Optionshandel ABC: Die 50% Regel - Gewinne absichern!

Optionshandel ABC: Die 50% Regel - Gewinne absichern!

Eine der am häufigsten gestellten Fragen zu meiner Strategie beim Optionshandel ist die, warum ich meine verkauften Optionen vorzeitig zurückkaufe und nicht bis zum Vergfallstag laufen lasse. Meine Antwort ist dann immer: Ich sichere meine Gewinne ab!

Als Gegenargument bekomme ich daraufhin sehr häufig zu hören, dass ich aber auch auf potentiell höhere Gewinne verzichte und das die Gebühren einen guten Teil meiner Rendite auffressen.

Das sind alles valide Punkte und um ein wenig Licht in diese Thematik zu bringen, gibt es ab jetzt diesen Artikel.

Bisher haben wir im Rahmen des Optionshandel ABC besprochen:

Und heute kommt ein neuer Teil hinzu:

Viel Spaß beim Lesen!

Man kann Optionen vorzeitig zurückkaufen?

Wenn man gerade erst mit dem Optionshandel begonnen hat, dann sind einige der Mechaniken noch nicht so klar. Das ist absolut verständlich und normal. Erfahrung kann man nur durch die Praxis bekommen und mit der sollte man starten, auch wenn noch nicht zu 100% im Detail alles verständlich ist.

So ist erstaunlicherweise vielen Einsteigern nicht bewusst, dass man mit seiner verkauften Option nicht zwangsläufig bis zum Verfallstag abwarten muss. Auch als Stillhalter hast du Möglichkeiten in den Trade regulierend einzugreifen, in dem du diesen einfach vorzeitig schließt und bei Bedarf einfach einen neuen Verkauf initiierst.

Das sogenannte Schließen passiert ganz einfach, in dem du eine Option mit identischen Strike und dem gleichen Verfallstag am Markt kaufst, die du vor einigen Tagen verkauft hattest. Da beide Optionen sich egalisieren, wirst du dann nicht 2 Optionen im Depot haben, eine Short und eine Long Option mit gleichen Strike und gleichen Verfallstag, sondern keine mehr.

Short (verkaufte Option) und Long (gekaufte Option) heben sich sozusagen auf.

Um den ganzen Prozess zu vereinfachen, gibt es dazu in der TWS (Trader Workstation) sogar die Funktion Schließen, die direkt neben Kaufen und Verkaufen angezeigt wird, wenn man in der Portfolioübersicht mit Rechtsklick einen seiner Puts oder Calls auswählt.

Optionshandel ABC - Die 50% Regel - Close Button

Mit dieser Funktion wird sofort die richtige Gegenposition ausgewählt und du musst dich nur noch für den gewünschten Preis entscheiden. Vorzugsweise machst du dies über eine Limit Order, damit du nicht überrascht wirst. Dazu später noch mehr.

Also um die Eingangsfrage zu beantworten, ja man kann ganz einfach Optionen vorzeitig zurückkaufen und das wird gleich noch wichtig, wenn wir konkret über die 50% Regel reden.

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Die 50% Regel per Definition

Die 50% Regel geht auf eine statistische Erfassung bei Tasty Trades zurück, die nach Auswertung von tausenden Optionstrades herausgefunden haben, dass in den ersten 50% der Laufzeit bereits mehr als 50% des Gewinns erzielt wurde.

Dazu unten im Abschnitt Gewinnmaximierung vs. Gewinnabsicherung noch mehr.

Meine Definition für die 50% Regel lautet deswegen wie folgt:

Kaufe eine Options immer dann zurück, wenn der Gewinn bei 50% (oder mehr) liegt und die Restlaufzeit noch 50% (oder mehr) beträgt.

Dabei handelt es sich um eine Kann-Regel. Zu keiner Zeit ist dies eine Verpflichtung für dich als Stillhalter, so zu handeln. Warum ich dies aber bei fast allen meinen Optionen tue, dazu komme ich gleich.

Auch wichtig in dem Zusammenhang, ich handele nur Aktienoptionen. Bei Futures und anderem Kram gelten durchaus andere Regeln. Das kann man nicht 1:1 übertragen. Darauf gehe ich aber hier in meinem Optionshandel ABC nicht ein. Bei mir geht es nur um Aktienoptionen.

Außerdem sind die 50% auch nur eine Richtlinie und keine fixe Zahl. Du kannst also für dich gern 60% Gewinn, 70% oder mehr ansetzen, wenn dir 50% als zu wenig erscheinen.

