Monaten und finde es als sehr guten Ideengeber – mach weiter so.
    Viele Grüße

    1. Hi Torsten!

      Danke für deinen Kommentar und dein positives Feedback. Tut gut 🙂 !

      Drück dir die Daumen, dass du deine ABBV-Anteile zum Wunschpreis bekommst. Limit Orders nutze ich auch von Zeit zu Zeit, um in heißen Phasen etwas die Emotionen rauszunehmen 😉 …

      CU Ingo.

  5. Was soll ich sagen: wieder eine Gemeinsamkeit:) Hab mir ABBV im Dezember ins Depot gelegt. Wie dieses Unternehmen seine Dividende steigert ist einmalig. Das hast du sehr gut zusammengefasst. Glückwunsch zu diesem Kauf.
    VG
    Alex

    1. Hi Alex!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Im Englischen sagt man „Great minds think alike“, richtig?

      Drücken wir die Daumen, dass ABBV mit dem vielen Cash was Vernünftiges für die Zukunft auf die Beine stellt, damit es mit den Dividenden so weiter geht.

      CU Ingo.

  6. Hey Ingo

    also um hier auch mal eine gegensätzliche Meinung rein zu bringen, mir ist die Abhängigkeit von Humira deutlich zu groß für ein langfristiges Investment. Ich fühle mich da bei einer sehr gut diversifizierten Johnson&Johnson deutlich wohler. Aber du hattest ja auch geschrieben dass es nur eine kleine Position werden soll in deinem Depot.

    1. Hi Claudio!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Es ist immer gut, wenn es Gegenpositionen bei so etwas gibt. Nur so wird das eigene Handeln auf die Probe gestellt. Sehr gut!

      JNJ ist mit 4k EUR investierten Volumen eine meiner Ankerpositionen im Depot. Zielgröße 5k.

      ABBV mit 1k eine Starterposition, die ich maximal auf 2k aufstocken würde, solange diese Abhängigkeit von einem Blockbuster-Medikament besteht. Wenn sich das ändert, muss ich das Unternehmen neu bewerten.

      Dazu habe ich noch GILD im Depot (gleiche Story irgendwie) und plane noch den Zukauf eines vierten Unternehmens aus dem Sektor.

      Also alles okay 🙂 …

      CU Ingo.

      1. Hallo Ingo,

        ich habe die AbbVie am 09.01. zu 76,39€ auch in mein Depot aufgenommen (Startposition), bei GILD und JNJ habe ich auch in etwa die gleiche Positionsgröße, kann Dich gut verstehen mit dem Aufsplitten des Risikos auf mehrere Unternehmen, besonders in diesem Bereich. Ich habe zusätzlich noch PFE, AMGN und CVS in meinem Dividenden Portfolio. Besonders Amgen hat in der Vergangenheit mit hoher Dynamik die Dividenden erhöht, das gefällt mir sehr gut!

        Wie gefällt Dir Broadcom (AVGO)? Die haben z.Zt. ca. 4% Dividendenrendite und eine Dynamik der Dividendenerhöhung von durchschnittlich >50% über die letzten 8 Jahre! Falls díe Steigerung so fortgeführt werden kann, werden die AT&T, Altria und andere bald überholt haben.

        Großes Lob für Deine Arbeit, werde demnächst öfter vorbei schauen.

        Schöne Grüße aus Frankfurt

        Mike

      2. Hi Mike!

        Danke für deinen Kommentar.

        Diversifizierung ist in meinen Augen wichtig und lässt zumindest mich persönlich Nachts sehr gut schlafen.

        AVGO gefällt mir sehr gut, deswegen hatte ich mir ja im Dezember eine erste Starterposition ins Depot gelegt. Ich beobachte den Wert und werde später noch ggf. aufstocken.

        CU Ingo.

  7. Hallo Ingo.

    Gerade auf Grund der hohen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erscheint mir AbbVie auch als attraktiv.
    Bisher ist mein Gesundheitssektor mit einer Tranche J&J und einer kleinen Position Fresenius (läuft zurzeit im Sparplan) auch eher dünn aufgestellt.
    Werde mir AbbVie noch einmal genauer ansehen. Wie sind die durschnittlichen Wachstumsraten von Gewinn und Umsatz der letzten 5 Jahre?

