Der Aktiensparplan. Mit wenig Geld in Einzelaktien investieren?

Der Aktiensparplan. Mit wenig Geld in Einzelaktien investieren?

Viele von euch wollen in Einzelaktien investieren, haben aber monatlich nur kleinere Beträge zur Verfügung. Die Gebühren sind dann einfach zu hoch, um den Kauf von einzelnen Aktien rentabel zu gestalten. Aber lange Sparen macht nun auch keinen Spaß, oder? Die Lösung? Der Aktiensparplan!

In diesem Artikel geht es um ein paar Fakten zum Thema Aktiensparplan und ein paar praxisorientierte Beispiele, wie man so einen Aktiensparplan mit wenig Geld umsetzen könnte.

Mich erreichen nämlich regelmäßig Fragen zum Blog und natürlich auch zum Thema investieren. Die zweithäufigste Frage dabei, warum ich schon Beträge von 100,- EUR oder weniger in Einzelaktien stecke und wie ich dabei die Gebühren unter Kontrolle halte?

Außerdem gibt es viele unterschiedliche Fragen dazu, wie man grundsätzlich in Einzelaktien investieren kann, auch wenn man nicht jeden Monat 1.000,- EUR zur Verfügung hat.

Meine Antwort bisher in allen diesen Fällen? Google mal nach Aktiensparplan. In der Zukunft kann ich dann einfach auf diesen Artikel verweisen. Nice!

Was ist ein Aktiensparplan?

Viele kennen das Prinzip eines Sparplans nur vom normalen Sparkonto oder ganz früher vom Sparbuch. Man zahlt einfach monatlich oder quartalsweise per Überweisung oder Lastschrift einen gleichbleibenden Betrag auf ein Sparkonto ein und spart sich so über die Zeit einen gewissen Betrag an.

Früher bekam man dafür am Ende das Jahres sogar noch Zinsen. Das waren noch Zeiten 🙂 !

Was viele nicht wissen, das gleiche Prinzip kann man heutzutage auch auf andere Investitionen anwenden. Unter anderem halt auch auf Einzelaktien. Und schon hat man einen Aktiensparplan.

Monatlich oder quartalsweise wird dabei ein fixer Betrag von deinem Konto gebucht und in von dir ausgesuchte Unternehmen investiert. Vollautomatisch.

Einen Aktiensparplan schon ab 25,- EUR besparen!

Das schöne daran ist, es gibt Anbieter auf dem Markt, die es dir bereits ab 25,- EUR im Monat ermöglichen, über einen Aktiensparplan in einzelne Unternehmen zu investieren.

Zwei Onlinebroker, die dies möglich machen, sind zum Beispiel die Comdirect* und die Consorsbank*.

Tipp: Bei der Consorsbank gibt es aktuell sogar einen 25,- EUR Startbonus, wenn man dort einen Sparplan eröffnet und 12 Monate bespart.

Es gibt noch andere Anbieter, aber entweder ist die Mindestsparsumme höher oder die Gebühren sind zu hoch. Dazu gleich noch mehr.

Wann macht ein Aktiensparplan Sinn?

Die große Frage ist nun, macht so ein Aktiensparplan Sinn bzw. ab wann macht es Sinn?

Meiner Meinung nach hängt die Antwort von den persönlichen Rahmenbedingungen ab. Ich möchte jetzt hier 3 Szenarien vorstellen, wo es meiner Meinung nach durchaus sinnvoll erscheint, über einen Aktiensparplan in Einzelaktien zu investieren.

Szenario 1: Ein selektives, aber automatisches Reinvestieren deiner Dividenden.

Wenn man schon ein kleines ETF oder Aktienportfolio hat und bereits monatliche Dividenden in Höhe von 25,- EUR oder mehr kassiert, finde ich es eine tolle Idee, einen Aktiensparplan aufzusetzen und entweder die Dividenden in einen bereits vorhanden Wert automatisch zu reinvestieren oder aber auch gern einen komplett neuen Wert langsam aufzubauen. Man kann Szenario 1 sehr gut mit Szenario 3 kombinieren. So mache ich es zum Beispiel.

Im Falle, dass man in einen schon vorhandenen Wert seine Dividenden reinvestiert, baut man im Prinzip seinen eigenen kleinen DRIP (Dividend Reinvestment Plan) auf. Ein Prinzip, was es bei uns kaum bis gar nicht gibt, was aber im US Raum sehr verbreitet ist.

Szenario 2: Ein kleines diversifiziertes Depot mit Einzelaktien aufbauen.

Nicht unbedingt nur mit 25,- EUR, aber wenn man zum Beispiel 250,- EUR im Monat sparen kann, dann finde ich es eine tolle Idee, wenn man sich 10 Unternehmen raussucht und über einen Aktiensparplan langsam sein eigenes kleines Depot aufbaut oder dieses erweitert.

Das könnte in etwa so ausschauen, je 25,- EUR in:

  • Sektor Energy: Exxon Mobile (XOM)
  • Sektor Materials: Schlumberger Ltd. (SLB)
  • Sektor Industrials: Boeing (BA)
  • Sektor Consumer Discretionary: Walt Disney (DIS)
  • Sektor Consumer Stables: Procter & Gamble (PG)
  • Sektor Health Care: Johnson & Johnson (JNJ)
  • Sektor Financials: Visa (V)
  • Sektor Information Technology: Microsoft (MSFT)
  • