Möchtest du deinen zukünftigen Cash Flow ausbauen, musst du von Zeit zu Zeit frisches Kapital in den Markt bringen. Dies kann durch den Ausbau schon vorhandener Werte geschehen, als auch durch die Eröffnung einer neuen Position. Um dir dabei etwas Anregung zu geben, teile ich heute mit euch 5 Ideen für deine Watchlist im August 2026!
Ein kleiner Hinweis vornweg, dies ist wie immer keine Kaufempfehlung.
Was ich aber empfehlen kann, pack dir deine Kandidaten auf eine Watchlist oder in ein Musterdepot. Beobachte diese Aktien für einen gewissen Zeitraum. So bekommst du ein Gefühl für den Kurs und die aktuelle Entwicklung.
Wenn du dann noch von Zeit zu Zeit auf Seiten wie SeekingAlpha.com ein paar aktuelle Artikel zu den Unternehmen auf deiner Watchlist liest, dann bist du den meisten Leuten bereits einige Schritte voraus.
Du versetzt dich damit in eine Position, um direkt bei nächster Gelegenheit entscheiden zu können. Wann immer diese Gelegenheit kommt. Nichts ist ärgerlicher, als dass der Markt nach unten korrigiert, du Geld zur Verfügung hast, aber nicht weißt, wo du dieses am besten investieren kannst.
Preparation meets opportunity!
Sei vorbereitet! Viele, die den Aktienmarkt nur von außen kennen, werden irgendwann zu dir sagen, dass du einfach Glück hattest. Das ist zwar Blödsinn, aber lass sie es ruhig Glück nennen.
Man kann nämlich sprichwörtlich sein Glück erzwingen, wenn man sich vorbereitet hat und dann bereit ist loszulegen, wenn die Gelegenheit kommt. Andere verpassen diese Gelegenheit, du nicht. Denn du hattest Glück bist vorbereitet.
Übrigens ein Prinzip, was natürlich auch außerhalb der Börse in vielen Lebensbereichen genauso gilt: Preparation meets opportunity!
Idee #1: Nike Inc. (NKE)
NIKE, Inc. entwirft, entwickelt, vermarktet und vertreibt gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften Sportschuhe, Bekleidung, Ausrüstung, Accessoires und Dienstleistungen für Männer, Frauen und Kinder in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten, Afrika, Großchina, im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika. Das Unternehmen bietet seine Produkte unter den Marken NIKE, Jordan, Converse, Jumpman, Chuck Taylor, All Star, One Star, Star Chevron und Jack Purcell an. Darüber hinaus bietet es ein Sortiment an Funktionsausrüstung und Zubehör an, darunter Taschen, Socken, Sportbälle, Brillen, Uhren, digitale Geräte, Schläger, Handschuhe, Schutzausrüstung und sonstige Ausrüstung für sportliche Aktivitäten sowie Sportbekleidung; verkauft Produkte an Großhandelskunden und direkt an Verbraucher über den NIKE Direct-Vertrieb; vertreibt und lizenziert Freizeitsneaker, Bekleidung und Accessoires; und vermarktet Bekleidung mit lizenzierten Logos von College- und Profiteams sowie Ligen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Dienstleistungen und Erlebnisse für Verbraucher an, darunter sportorientierte Veranstaltungen und Aktionen; Fitness- und Aktivitäts-Apps; Inhalte zu Sport, Fitness und Wellness; sowie digitale Dienste und Funktionen in Einzelhandelsgeschäften. Es vertreibt seine Produkte an Schuhgeschäfte, Sportgeschäfte, Sportfachgeschäfte, Kaufhäuser, Skate-, Tennis- und Golfgeschäfte sowie andere Großhandelskunden über NIKE-eigene Einzelhandelsgeschäfte, unabhängige Vertriebspartner, Lizenznehmer, Handelsvertreter und digitale Plattformen. Das Unternehmen war früher unter dem Namen Blue Ribbon Sports, Inc. bekannt und änderte seinen Namen im Mai 1971 in NIKE, Inc. NIKE, Inc. wurde 1964 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Beaverton, Oregon.

Kommen wir direkt zu Beginn zum „Chart des Grauens“, vor allem, wenn man sich den Kursverlauf anschaut. Die Nike-Aktie notiert aktuell ca. 78 % unter ihrem Allzeithoch. Ja, ich habe sowohl den Ritt nach oben (zeitweise 200 % im Plus) als auch den Absturz nach unten mit meiner Position mitgemacht. Zwar konnte ich mich im Dividendenaktiendepot noch rechtzeitig mit Gewinn von den Anteilen trennen, aber die 200 Stück im Optionskonto sind noch vorhanden und liegen nun deutlich im Minus.