Beachte dabei, dass du bei der Restlaufzeit umgekehrt rechnen musst. Es gilt dann im Beispiel von 60% Gewinn nicht bei 60% Restlaufzeit sondern bei 40% Restlaufzeit. Oder zum Beispiel 70% Gewinn bei 30% Restlaufzeit.

So hast du eine ungefähre Richtlinie, an der du dich grob orientieren kannst.

Beachte auch, dass du Gebühren für deine Trades hast. In dem Fall sogar doppelt. Einmal beim Verkaufen der Option und dann noch einmal beim Zurückkaufen. Rechne das in deinen potentiellen Gewinn mit ein, wenn du verschiedene Ergebnisse vergleichen möchtest.

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Warum verwende ich die 50% Regel

Aber warum mache ich das Ganze und warum lasse ich die Option nicht einfach bis zum Verfallstag laufen?

Es gibt durchaus gute Gründe, eine Option einfach bis zum Verfallstag laufen zu lassen, wie du noch im Abschnitt Pro’s & Con’s der 50% Regel nachlesen können wirst.

Ich jedoch entscheide mich zumeist dafür, diese vorzeitig zurückzukaufen, da ich so meine bisher aufgelaufenen Gewinne absichere und das Risiko für diese Trades auf 0 reduziere.

Ich hatte gerade am Anfang meines Optionshandels sehr häufig erlebt, dass ein gut laufender Trade zum Ende hin noch kippte, weil irgendein Ereignis am Markt die Vola nach oben trieb und meine Option sich deswegen stark verteuerte und auch noch gegen mich lief.

Es kam dann oft zur Ausübung der Option, obwohl ich 90% der Zeit hätte den Gewinn einfach einsacken können.

Mit dem Schließen der Option gibt es dieses Risiko nicht mehr und ich kann zum nächsten Trade übergehen.

Da ich so in der Regel weniger Einbuchungen habe, kann ich auch mehr auf der Put Seite agieren, als auf der Call Seite. Und wir alle wissen, dass Puts lukrativer sind als Calls.

Man kann auch sagen, dass ich so eine höhere Liquidität im Depot sicherstelle.

Der Hauptgrund für mich sind also die Risikominimierung und das Sicherstellen der Liquidität im Depot.

An dieser Stelle könnte man den Artikel bereits beenden, aber ich weiß, dass viele Leser auch gern etwas mehr ins Detail gehen wollen.

Schauen wir deswegen doch einfach noch auf ein paar weiterführende Fakten zum Thema.

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POP: Probability Of Profit

Die Probability Of Profit beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Option wertlos verfallen und somit einen Gewinn (deswegen Profit) generieren wird. Die Wahrscheinlichkeit ist dabei immer umgekehrt dem Delta der Option.

Anmerkung: Wer mehr zum Delta im Speziellen oder zu den Griechen beim Optionshandel im Allgemeinen erfahren möchte, der liest einfach hier weiter.

Ist das Delta deiner verkauften Option 30, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Option wertlos verfallen wird, bei 70%.

Die Probability Of Profit ist also 70%, was wiederum einfach heißt, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% wir einen Gewinn produzieren werden.

Soweit so gut. Easy.

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POT: Probability Of Touch

Die Probability Of Touch dagegen beschreibt, wie wahrscheinlich es ist, dass die Option während der Laufzeit den Strike berühren (deswegen Touch) und ggf. zeitweise auch unterschreiten (Put) bzw. überschreiten (Call) wird.

Dahinter steckt eine ziemlich komplexe Wahrscheinlichkeitsberechnung, die wir uns an dieser Stelle einfach sparen. Denn zum Glück liegt das Ergebnis in der Regel in der Größenordnung vom zweifachen des Deltas.

Wir merken uns deswegen einfach, ist das Delta der Option wie in unserem Beispiel 30, dann beträgt die Probability Of Touch in dem Fall ca. 60%.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 60%, wird also die Option während der Laufzeit den Strike anlaufen.

Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit, je länger die Option läuft und je näher wir dem Strike bereits sind, um dann gegen Ende der Laufzeit wieder abzunehmen, aber auch nur, wenn die Option weiterhin Out Of The Money (OTM) notiert.

Dies sollte sich bereits mit unserer Erkenntnis decken, dass Optionen, die wir näher am aktuellen Kurs oder gar At The Money (ATM) schreiben, natürlich eine viel höhere Wahrscheinlichkeit haben den Strike zu berühren, als wenn wir eine Option weit weg vom aktuellen Kurs, also Out Of The Money (OTM) schreiben.

Soweit so gut. Aber was passiert, wenn der Strike berührt wird?

Dann gilt das Folgende (Beispiel Put Option), mal versucht in einer Grafik aufzuzeigen:

Infografik 1 - Die 50% Regel beim Optionshandel

Es gibt dann wie gehabt die Möglichkeiten, dass nach dem Berühren des Strikes der Kurs wieder dreht, die Option mit 70% Wahrscheinlichkeit wertlos verfällt und wir einen Gewinn generieren. Oder mit 30% Wahrscheinlichkeit werden wir unter dem Strike landen und die Ausübung droht.

Behaltet dabei aber immer im Kopf, dass der Käufer der Option (ich gehe in der Regel von Optionen des Typs amerikanisch aus) jederzeit das Recht hat, diese auch auszuführen. Das passiert zwar nicht so häufig wie man vielleicht denkt, aber sollte die Option zu der Zeit genug Profit abwerfen, wird er es tun.

Vor diesem Hintergrund ist es einfach nur sinnvoll, einen Trade vorzeitig zu beenden, wenn ein gewisser Gewinn damit abgesichert werden kann, um dieser (ansteigenden) Wahrscheinlichkeit zu entgehen.

Wir wollen ja möglichst eine Einbuchung verhindern, um weiter Puts verkaufen zu können. Und das tun wir am effektivsten, wenn wir laufende Optionen so schnell wie möglich mit möglichst hohem Gewinn zurückkaufen und das Spiel dann einfach neu beginnen.

So steigern wir unsere Chancen und die Statistik ist auf unserer Seite. Ganz einfach.

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Gewinnmaximierung vs. Gewinnabsicherung

Ich sagte bereits weiter oben, dass ich das vorzeitige Zurückkaufen der Option und damit das Schließen des Trades deswegen mache, um meine aufgelaufenen Gewinne abzusichern.

Dabei kann man diesen Ansatz auch wählen, um seinen Gewinn zu maximieren. Dazu müssen wir uns einmal anschauen, wie viel Gewinn man mit einer Option pro Tag machen kann.

Bleiben wir bei dem Beispiel von oben und nehmen eine Prämie von 100 EUR und eine Laufzeit von 40 Tagen an. Und nun vergleichen wir einmal, wenn die Option die vollen 40 Tage läuft oder wenn wir die Option bereits nach 15 Tagen bei 50% Gewinn schließen können.

Infografik 2 - Die 50% Regel beim Optionshandel

Wir sehen, in dem einen Fall (volle Laufzeit, links) verdienen wir zwar im Best Case im Maximalfall 100 EUR, aber nur 2,50 EUR pro Tag und im 50% Fall (15 Tage Laufzeit, rechts) sind es zwar nur noch 50 EUR maximal, aber bereits 3,33 EUR pro Tag!

Das Gleiche passiert, wenn bei 50% der Laufzeit, schon mehr als 50% Gewinn generiert wurden. Im folgenden Beispiel sagen wir mal 65% Gewinn (rechts).

Infografik 3 - Die 50% Regel beim Optionshandel

Auch hier ist der Gewinn mit 3,25 EUR pro Tag höher, als er es bei voller Laufzeit mit 2,50 EUR pro Tag wäre.

Und nun kommt uns die weiter oben bereits angesprochene Statistik von Tasty Trades wieder zugute. In der Regel erzeugen verkaufte Optionen in den ersten 50% der Laufzeit mehr als 50% des Gewinns. Und je eher wir zurückkaufen, desto weniger betrifft uns die Probability Of Touch.

Läuft, oder?

Es ist also in dem Fall, wenn wir den Trade mit mehr als 50% Gewinn vor Ablauf von 50% der Laufzeit schließen können nicht einfach nur so, dass wir unseren Gewinn absichern, nein wir maximieren diesen sogar noch. Win Win!

Nachteil, wir müssen offensichtlich mehr Optionen in Summe verkaufen, um auf den gleichen maximalen Gewinn zu kommen.

Und da wären wir bereits beim nächsten Thema …

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Pro’s & Con’s der 50% Regel

… den Vor- und Nachteilen der 50% Regel.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Wie immer, leider.

Licht aka Pro’s:

  • Gewinnabsicherung
  • Gewinnmaximierung
  • Höhere Liquidität im Depot

Schatten aka Con’s:

  • Mehr erfolgreiche Trades notwendig
  • Höherer Zeitaufwand
  • Höhere Gebühren

Beide Gegenargumente zielen darauf ab, dass man natürlich mehr Trades erfolgreich durchführen muss, um am Ende auf den gleichen absoluten Gewinn zu kommen.

1 Trade der 100 EUR Gewinn abwirft ist so viel Wert, wie 2 Trades die jeweils 50 EUR Gewinn abwerfen. Logisch, oder?

Wenn dann noch Gebühren hinzukommen, welche gerade in kleinen Konten durchaus noch eine Rolle spielen, dann sind es sogar schon mehr als 2 Trades, die dafür benötigt werden.

Dem gegenüber steht das bedeutend geringere Risiko (statistisch) und der potentiell höhere Gewinn pro Tag.

Ich kann leider keine eigenen Zahlen zu der Statistik beitragen, aber vom Gefühl und der Erfahrung von nunmehr fast 5 Jahren Optionshandel ist es in der Tat so, dass die Pro’s die Con’s mehr als aufwiegen.

Deswegen wende ich auch die 50% Regel bei der Mehrheit meiner Trades an.

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Die 50% Regel in der Praxis

Zum Abschluss wäre nun nur noch die Frage zu klären, wie ich das in der Praxis umsetze. Die Theorie steht oben, aber wie mache ich das genau?

Wie die meisten Leser des Blogs und des Optionshandel ABCs bereits wissen, verkaufe ich regelmäßig Cash Secured Puts auf für mich interessante Dividendenaktien. Sollte ich durch Ausübung ein paar dieser Dividendenaktien im Depot liegen haben, dann kassiere ich ab da die Dividende und verkaufe zusätzlich Covered Calls, bis mir die Position wieder ausgebucht wird. Dann beginnt das Spiel von vorn.

Das nennt man die Wheel Strategy. Auf Deutsch würde man das wohl mit Kreislaufstrategie übersetzen müssen, klingt aber doof. Deswegen einfach Wheel-Strategie.

Während dem ich also diese Puts und Calls regelmäßig offen habe, sprich ich habe die Optionen verkauft und warte nun auf den Verfallstag, platziere ich (über den Schließen-Button, siehe Screenshot ganz oben) direkt je Option eine Limit Order mit dem Orderzusatz GTC (Good Till Cancel bzw. Offen bis es ausgeführt wurde) in den Markt, die mir mindestens die oben angesprochenen 50% Gewinn bescheren würde, Gebühren mit einberechnet.

In dem Beispiel mit der 100 EUR Prämie, würde ich also eine Limit Order mit zum Beispiel 0,40 EUR (x100 = 40 EUR) in der TWS eingeben, so dass der Broker die Option für eben diese 40 EUR automatisch zurückkauft, wenn der Preis dorthin läuft.

Ich verwende hier immer eine Limit Order, damit ich nicht von extremen Preisschwankungen gerade zur Opening Bell (Markteröffnung) überrascht werde und ggf. die Option für viel mehr zurückkaufe, als die avisierten 40 EUR. Märkte eröffnen gerne mal mit einem sogenannten Gap (einer Lücke zum Schlusskurs des Vortages).

So werde ich 60 EUR Gewinn abzgl. Gebühren einfahren, sollte der Preis der Option da hin laufen.

Die Limit Order lasse ich für 1 Woche so stehen und überprüfe nach Ablauf dieser Frist, wie viel Restlaufzeit noch vorhanden ist und ab ich den Preis ggf. anpassen sollte.

Spätestens wenn die Restlaufzeit nur noch 50% oder weniger beträgt, muss ich mit dem Gewinn nach oben gehen, damit es sich weiter rechnet. Vorhin hatte ich bereits das Beispiel von 70% Gewinn bei nur noch 30% Restlaufzeit. Das würde hier sehr gut passen. Es kann aber auch jede andere Zahlenkombination sein, es muss einfach nur das Verhältnis von Gewinn und Restlaufzeit passen.

In der letzten Woche vor Ablauf der Option rechnet sich ein Rückkauf meist nicht mehr und ich streiche die Limit Order. Das muss man aber immer von Fall zu Fall entscheiden. Manchmal macht es Sinn, die Limit Order schon eher zu streichen und manchmal würde man auch gern noch 2 Tage vor Ablauf den Trade schließen, um einem potentiellen Risiko zu entgehen.