    Da ich gestern IBM letztendlich verkauft habe, habe ich nun auch wieder etwas Liquidität. Ansonsten stehen weit oben auf meiner Watchlist:
    – Microsoft
    – Nvidia
    – Visa
    – Sixt (Vorzüge!)
    – MünchenerRück

    Da ich den Freibetrag jedoch noch 2-3 Jahre nicht ausschöpfe, sind mir höhere Div.-Renditen im Allgemeinen erst einmal lieber, da sie direkt den Cashflow erhöhen.

    Was denkst du von den oben genannten im Vergleich zu AbbVie?

    1. Hi Danny!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Bzgl. ABBV Performance als Anhaltspunkt -> https://seekingalpha.com/symbol/ABBV/growth

      IBM verkauft? Aus welchem Grund?

      MSFT, NVDA & V sind top, aber eindeutig zu teuer.

      Sixt würde ich persönlich nicht kaufen, weil da seitens der GF klar kommuniziert wurde, dass die Dividende keinen Fokus hat und sofort weg ist, wenn das Geld benötigt wird. Für mich ein No Go.

      Münchener Rück ist interessant, aber da die nicht in Fastgraphs sind, fällt es mir auf die Schnelle schwer, eine Einschätzung abzugeben. Zusammen mit der Hannover Rück top Unternehmen, Versicherungen können wir Deutschen.

      Mit ABBV würde ich alle diese Unternehmen nicht vergleichen, komplette andere Sektoren.

      CU Ingo.

      1. Hallo Ingo,

        vielen Dank für deine Rückantwort und den Link. Die Wachstumszahlen von AbbVie sehen erst einmal relativ solide aus. Ich werde die Kennzahlen gleich mal in mein Bewertungs-Template eintragen. Bilder lassen sich im Kommentar nicht anhängen, oder?

        Den Verkauf von IBM hatte ich kürzlich in einem Kommentar schon mal angedeutet. Ehrlich gesagt hatte ich relativ zeitig in IBM investiert, als ich noch in der Strategiefindungsphase war. Je mehr ich mich mit dem Unternehmen beschäftigt habe, desto unsicherer wurde ich hinsichtlich der Unternehmensstrategie. So richtig fehlt mir hier die Perspektive für die Zukunft. Und als die Börse Anfang der Wochen einen geringeren Umsatzrückgang als erwartet gefeiert hat, als hätte IBM eine mega Gewinnsteigerung verkündet, da habe ich die (meiner Meinung nach) Übertreibung genutzt und habe meine 8 Anteile veräußert.

        Ja, Microsoft, Nvidia und VISA sind tatsächlich relativ teuer. Alle drei Unternehmen wachsen jedoch auch stark und sollten innerhalb weniger Jahr ein ihre Bewertung hineinwachsen. Zudem gibt es seitens Microsoft immer mehr positive News, was die Azure Cloud und prominente Nutzer / Kunden betrifft.

        Sixt finde ich wie gesagt sehr spannend und fundamental deutlich stärker aufgestellt als beispielsweise Hertz. Außerdem ist Sixt mehr IT-Unternehmen und Mobilitätsdienstleister, als Autovermieter. 🙂 Hinsichtlich einer evtl. Dividendenkürzung… Wenn der Erich Sixt meint, dass er den potentiellen Dividenden-Cashflow im Unternehmen sinnvoller und renditefördernder verwenden kann, als wenn er ihn ausschütten würde, dann spricht erst einmal nichts gegen eine temporäre Kürzung aus meiner Sicht. Man muss halt sehen, dass Sixt ein relativ kleines Unternehmen ist, welches dennoch eine fast 100-jährige Geschichte hat. Innovativ ist Sixt ohne Frage. Dennoch wäre es eher eine Depot-Ergänzung, als ein signifikantes Standbein. Aber laut Peter Lynch können solche Firmen ihre Umsätze, Gewinne und damit ihren Firmenwert eher verdoppeln, teilweise gar verzehnfachen, als beispielsweise eine Johnson & Johnson.

        Viele Grüße,
        Danny.

      2. So, nachdem ich mir die Zahlen von AbbVie noch einmal genauer angesehen habe, fällt mir vorallem die wahnsinnig geringe Eigenkapitalquote von lediglich 7,22 % (Durchschnitt der letzten 3 Jahre) auf. Wie stehst du dazu?

        Ansonsten erreicht AbbVie in meinem Bewertungs-Template hinsichtlich der Qualitätsparameter 9 / 21 Punkten. Dafür gibt es für die Bewertung aktuell 3 / 3 Punkte, d.h. current KGV < Durchschnitts-KGV, Durchschnitts-DivR < current DivR und PEG-Ratio < 1.