Aber hier geht es nicht um mich. 😉
Die Frage ist: Ist alles schon eingepreist oder haben wir hier vielleicht sogar einen Pleitekandidaten vor Augen? Letzteres glaube ich zwar nicht unbedingt, aber ob wirklich schon das Tief erreicht wurde, weiß ich auch nicht.
Wenn ich mir die letzten Quartalszahlen so anschaue, dann sind da durchaus ein paar Lichtblicke: Der US-Markt zeigt sich stabil bzw. bereits wieder leicht wachsend, im Großhandel sogar recht stark mit +4 %. Zuletzt konnte Nike im Vorquartalsvergleich sogar um 3 % zulegen, was auf eine zunehmende positive Dynamik hindeutet.
Die Bilanz an sich ist außerdem sehr sauber, wenn man das so sagen darf. Die schwächelnden Umsätze konnten bisher ganz gut abgefedert werden und die Cash-Position inkl. kurzfristig verfügbarer Mittel ist mit ca. 9 Mrd. weiterhin sehr beruhigend. Da half sicherlich auch, dass zuletzt die Dividende nur homöopathisch gesteigert wurde. Das ist in der Situation verständlich und besser so, als eine Kürzung. Zum Thema Dividendenkürzung gleich noch etwas mehr.
Die Probleme von Nike kommen eindeutig aus dem asiatischen Raum, mehrheitlich aus China. Währungsbereinigt brach der Umsatz im letzten Quartal um satte 17 % ein. Lokale Konkurrenten wie Anta oder Li Ning sind eine ernstzunehmende Konkurrenz geworden und auch hippe Marken wie Hoka und On Running machen Nike in China Marktanteile streitig.
Hinzu kommt, dass die Tochtermarke Converse derzeit einen regelrechten Totalcrash erlebt. Ein Minus von 35 % über alle Regionen hinweg ist ein Desaster. Aufs Geschäftsjahr gesehen sind es nun -32 %. Das ist überhaupt nicht gut.
Dass auch die Onlineumsätze weiter einbrachen, ist da fast nur noch eine Randnotiz. Der währungsbereinigte Umsatz von Nike Direct ging um 12 % zurück, aufs Gesamtjahr sind das nun -8 %. Offensichtlich setzt sich der Trend fort, dass Kunden in den stationären Multimarkenhandel zurückkehren.
Hm, dabei erzählt mir doch jeder, alle kaufen nur noch online. Hä! 😀
Besonders das Chinageschäft belastet die Nerven der Investoren und ist wohl auch die Erklärung für die anhaltende Kursschwäche. Aktuell liegt das KGV bei 20, was aber noch deutlich höher liegt, wenn man die erwarteten Gewinne des kommenden Jahres berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund ist trotz des gesunkenen Preises noch lange nicht davon auszugehen, dass die Nike-Aktie nun billig wäre.
Außerdem nähert sich die Ausschüttungsquote der 100-Prozent-Marke, was durchaus dazu führen könnte, dass das Management über eine Dividendenkürzung nachdenkt. Bisher war es noch nicht so weit, und ein Jahr aus der Substanz auszuschütten, ist jetzt auch kein Drama, aber nachhaltig ist es nicht.
Die Aktienrückkäufe wurden ja schon auf ein Minimum reduziert, was im Hinblick auf eine effektive Kapitalallokation des Managements natürlich ein kleines Desaster ist. Gerade jetzt, wo die Nike-Aktie günstig ist, kauft man keine eigenen Aktien mehr zurück; vorher hat man das Geld förmlich verpulvert.
Na ja, mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Aktienrückkäufe nicht automatisch immer gut sind.
Egal, ich beobachte die Situation weiter und kann aktuell nicht wirklich dazu raten, hier einzusteigen. Vielleicht einen kleinen Sparplan, um ein Bein in der Tür zu haben, okay. Aber so richtig würde ich auf jeden Fall noch die nächsten ein bis zwei Quartalszahlen abwarten und auf Besserung hoffen, bevor ich eine größere Position aufbaue.
Genau aus diesem Grund gehört Nike aktuell aber auch auf die Watchlist. Denn als potenzieller Turnaround-Kandidat taugt die Aktie mit Sicherheit.
Nike zahlt seit 43 Jahren eine Dividende und hat diese die letzten 24 Jahre durchgehend gesteigert. Über die letzten 10 Jahre wurde die Dividende durchschnittlich um 10,3 % und in den letzten 3 Jahren um 7,5 % jedes Jahr erhöht.
Der bereinigte Gewinn je Aktie (Adjusted Earnings per Share = EPS) sank (!) von 2,42 USD in 2018, auf 2,10 USD in 2026 und für 2027 werden 1,72 USD erwartet.
Das KGV (P/E Ratio) beträgt beim aktuellen Kurs 20,2 und liegt damit unter dem Schnitt der letzten 10 Jahre von 29,7.
Die Dividendenrendite (Dividend Yield) beträgt 4,0 %.
Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) in 2026 lag bei hohen 77,1 %.
Das S&P Credit Rating ist A+ (Investment Grade).
Interessant finde ich Kurse um und unterhalb von 30,- USD bzw. 25,50 EUR und immer dann, wenn die Dividendenrendite 5 % bzw. 3 % nach einer potentiellen Dividendenkürzung beträgt.
Idee #2: Xcel Energy Inc. (XEL)
Xcel Energy Inc. ist über ihre Tochtergesellschaften als Strom- und Erdgasversorgungsunternehmen in den Vereinigten Staaten tätig. Das Unternehmen ist in den Segmenten „Regulierte Stromversorgung“ und „Regulierte Erdgasversorgung“ tätig. Das Unternehmen erzeugt, kauft, überträgt, verteilt und verkauft Strom über sein Energieportfolio, das Wind-, Kern-, Wasserkraft-, Biomasse- und Solarenergie sowohl aus eigenen Erzeugungsanlagen als auch aus Stromabnahmeverträgen (PPAs) umfasst, sowie über sein Portfolio an fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdgas; es betreibt den Verkauf und Weiterverkauf von Großhandelsübertragungsdienstleistungen und ist im Großhandel mit Rohstoffen sowie im Handel tätig. Zudem kauft, transportiert, speichert, verteilt und verkauft das Unternehmen Erdgas; es entwickelt und verpachtet Erdgasleitungen und Speicheranlagen; betreibt zwischenstaatliche Erdgasleitungen; und investiert in Mietwohnungsprojekte, Energietechnologieunternehmen sowie nicht regulierte Vermögenswerte wie gemeinschaftliche Solaranlagen. Das Unternehmen versorgt Strom- und Erdgaskunden in Teilen von Colorado, Michigan, Minnesota, New Mexico, North Dakota, South Dakota, Texas und Wisconsin. Das Unternehmen war früher unter dem Namen Northern States Power Company bekannt. Xcel Energy Inc. wurde 1909 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Minneapolis, Minnesota.

Machen wir weiter mit etwas Langweiligem, das eigentlich immer funktioniert. Energie! Bei Xcel Energy in Form von Strom und Gas.
Wie man bei Fastgraphs sehen kann, gibt es hier eine relativ konstante positive Entwicklung der Gewinne und der Dividende. Von links unten nach rechts oben – so muss das sein. Die Kirsche auf der Torte ist, dass man zusätzlich erkennen kann, dass die Gewinne (auf Basis des Gewinns pro Aktie) in Zukunft eine deutlich positive Dynamik haben werden.
Was das für die zukünftige Dividende bedeutet, wissen wir Dividendensammler ja ganz genau. 😀
So konnte das Management bei den letzten Quartalszahlen ein Plus von 24 % verkünden, was deutlich über den Schätzungen lag. Ein Hauptgrund waren die günstigeren Einkaufspreise für Kraftstoffe und den zusätzlich zugekauften Strom. Bei letzterer Position bin ich ehrlich gesagt überfragt. Hat Xcel Energy den Strom woanders günstig eingekauft und dann an ihre eigenen Kunden teuer weiterverkauft? Mhhh …
Interessanter ist aber, was das Management von Xcel Energy zur Zukunft zu sagen hatte. So wurde gerade erst ein Großprojekt mit Alphabet im Raum Minnesota mit sehr guten Konditionen für Xcel Energy verkündet. Offensichtlich sind die Hyperscaler so verzweifelt auf der Suche nach Strom, dass sie bereit sind, fast jeden Preis zu zahlen bzw. Sonderkonditionen (Übernahme von Extrakosten etc.) zu akzeptieren, die normalerweise nicht möglich wären.
Interessant war auch die Randnotiz, dass in diesem Zusammenhang der weltgrößte Eisen-Luft-Akku gebaut wird, der 300 Megawatt für bis zu 100 Stunden speichern kann. Ich bin in diesem Gebiet absoluter Laie und habe keine Ahnung, was das bedeutet, aber „weltgrößter” klingt gut, oder?