Es gibt hier also keine 100% allgemein gültige Regelung und das richtige Vorgehen lernt man nur, in dem man eigene Erfahrungen damit macht.

Ich benutze hier die automatisierte Orderausführung des Brokers auch vor allem deswegen, um meine eigenen Emotionen aus der eigentlichen Handlung zu nehmen. Einmal platziert passiert alles weitere automatisch. Da gibt es also keine Überlegungen oder Emotionen meinerseits, die das Vorgehen wieder in Frage stellen könnten.

Denn nicht nur ein paar Mal wurde ich zu Beginn meines Optionshandels dabei überrascht, wie ich eine sehr gut laufende Option mit viel Gewinn einfach nicht zurückkaufte, weil ich mich absolut sicher fühlte. Ich wollte unbedingt den maximalen Gewinn mitnehmen, nur um dann Tage später zu sehen, wie der Markt und/oder die Vola kippte, der Strike doch angelaufen wurde und das große Zittern begann.

Das muss ich nicht mehr haben. Mit der Limit Order und der 50% Regel lebt es sich bedeutend ruhiger.

Frei nach dem Motto: Gewinne absichern und Gewinne maximieren!

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Mein Optionskonto bei Banxbroker

Wer übrigens mit dem Optionshandel beginnen möchte und noch nach einem günstigen Broker dafür sucht, dem kann ich Banxbroker ans Herz legen. Ich selbst habe mein Depot für den Optionshandel seit nunmehr fast 5 Jahren dort und bin sehr zufrieden.

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Banxbroker fungiert hier als sogenannter Reseller für Interactive Brokers (IB) und du bekommst natürlich Zugriff auf alle professionellen Tools, wie zum Beispiel die gerade erwähnte TWS, die dort verfügbar sind. Plus du hast bei Bedarf Zugriff auf nette und kompetente deutsche Ansprechpartner, falls mal eine Frage oder ein Problem geklärt werden muss.

Wenn du dich mit meinem GS-Code „Mission-Cashflow“ anmeldest, bekommst du zusätzlich noch vergünstigte Konditionen beim Optionshandel. 1,80 EUR für DE-Optionen und 3,00 USD für US-Optionen.

Du kannst aber auch gern erstmal nur ein Demo-Konto eröffnen und mit Papiergeld dich versuchen. Wie du möchtest. Auch diese Möglichkeit hast du bei Banxbroker.

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Mein Fazit

Ich habe mit der Zeit gelernt, dass mir die 50% Regel wirklich hilft, Ordnung in meinen Optionshandel zu bringen und meine Gewinnchancen sukzessive zu steigern.

Deswegen bin ich ein großer Fan der 50% Regel und wende diese ziemlich konsequent an.

Ich kann aber auch verstehen, wenn andere Stillhalter eher den ruhigen Stil bevorzugen und die Option bis zum Ende laufen lassen. Das mache ich auch phasenweise, wenn die Zeit für den Optionshandel mal etwas knapper bemessen ist und mein Fokus für ein paar Wochen zum Beispiel auf etwas anderem liegt.

Nun bin ich neugierig. Wie machst du das? Bist du eher Anhänger der 50% Regel oder eher nicht?

Oder war das Thema evtl. sogar ganz neu für dich? Wenn ja, was hältst du davon?

Ich würde dazu gern in den Kommentaren etwas lesen!

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15 Comments
  1. Hallo Ingo,

    vielen Dank für den sehr informativer Artikel und deine Beweggründe, der auch eine Quelle für weitere Recherchen liefert. Reines Gefühl ist öfters problematisch, Verprobung anhand von tatsächlichen Erfahrungswerten wesentlich besser.
    Versuche auch in der Mehrzahl zurückzukaufen bei entsprechenden Schwellen. Freiwerdende Liquidität kann man auch für Trades wieder nutzen. Gerade kurz vor dem Verfallstag gibt es da manchmal schöne Oppertunitäten. Nach dem Verfall sind die Kurse für den nächsten Stichtag meiner Wahrnehmung nach schlechter als davor. Wäre auch mal eine Untersuchung wert.

    Viele Grüße,
    Torsten

    1. Hi Torsten!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Ja da hast du wahrscheinlich recht. Die Vola fällt ja nachweislich nach den großen Verfallstagen ab (in der Regel), was diesen Effekt erklären sollte.