        Da werde ich wohl noch einmal eine Nacht drüber schlafen. Bzw. ein Preis um die 74 € wäre doch nett…

      3. Hi Danny!

        Na nach den Earnings gestern kann man ABBV ja für ca. 70,- EUR bzw. 80,- USD und einer Einstiegsdividendenrendite von 5,4% einsammeln 😉 … nein das ist keine Kaufaufforderung 😀 !

        CU Ingo.

      4. Ja, die Zahlen gestern haben die Erwartungen wohl nicht vollends erfüllt. Tatsächlich sind daher 14 Stk. zu 73,26 € in mein Depot gewandert. Als ich sah, dass der Kurs von 77 € auf 74 € runter ist, habe ich die Order getätigt und bin bei 73,26 € zum Zuge gekommen. Rückblickend wohl etwas voreilig. Aber dennoch eine Bruttodividendenrendite von etwas über 5 % bzw. 4,25 % netto. Und den optimalen Zeitpunkt trifft man ohnehin selten.

        Viele Grüße und erholsames WE,
        Danny.

  8. Hi Ingo,
    ABBV habe ich auch in der watchlist, aktuell bin ich durch TEVA schon gut im Pharmabereich vertreten.

    Aktuell streiten sich NTNX (Tech, cloud), Rio Tonto (Rohstoffe), MO/PM (Tabak) und wg. Des brexit ggf eine Fußfassung im Pfund und ein paar britischen Werten (noch nicht festgelegt) um den nächsten Platz im Depot.

    Da ich nur per Put Optionen kaufe, heißt es einfach warten :-).

    Danke für deine Analyse und eine schöne Restwoche
    UStaxpayer

    1. Hi UStaxpayer!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      TEVA hatte ich ein paar Optionen gehandelt, die kamen ja in den letzten Monaten auch ganz schön in Bedrängnis, oder? Hoffe du hast einen guten Einstieg erwischt.

      Britische Werte sind auf jeden Fall einen zweiten Blick wert. Da könnte es vielleicht bald ein paar Schnäppchen geben.

      Last but not least Rohstoffe, ich hätte gern so etwas mit im Depot, aber die sind mir zu zyklisch. Ist ja noch schlimmer als die Autobauer 🙂 … und Rio Tinto ist wohl schon noch der beste Wert. Ich fühl mich aktuell noch nicht bereit dafür.

      CU Ingo.

  9. Hallo zusammen!
    Die Dividendenentwicklung bei Abbvie gefällt mir auch; allerdings sehe ich den Wert mit gemischten Gefühlen.
    Hat man hier nicht immer das Risiko von Wohl und Wehe einzelner Blockbuster-Produkte ? Sehr sehr viel scheint auf Humira ausgerichtet zu sein und hier erwartet man einen Umsatzrückgang von 30% (international). Es gibt europaweit bereits etwa zwei Dutzend Konkurrenzprodukte. In den USA läuft das Patent zwar noch bis 2022, aber das näherrückende Ende könnte den Abbvie-Kurs zur „Lame Duck“ werden lassen. Gerade eben wurden die Q4-Ziele in Umsatz und Ertrag verfehlt.

    Aber vielleicht täusche ich mich – mein Depot wurde mit Fresenius auch schon deutlich abgestraft ;-))
    Persönlich habe ich im Januar Thor Industries und McCormick aufgestockt.

    1. Hi Gerry!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Ich finde ABBV hat eine vielversprechende Pipeline in der Entwicklung. Ob einem diese Abhängigkeit zusagt oder nicht, muss natürlich jeder selbst entscheiden.

      Eine JNJ z.b. bringt da mehr Ruhe ins Depot. Das Risiko ist geringer, aber Wahrscheinlich auch das Potential für Ausreisser nach oben. ABBV ergänzt so eine JNJ Position in meinen Augen hervorragend.

      Die Mischung im Depot macht’s, oder?

      Glückwunsch zu den Käufen. Die sehen beide sehr solide aus. THOR könnte bei einer nahen Rezession zwar ordentlich leiden, aber irgendwas ist ja immer 🙂 …

      CU Ingo.