In den USA nehmen die Proteste gegen Rechenzentren weiter zu. Deshalb hat Alphabet bei diesem Projekt zugestimmt, sämtliche Infrastruktur- und Netzkosten zu übernehmen, damit normale Haushaltskunden nicht negativ beeinträchtigt werden. Zusätzlich fließen 50 Mio. US-Dollar in Netzstabilisierungsprogramme von Xcel Energy.
Negativ ist zu vermerken, dass der höhere Gewinn nicht unbedingt mit höheren Umsätzen einherging. Es scheint, als seien diese günstigen Kraftstoff- und Stromkosten eher ein Einmaleffekt gewesen und die Zukunft muss erst zeigen, was davon dauerhaft hängen bleibt.
Natürlich führen die massiven Investitionen auch zu einem höheren Verschuldungsgrad. Höhere Zinsen drücken dann natürlich auf das Ergebnis und für die Zukunft müssen weitere Investitionen erfolgen, um am Ball zu bleiben. Das ist eine Herausforderung, aber machbar.
Alles in allem bin ich sehr positiv gestimmt, dass sich das für Xcel Energy auszahlen wird. Der positive Ausblick des Managements und der Analysten bekräftigt das bereits zu einem Teil. Der Energiebedarf der KI wird sicher nicht geringer werden und als Stromlieferant ist man dabei in einer sehr guten und komfortablen Lage.
Xcel Energy zahlt seit 46 Jahren eine Dividende und hat diese die letzten 22 Jahre durchgehend gesteigert. Über die letzten 10 Jahre wurde die Dividende durchschnittlich um 6,7 % und in den letzten 3 Jahren um 7,7 % jedes Jahr erhöht.
Der bereinigte Gewinn je Aktie (Adjusted Earnings per Share = EPS) stieg von 2,30 USD in 2017, auf 3,80 USD in 2026 und für 2027 werden 4,54 USD erwartet.
Das KGV (P/E Ratio) beträgt beim aktuellen Kurs 19,1 und liegt damit deutlich unter dem Schnitt der letzten 10 Jahre von 20,9.
Die Dividendenrendite (Dividend Yield) beträgt 3,1 %.
Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) in 2025 lag bei sehr guten 59,4 %.
Das S&P Credit Rating ist BBB+ (Investment Grade).
Interessant finde ich Kurse um und unterhalb von 60,- USD bzw. 51,50 EUR und immer dann, wenn die Dividendenrendite 4 % oder mehr beträgt.
Idee #3: Verizon Communication Inc. (VZ)
Verizon Communications Inc. bietet über seine Tochtergesellschaften weltweit Kommunikations-, Technologie-, Informations- und Streaming-Produkte und -Dienstleistungen für Verbraucher, Unternehmen und staatliche Stellen an. Das Unternehmen ist in zwei Segmenten tätig: der Verizon Consumer Group (Consumer) und der Verizon Business Group (Business). Das Segment „Consumer“ bietet Mobilfunkdienste über die Mobilfunknetze in den Vereinigten Staaten unter den Marken Verizon und TracFone sowie im Rahmen von Großhandels- und anderen Vereinbarungen an; außerdem bietet es über seine Mobilfunknetze Breitbandzugänge über Fixed Wireless Access (FWA) sowie zugehörige Geräte und Ausrüstung wie Smartphones, Tablets, Smartwatches und andere drahtlos vernetzte Geräte an. Das Segment bietet zudem Festnetzdienste im mittleren Atlantikraum und im Nordosten der Vereinigten Staaten sowie in Washington, D.C. über sein Glasfasernetz, das Verizon Fios-Produktportfolio und ein kupferbasiertes Netz an. Das Segment „Business“ bietet Mobilfunk- und Festnetzkommunikationsdienste und -produkte an, darunter FWA und Festnetz-Breitband, fortschrittliche Kommunikationsdienste, Unternehmensnetzwerke, Sicherheit und Managed Network, Orts- und Ferngespräche sowie Netzwerkzugangsdienste, um verschiedene IoT-Dienste und -Produkte für Unternehmen, Behörden sowie Mobilfunk- und Festnetzbetreiber in den Vereinigten Staaten und international bereitzustellen. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen über Direktvertriebskanäle, firmeneigene Filialen, digitale und Omnichannel-Plattformen, indirekte Vertreter, Wiederverkäufer von Unternehmenslösungen sowie nationale Einzelhändler. Das Unternehmen war früher unter dem Namen Bell Atlantic Corporation bekannt und änderte seinen Namen im Juni 2000 in Verizon Communications Inc. Verizon Communications Inc. wurde 1983 gegründet und hat seinen Hauptsitz in New York, New York.

Machen wir weiter mit Langeweile. Verizon ist praktisch die Definition von Langeweile und Dividende kassieren in einem.
Zwar investieren wir Dividendensammler nicht unbedingt in wachstumsstarke Unternehmen, aber beim Cash Flow schauen wir auf jeden Fall genauer hin, denn das garantiert die Dividende. Und Verizon ist ein Cash-Flow-Monster.
So stieg der Gewinn pro Aktie auf 1,30 USD und übertraf damit die Analystenschätzungen. Unterstützt wurde das durch eine Rekordmarge von 40,1 % und ein Free-Cash-Flow-Wachstum von 24,4 % auf 6,4 Mrd. USD allein im letzten Quartal.
Daraufhin hob das Management die Jahresprognose an und erhöhte auch das laufende Aktienrückkaufprogramm (nun bis zu 4,5 Mrd. USD). Läuft!
Von Einmaleffekten abgesehen, basieren diese guten Zahlen von Verizon auf einem weiterhin starken Kundenwachstum. 184.000 Neukunden bei den Mobilfunkverträgen (Postpaid Phone) und 348.000 Neukunden im Breitbandbereich (FWA und Glasfaser) sind in einem solchen, eigentlich recht gesättigten Markt, keine schlechte Leistung.
Negativ anzuführen wäre der sinkende Umsatz bei Hardware. Dies ist aber durchaus ein Ergebnis der zurückgenommenen (nicht komplett, aber zum Teil) Subventionen von Neugeräten bzw. von Marketingaktionen. Am Ende stehen minus 20 %, was aber, wie gesagt, vermutlich gewollt ist.
Hinzu kamen einige negative Einmaleffekte, wie beispielsweise Kosten für die Übernahme von Frontier, einem kleineren US-amerikanischen Telekommunikationsanbieter. Dabei geht es um den strategischen Ausbau von Glasfaser, wodurch Verizon in Zukunft unabhängiger vom Mobilfunk wird und seine Produktpalette erweitert.
Davon abgesehen gibt es bei Verizon nicht viel zu berichten. Dieses „Dickschiff” tuckert so vor sich hin, scheffelt Quartal für Quartal massiv Geld und gibt es in Form einer üppigen Dividende an uns Anteilseigner weiter. Genau dafür habe ich diesen Wert auch im Dividendenaktiendepot und behalte ihn auf der Watchlist. Sollte der Preis vielleicht mal wieder günstig genug sein, werde ich meine Position eventuell etwas aufstocken.
Verizon zahlt seit 42 Jahren eine Dividende und hat diese die letzten 19 Jahre durchgehend gesteigert. Über die letzten 10 Jahre wurde die Dividende durchschnittlich um 2,2 % und in den letzten 3 Jahren um 2,3 % jedes Jahr erhöht.
Der bereinigte Gewinn je Aktie (Adjusted Earnings per Share = EPS) stieg von 3,74 USD in 2017, auf 4,71 USD in 2025 und für 2026 werden 5,01 USD erwartet.
Das KGV (P/E Ratio) beträgt beim aktuellen Kurs 10,1 und liegt damit leicht unter dem Schnitt der letzten 10 Jahre von 10,7.
Die Dividendenrendite (Dividend Yield) beträgt 5,7 %.
Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) in 2025 lag bei sehr guten 57,8 %.
Das S&P Credit Rating ist BBB+ (Investment Grade).
Interessant finde ich Kurse um und unterhalb von 45,- USD bzw. 38,50 EUR und immer dann, wenn die Dividendenrendite 6 % oder mehr beträgt.
Idee #4: Kimberly-Clark Corp. (KMB)
Die Kimberly-Clark Corporation produziert und vertreibt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften Körperpflegeprodukte in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen ist in zwei Segmenten tätig: Nordamerika und International Personal Care. Das Segment „Nordamerika“ bietet Einwegwindeln, Trainings- und Kinderhosen, Schwimmhosen, Babyfeuchttücher, Damenhygiene- und Inkontinenzprodukte, wiederverwendbare Unterwäsche, Gesichts- und Toilettenpapier, Papierhandtücher, Servietten, Reinigungstücher, Taschentücher, Handtücher, Seifen und Desinfektionsmittel sowie weitere verwandte Produkte unter den Markennamen Huggies, Pull-Ups, Goodnites, Kotex, Poise, Depend, Kleenex, Scott, Cottonelle, Viva, Wypall und anderen Markennamen an. Das Segment „International Personal Care“ umfasst Baby- und Kinderpflege, Erwachsenenpflege sowie Damenhygiene, darunter Wegwerfwindeln, Trainings- und Kinderhosen, Schwimmhosen, Babyfeuchttücher, Damenhygiene- und Inkontinenzprodukte, wiederverwendbare Unterwäsche und andere verwandte Produkte unter den Markennamen Huggies, Kotex, Goodfeel, Intimus, Depend und anderen. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte für den Haushaltsgebrauch direkt an Supermärkte, Großhandelsketten, Drogerien, Lagerhausclubs, Kaufhäuser und andere Einzelhandelsgeschäfte sowie über weitere Distributoren und den E-Commerce. Seine Produkte für den gewerblichen Gebrauch vertreibt es ebenfalls über Distributoren, direkt an Produktionsbetriebe, Beherbergungsbetriebe, Bürogebäude, Gastronomiebetriebe und stark frequentierte öffentliche Einrichtungen sowie über den E-Commerce. Die Kimberly-Clark Corporation wurde 1872 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Dallas, Texas.