      Glaub nicht, dass man das noch groß untersuchen muss. 😉

      CU Ingo.

  2. Lieber Ingo, besten Dank für den Artikel! Wie immer informativ und gut geschrieben. Ich habe nur eine Frage: Die 50% Regel schafft im Schnitt pro Tag evtl mehr Gewinn. Aber dafür gibt es ja immer wieder Tage in denen das Kapital nicht arbeitet. Wurden diese 0% Renditetage bei der Studie berücksichtigt? Oder investierst du das Kapital immer wieder am gleichen Tag? Viele Grüße, Christian

    1. Hi Christian!

      Danke für deinen Kommentar und deine Fragen.

      Du hast da auf jeden Fall einen validen Punkt. Jeden Tag, in dem keine Option verkauft wurde und sozusagen das Kapital ungenutzt am Konto liegt, drückt die Rendite.

      Tasty Trades geht in ihrer Statistik aber davon aus, dass frei gewordenes Kapital sofort wieder genutzt wird. Es werden also Optionen am Fließband verkauft und wenn du deren Optionsstrategie kennst, dann weißt du, dass sie das auch wirklich so machen. Da steckt ein sehr systematischer Ansatz drin.

      Ich selbst schaffe das nicht zu 100%, aber auch bei mir sind die Zeiten, wo ich keine Optionen laufen habe, sehr gering. Zumeist schaffe ich es, das Kapital am nächsten oder übernächsten Tag wieder in den Kreislauf zu bringen.

      CU Ingo.

  3. Ab welchem Verlust schließt Du die Option? Und rollst Du hier eher oder machst den Trade einfach zu?

    1. Hi Schlumisch!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Dafür habe ich keine festen Regeln, da ich im Notfall einfach die Einbuchung hinnehme und dann auf Covered Calls umsteige.

      Ich habe aber auch schon Optionen mit Verlust zurückgekauft, weil sich fundamental etwas geändert hat, was zu Beginn des Trades nicht als Fakt feststand. Wirecard war so ein Beispiel. Da waren die Prozente egal, einfach raus und gut ist.

      Und ich habe auch schon Optionen gerollt, wenn es für mich in dem Moment sinnvoll erschien. Ich wäge in solchen Fällen einfach ab, ob ich mit der Aktie (nach Einbuchung) mehr Gewinn erwarten kann oder eher nicht. Auch da ist es keine feste Regel, da es zu viele Paramter zu beachten gibt. Man muss dann genau auf die Situation schauen.

      CU Ingo.

      1. bei index und aktienoptionen schliesse ich bei maximal 200% verlust und rolle dann cash neutral bzw mit moderatem plus, um ebenfalls rendite zu erwirtschaften, was für mich sehr gut funktioniert. bei futures optionen rolle ich bei ca 100% minus. In den letzten 5 Jahren habe ich mir genau einmal aktien einbuchen lassen, im Winter 2018 2 puts auf Nvidia. Seit dem beackere ich die Position mit covered calls, was auch einen netten cashflow bringt. Die Position ist rund 310% im Plus, was ja auch nicht zu verachten ist… Jetzt, nach dem Split sollt eigentlich mehr Kapital in die Aktie strömen, splitbedingt haben sich jedoch auch die Gebühren verfierfacht…. es ist also immer Licht und Schatten, kann mich mit der Position aber absolut nicht beschweren! Mittlerweile eine ziemliche Größe in meinem Depot und wird über long puts gehedget, welche wiederrum über die calls finanziert werden. Demnach kaum Risiko auf der Unterseite, jedoch Potential in der upside…

        Man könnte auch sagen, Glück gehabt! wobei ich die Firma immer als profitabel erachtet habe, allein schon durch den crypto-boom….

        Es kann natürlich nach einer einbuchung komplett anders herum laufen, und schon allein aus dem Grund habe ich Probleme mit Einbuchungen. Da roll ich lieber , geh am Ende zu 98% mit Gewinn raus und investiere das Kapital in Aktien die ich brauchen kann.

        Wichtig hierbei : Ich handel zu 90% naked puts, rein aus cashflow gründen, was für mich seit Jahren sehr gut funktioniert!

        Das ist ein komplett anderer Ansatz als reiner cash secured put Handel…

        Wenn man cash secured put Handel und naked Handel gegenüberstellt spricht die Rendite klar für naked Handel…. man muss nur wissen was man tut, und vernünftiges rollen ist key…. wobei das auch nicht so oft vorkommt.