  10. Hey Ingo

    sorry aber ich muss nochmals kritisch nachfragen, nachdem ich mir die Abbvie jetzt auch mal etwas genauer angesehen habe. Ich wundere mich etwas dass die Abhängigkeit von Humira so easy gesehen wird. Nachdem bereits der Patent Verlust in Europa so einen Kurs Rückgang verursacht, mag ich mir gar nicht vorstellen wie das dann in 2023in den USA sein wird bzw. wird das ja schon lange vorher eingepreist werden. Klar wird es auch danach weiterhin Umsätze mit Humira geben, aber die Marge wird einbrechen. Ich frage mich daher , woher du den Optimismus nimmst? Die Pipeline soll ganz gut sein was man so liest, jedoch kann ich das nicht beurteilen, da gibt es ja bekanntlich auch schnell einmal Rückschläge. Aktuell und die nächsten 2-3 Jahre mit KGV 9 und Div. über 5% schauts gut aus, aber langfristig habe ich da doch erhebliche Bedenken, du nicht?

    1. Hi Claudio!

      Die Sache ist doch im Prinzip ganz einfach. Nach Prüfung fühlst du dich nicht gut bzw. würdest dich nicht gut fühlen mit einem Investment in ABBV. Das ist vollkommen in Ordnung. Dann pack dieses Unternehmen zur Seite und schau dir andere Möglichkeiten an.

      Der Markt ist ja zum Glück riesig. Wäre schlimm, wenn alle das Gleiche kaufen würden 😉 …

      ABBV hat in der Tat diese Abhängigkeit von einem Blockbuster und den zukünftigen Entwicklungen. Geht es gut, wird die Dividende nicht nur weiter auf diesem hohen Niveau gezahlt, sondern auch weiterhin extreme Steigerungen erfahren. Wenn nicht, dann wird man sehen, wo die Reise hingeht.

      Sie haben nun mehrere Jahre Zeit, das auf die Reihe zu bekommen und ich vertraue einfach darauf, dass das Management mit dem riesigen Cash Flow etwas Vernünftiges anstellt. Und beim Warten darauf kassiere ich eine sehr gute Dividende.

      Woher ich den Optimismus nehme? Frag mal meine Lebensgefährtin, die nervt das auch, dass ich ständig alles positiv sehe 😀 … wenn du das Gesetz der Anziehung kennst (Law of attraction), dann weißt du, warum ich nicht anders kann. Denke positiv!

      Außerdem habe ich ja nicht nur ABBV im Depot. Selbst wenn die komplett den Bach runtergehen sollten, was sie nicht machen werden, was dann? Würde sich etwas groß ändern?

      Nein, nichts würde sich ändern. Weniger als 1,5% meines Depots würde ein solcher (sehr unwahrscheinlicher) Komplettverlust ausmachen. Also alles easy!

      Vielleicht sollten wir uns in 5 Jahren wieder hier treffen und schauen was aus ABBV geworden ist.

      Zum Schluss eine Erinnerung an Alle, der Blog zeigt einfach, was ich mit meinem Geld mache. In keiner Weise soll dies einfach nachgemacht werden. Ich möchte niemanden von irgendwas überzeugen. Ich lasse einfach meine Resultate und Zahlen für sich sprechen. Deswegen bin ich hier so offen und transparent unterwegs.

      Jeder zieht für sich das raus, was er hier mitnehmen möchte. Früher war abschreiben/abschauen in der Schule verpönt, heute nennt man das Best Practise Sharing und alle finden es toll. Schöne neue Welt 🙂 !

      CU Ingo.

    2. Zumindest der Konzernchef strahlt Zuversicht aus…
      „Konzernchef Richard Gonzalez ist zuversichtlich, andere Wachstumsträger nachschieben zu können. Verschiedene neue Produkte würden es Abbvie ermöglichen, 2019 erneut ein starkes Ergebniswachstum zu erzielen und den Konzern auf langfristiges Wachstum auszurichten. Das Betriebsergebnis ging aber 2018 in die Knie und sank um ein Drittel auf 6,383 Milliarden Dollar. Ursache war wesentlich eine Sonderabschreibung in Höhe von 4,117 Milliarden Dollar auf den Unternehmenswert einer Übernahme aus dem Jahr 2016. Das führte zu einem Verlust von 2,441 Milliarden Dollar im vierten Quartal. Ohne solche einmaligen Sondereffekte weist Abbvie allerdings einen Zuwachs des bereinigten Ergebnisses vor Steuern im vierten Quartal um 7 Prozent auf 3,151 Milliarden Dollar aus“ (Quelle: https://www.rheinpfalz.de/lokal/artikel/ludwigshafen-pharmakonzern-abbvie-zeigt-bremsspuren-beim-wachstum/)

      Kommt gut in die neue Woche,
      Grüße, Danny.

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