Da 3 eine Reihe ist, kommen wir nun zu Langweiler Nummer 3: Kimberly-Clark. Ich persönlich würde dieses Unternehmen allerdings nicht als ganz so langweilig einstufen wie die beiden gerade besprochenen Xcel Energy und Verizon.
Dafür ist mir die Umsatz- und Gewinnentwicklung zu stark schwankend und die Probleme, mit denen das Management im operativen Geschäft jonglieren muss, sind mir zu groß. Aber ich mag halt auch Konsumgüterhersteller mit einer gewissen Marktmacht und starken Marken, die man überall auf der Welt findet und wiedererkennt.
Ich bin gerade wieder in Asien unterwegs und begegne im öffentlichen Raum (Flughafentoiletten etc.) ziemlich häufig Produkten von Kimberly-Clark. Toll!
Aus dem letzten Quartalsbericht konnte man entnehmen, dass die Kosten- und Effizienzprogramme nun ihre volle Wirkung entfalten. So sprang die Marge um 1,9 % auf nun 38,8 %, wobei auch Zollrückerstattungen enthalten sind. Ich hoffe, dass dies kein Einmaleffekt ist. Das Management klang in dieser Hinsicht jedenfalls zuversichtlich.
Diese Entwicklung hat sicherlich auch dabei geholfen, die Analystenschätzungen zu übertreffen, und der Gewinn pro Aktie ist um 10,4 % auf 2,12 USD gestiegen.
Auf der negativen Seite gab es zur Abwechslung ein paar nicht alltägliche Meldungen zu lesen. So mussten aufgrund eines Lagerhallenbrands in Los Angeles zusätzliche Kosten aufgebracht werden, was für einige Zeit auch die lokale Lieferkette belastete.
Zum anderen gab es einen Shitstorm in den sozialen Medien wegen angeblicher Qualitätsmängel bei Windeln in China, was für ordentlich medialen Gegenwind und Umsatzeinbußen sorgte. Dies waren zwar scheinbar unbestätigte Gerüchte, der Schaden war jedoch bereits angerichtet.
Letzteres veranlasste das Management von Kimberly-Clark sogar dazu, die Jahresprognose nach unten anzupassen. Das kommt an der Börse bekanntlich nie gut an. So soll das organische Umsatzwachstum nur noch bei 1 % liegen.
Für alle, die mit dem Einstieg liebäugeln, könnte das ein günstiger Moment sein, denn sollte der Kurs deswegen noch weiter zurücklaufen, bekommt man mehr Anteile für sein investiertes Kapital und demzufolge in Zukunft auch immer ein bisschen mehr Dividenden.
Und wer sagt schon nein zu mehr Dividenden? 😀
Kimberly-Clark zahlt seit 46 Jahren eine Dividende und hat diese die letzten 45 Jahre (!) durchgehend gesteigert. Über die letzten 10 Jahre wurde die Dividende durchschnittlich um 3,5 % und in den letzten 3 Jahren um 2,5 % jedes Jahr erhöht.
Der bereinigte Gewinn je Aktie (Adjusted Earnings per Share = EPS) stieg von 6,23 USD in 2017, auf 7,53 USD in 2025 und für 2026 werden 7,46 USD erwartet.
Das KGV (P/E Ratio) beträgt beim aktuellen Kurs 14,6 und liegt damit unter dem Schnitt der letzten 10 Jahre von 19,1.
Die Dividendenrendite (Dividend Yield) beträgt 4,7 %.
Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) in 2025 lag bei guten 66,4 %.
Das S&P Credit Rating ist A (Investment Grade).
Interessant finde ich Kurse um und unterhalb von 100,- USD bzw. 85,50 EUR und immer dann, wenn die Dividendenrendite 5 % oder mehr beträgt.