        Aufgrund der Kontogröße wird short put Handel rein auf Aktien ab einem gewissen Punkt teuer, rein von den Gebühren her. Ich handel seit dem gerne Index Optionen, entweder direkt im Index oder über futures abgebildet (ES etc.), Aufgrund der Positionsgrößen ne Ecke günstiger was Gebühren angeht, und um einiges entspannter, da keine earnings und geringere Vola… Dafür ist man länger im Markt! Alles in allem aber ein viel entspannteres Handeln und Geld verdienen.

        netten Gruß aus dem kalten und verregneten Norddeutschland Ingo, musste nach 6 Monaten Mexiko verlassen….
        werde den Winter aber definitiv wieder in der Karibik verbringen!

        bye Fax

      2. Hi Fax!

        Danke für deine ausführlichen Anmerkungen.

        Ich hätte gern 200 Nvidia im Depot. 😉

        Wenn du Naked Puts nutzt, dann musst du zwangsläufig absichern, sprich Rollen oder mit Verlust zurückkaufen. Ansonsten droht dir ja ständig der Margin Call.

        In dem Punkt unterscheiden sich unsere Ansätze signifikant und erfordern eine andere Strategie. Macht Sinn!

        Und ja, deine Strategie ist renditeträchtiger, weil gleichzeitig auch risikoreicher. Fremdkapitalhebel halt. Wobei ich auch einen sehr kleinen Teil der Margin nutze, solange diese durch min. 200% Depotbestand abgesichert ist, so dass mir auch ein 50%-Flash-Crash nicht gleich den Schlaf raubt.

        6 Monate Mexiko sind schon wieder vorbei? Wow! Wie die Zeit rennt. Welches Land hast du als nächstes im Sinn?

        CU Ingo.

    2. hey Ingo!,

      naja nach dem split sind es jetzt 800 nvidia… 😉

      hatte noch nie probleme mit nem margin call… wie gesagt, man muss wissen was man tut, und es gibt ja auch genügend möglichkeiten die margin schnell zu drücken, sollte es mal hart auf hart kommen…. aber wie gesagt, habe ich nicht, vernünftiges Risiko – und Moneymanagement ist da klar pflicht.

      Da reisen leider immer noch recht kompliziert ist werde ich im November wohl erstmal wieder nach Mexiko… ich komm mit der Karibik ganz gut klar 😉 Und da sie ab Einreise 6 Monate aufenthalt gewähren, ist das da doch recht entspannt… danach mal schauen…. pokere ja immer noch darauf Anfang nächstes Jahr wieder nach Südostasien zu können…. ansonsten wohl Belize, Costa Rica etc…

      Lg

      1. Hi Fax!

        Wenn es im Januar/Februar ’22 nicht möglich ist in Südostasien, bin ich wohl auch in Mexiko am Start und von dort soll es durch Mittelamerika nach Südamerika gehen. Muss dann umplanen, will einfach nicht mehr länger warten.

        Würde aber lieber über Russland, Japan oder Südkorea runter nach Südostasien und dann Australien/Neuseeland. Und später dann erst rüber nach Südamerika.

        Na mal schauen, wie es sich die nächsten Monate entwickelt.

        CU Ingo.

      2. Hey Ingo,

        wie gesagt, ich pokere auf die Öffnung, eigentlich ist es aber mehr ein Hoffen bzw. Wunschdenken. Wenn ich ehrlich bin glaube ich nicht daran. Allein schon was die Fallzahlen dort angehen, die Nachrichten / Meldungen zu politischen Entscheidungen und auch nach Gesprächen mit Einheimischen sehe ich eine Öffnung (ohne Beschränkungen!; man kann ja bereits nach Thailand, was aber keinen Sinn macht) nicht! Dazu kommen die recht kurzen Aufenthaltserlaubnisse, was theroetisch 3 offene Länder wegen border runs erforderlich machen würde. Das 3 Länder komplett offen sind halte ich für Utopie in den nächsten Monaten….

        Über deine Russland pläne hattest du hier schoneunmal irgendwo geschrieben, auch sehr Interessant!

        Können uns gerne in Mex treffen, meine mail adresse hast du ja…. Holbox rockt! glaub mir 😉

        bye Fax

  4. Moin Ingo,

    Danke für den interessanten Einblick zum Thema Gewinnsicherung. Sehr gut nachvollziehbar geschrieben und auch als Nicht-Neuling im Optionshandel kann man noch etwas mitnehmen.