Idee #5: Realty Income Corp. (O)
Die Realty Income Corporation, ein S&P-500-Unternehmen, ist Immobilienpartner weltweit führender Unternehmen. Sie betreut ihre Kunden als Full-Service-Anbieter von Immobilienkapital. Zum 31. März 2026 verfügt das Unternehmen über ein Portfolio von mehr als 15.500 Immobilien in allen 50 US-Bundesstaaten, im Vereinigten Königreich und in acht weiteren europäischen Ländern. Es ist unter dem Namen „The Monthly Dividend Company“ bekannt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Menschen und Standorte zu investieren, um verlässliche monatliche Dividenden zu zahlen, die im Laufe der Zeit steigen. Seit ihrer Gründung hat das Unternehmen 673 monatliche Dividenden in Folge ausgeschüttet und ist Mitglied des S&P 500 Dividend Aristocrats Index, da es seine Dividende seit über 31 Jahren in Folge erhöht hat. Das Unternehmen wurde 1969 in Maryland gegründet und eingetragen und hat seinen Sitz in San Diego, Kalifornien.

Last but not least wie üblich ein REIT. Diesmal schaue ich mir Realty Income an.
Okay, wenn ich Nike nicht mit reingenommen hätte, wäre das diesen Monat die Langweiler-Edition geworden. Denn auch Realty Income ist ein solch langweiliges Unternehmen, das mir Monat für Monat ohne große Aufreger meine Dividende aufs Konto überweist.
Keine Angst, ich erzähle jetzt nicht schon wieder die Geschichte von der „The Monthly Dividend Company”, denn die habe ich hier auf dem Blog schon oft genug erzählt. 😉
Schauen wir uns lieber den letzten Quartalsbericht an. Dort konnte das Management mit einer Prognoseanpassung nach oben aufwarten, da sich die Umsatz- und die AFFO-Entwicklung positiver als vorhergesagt entwickelten. Grund dafür waren die (zu einem guten Teil) mit der Inflation mitsteigenden Mieten sowie die weiterhin exzellente Vermietungsquote von 98,8 %.
Das Ganze toppt dann eine Wiedervermietungsrate (Rent Recapture Rate) von konstant 100 %. Läuft!
Das Management von Realty Income stellte zudem das weiterhin starke Investitionsvolumen heraus, welches im abgelaufenen Quartal immerhin 2,6 Mrd. USD betrug. Dies wurde zu einer attraktiven Anfangsrendite (Cash Field) von 7,3 % realisiert und bezieht sich mehrheitlich auf neue Partnerschaften, wie den strategischen Einstieg in Hyperscaler-Rechenzentren.
Was ich in Zukunft genauer beobachten muss, ist die Verbindung zwischen herkömmlichen Finanzierungen (Banken etc.) und Finanzierungen über Privat Debt bzw. Privat Equity. Letztere sehe ich kritisch, da mir die fehlende Transparenz nicht gefällt. Ich hoffe, dass Realty Income in Zukunft nicht noch mehr Gelder über diese Finanzierungsformen beschafft, denn das wäre für mich eine erste kleine Red Flag.
Soweit sieht das erst einmal gut aus, doch es gibt zumindest zwei Dinge, die ich anmerken möchte. Das Offensichtlichere ist die steigende Zinsbelastung durch mehr Schulden bei gleichzeitig steigenden Zinsen. Das mögen REITs ja bekanntlich nicht und es könnte auch Realty Income wehtun, wenn das Management es übertreibt.
Der andere Punkt ist die zunehmende Komplexität des Geschäfts an sich. REITs sind eigentlich relativ simpel, zumindest solange sich das Unternehmen auf ein Kerngeschäft beschränkt. Nun war es bei Realty Income in der Vergangenheit so, dass sie in den USA im Retail-Geschäft aktiv waren. Klares Kerngeschäft. Easy!
Nun sind sie aber schon seit einiger Zeit auf internationaler Expansion, speziell in Europa. Kein Problem, das gefällt mir sogar. Denn das Wachstum muss ja irgendwo herkommen.
Nun kommt aber hinzu, dass man zusätzlich zum Retail-Bereich auch noch in Rechenzentren investiert. Das sind klare Opportunitäten, da liegt Geld auf der Straße, das man einsammeln kann. Verstehe ich auch, kein Problem.
Nur sind das jetzt zwei recht große Neuerungen, die das Management gleichzeitig stemmen muss. Da muss sich nun zeigen, ob sie das können. Es gibt ein gewisses Risiko, dass diese steigende Komplexität zum Problem werden könnte. Ich hoffe es nicht und wie bekannt ist, birgt jedes Risiko auch eine Chance, die man jedoch im Auge behalten sollte.
Realty Income zahlt seit 32 Jahren eine Dividende und hat diese die letzten 31 Jahre (!) durchgehend gesteigert. Über die letzten 10 Jahre wurde die Dividende durchschnittlich um 3,7 % und in den letzten 3 Jahren um 2,5 % jedes Jahr erhöht.
Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted Funds From Operations = AFFO) stieg von 2,96 USD in 2017, auf 4,28 USD in 2025 und für 2026 werden 4,44 USD erwartet.
Das P/AFFO Ratio (ein KGV bzw. P/E Ratio macht bei REITs keinen Sinn) beträgt beim aktuellen Kurs 14,3 und liegt damit unter dem Schnitt der letzten 10 Jahre von 17,5.
Die Dividendenrendite (Dividend Yield) beträgt 5,2 %.
Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) in 2025 lag für einen REIT bei niedrigen 75,2 %.
Das S&P Credit Rating ist A- (Investment Grade).
Interessant finde ich Kurse um und unterhalb von 55,- USD bzw. 47,- EUR und immer dann, wenn die Dividendenrendite 6 % oder mehr beträgt.
Was steht auf eurer Watchlist im August 2026?
Und schon sind wir wieder am Ende angelangt.
Meine persönlichen Favoriten sind diesen Monat eindeutig Xcel Energy und Verizon. Beide schön langweilig und beide zahlen fette Dividenden. Was will man mehr!
Was ist euer Favorit von den hier vorgestellten fünf oder was habt ihr selbst so auf eurer Watchlist ganz oben stehen?
Lasst uns in den Kommentaren darüber diskutieren.
Vielleicht entdecke ich oder die Leser ja auch ein paar Schnäppchen und/oder neue Anregungen. 🙂
Und nun viel Spaß beim Informationen sammeln, dem Aufbauen und Weiterentwickeln eurer eigenen Watchlist!

Quellen: Fastgraph.com & Seekingalpha.com
*Legende:
Credit Rating AAA, AA, A & BBB = Investment Grade
Credit Rating BB, B, CCC, CC & C = Non-Investment Grade
Credit Rating R, SD & D = Möchtest du gar nicht wissen 😉
Credit Rating NR = Not rated
USD/EUR-Umrechnungskurs: 1,168
Danke fürs Lesen und wenn dir der Artikel gefallen hat, hinterlasse mir einen Kommentar und teile ihn mit deinen Freunden auf Social Media oder in deinem Lieblingsforum. Das würde mir sehr viel bedeuten. Vielen Dank!



Vielen Dank lieber Ingo für die fünf Anregungen und die Informationen.
Verizon und Realty Income sind schon langjährig im Depot. Sie bewegen sich wie Wanderdünen – mal auf, mal ab. Ab und zu gibt es Nachkaufgelegenheiten, wenn die Kurse etwas zurückkommen. Ansonsten liegen lassen und sich über die guten Dividenden freuen.
Nike stellt die Geduld der Anleger extrem auf die Probe. Ich bin mit meinem Kurs weit unter Wasser. Der Depotanteil beträgt nunmehr nicht mal mehr 0,50%. Ich setze trotzdem auf einen mittelfristigen Turn-around. Würde bei einem Sellout vielleicht auch noch einmal nachkaufen. Nach der Devise, dass ein an sich hervorragendes Unternehmen in temporären Schwierigkeiten ein Kaufkandidat sein sollte. Hier ist langer Atem gefragt. Das Durchhalten könnte am Ende aber reich belohnt werden.
Andreas
Vielen Dank lieber Ingo für die fünf Anregungen und die Informationen.
Verizon und Realty Income sind schon langjährig im Depot. Sie bewegen sich wie Wanderdünen – mal auf, mal ab. Ab und zu gibt es Nachkaufgelegenheiten, wenn die Kurse etwas zurückkommen. Ansonsten liegen lassen und sich über die guten Dividenden freuen.
Nike stellt die Geduld der Anleger extrem auf die Probe. Ich bin mit meinem Kurs weit unter Wasser. Der Depotanteil beträgt nunmehr nicht mal mehr 0,50%. Ich setze trotzdem auf einen mittelfristigen Turn-around. Würde bei einem Sellout vielleicht auch noch einmal nachkaufen. Nach der Devise, dass ein an sich hervorragendes Unternehmen in temporären Schwierigkeiten ein Kaufkandidat sein sollte. Hier ist langer Atem gefragt. Das Durchhalten könnte am Ende aber reich belohnt werden.
Andreas