    Gleichwohl möchte ich noch etwas zum Thema Gebühren anmerken: Ich empfinde diese bei den deutschen Resellern als sehr teuer. Ich habe mein Konto bei IB direkt und zahle dort im Schnitt zwischen USD 0,15 bis USD 1,– pro Optionstrade. Teilweise bekommt man sogar Gebührenerstattungen, wenn man dem Markt Liquidität zur Verfügung stellt. Und dafür muss man nicht einmal verhandeln. Verglichen mit den USD 3,– pro Optionstrade bei BANX finde ich den Unterschied schon erheblich, insbesondere bei kleineren Konto und aufs Jahr gerechnet.

    Bei angenommenen 100 Trades im Jahr (bei IB kosten 50x eröffnen und schließen von Optionspositionen vereinfacht gesagt USD 100,– an Gebühren, real wesentlich weniger, bei BANX USD 300) kommt es so zu einer spürbaren Ersparnis an Gebühren (= automatische Verbesserung deiner Erträge, ohne das Risiko zu erhöhen). Selbst wenn man nur die Hälfte davon im Jahr durchführt , ist der Unterschied interessant.

    Mich würde deine Meinung dazu interessieren.

    VG,
    Konrad

    1. Hi Konrad!

      Danke für deinen Kommentar und Willkommen auf dem Blog.

      Ja da hast du einen validen Punkt. Die Gebühren könnten gern noch etwas geringer sein. Aber im Vergleich zu anderen Anbietern auf dem dt. Markt finde ich die 3,- EUR sehr attraktiv.

      Natürlich kann man auch direkt zu IB gehen, wenn man die Mindestanlagesumme aufbringen und auf den dt. Support der Reseller (ich weiß, IB antwortet mittlerweile auch auf deutsch in den Emails, aber das ist nicht dasselbe) verzichten kann. Gerade für Neueinsteiger finde ich, dass ein wenig Starthilfe mit einem persönlichen Gespräch nicht zu unterschätzen ist. Da können Anfangshürden schnell abgebaut werden und man startet zügig rein, was ich sehr wichtig finde.

      Ich bin sehr zufrieden mit meinem Anbieter und deswegen empfehle ich ihn auch. Einen direkten Ansprechpartner zu haben, den ich im Problemfall per Telefon schnell erreichen kann, ist es mir wert.

      … und ich kämpfe im Hintergrund weiter dafür, dass wir in Zukunft vielleicht alle weniger Gebühren zahlen. 😉

      CU Ingo.

  5. Hallo Ingo,

    danke für diese tollen und verständlichen Erklärungen zum Thema Optionen.
    Ich werde wohl im nächsten Jahr in das Thema aktiv einsteigen, daher interessiert mich (noch) primär,
    wieviel Zeit du denn in etwa mehr pro Monat investierst, wenn du konsequent die 50%-Regel durchführst?
    Immerhin könnte das für deine Rechnung, wieviel freie Zeit du dir schon erkauft hast, nicht ganz unerheblich sein – auch wenn man das natürlich mit einem zwinkernden Auge sehen sollte 😉

    Dir weiterhin viel Erfolg beim Investieren!

    Viele Grüße,
    MrTott

    1. Hi MrTott!

      Danke fürs Vorbeischauen.

      Ich habe am Anfang mit Lesen von Büchern und Webseiten über den Optionshandel so 3-4 Wochen jeden Tag 1-2 Stunden verbracht. Das war relativ intensiv.

      Als ich dann aber anfing, waren es zu Beginn ca. 1 Stunde pro Tag, wobei ein Großteil für den Aufbau einer guten Watchlist draufging.

      Nach ca. 6 Monaten und bis jetzt sind es durchschnittlich am Tag 20 Minuten. Mal mehr, oft aber auch nur 5 Minuten schnell schauen und wenn nichts los ist dann mach ich wieder alles zu.

      Auf jeden Fall kann man mit dem Optionshandel nebenberuflich starten, wenn man auf US Aktien setzt. Da ist die Zeit zwischen 18:00 und 22:00 Uhr perfekt für und wie gesagt, 20 Minuten pro Tag. Mehr ist es nicht.

      Und … ich denke man kann die Zeit auch noch krass drücken, wenn man nicht wie ich 30-45 Tage schreibt sondern auf länger laufende Optionen geht. Müsste man testen.

      CU Ingo.

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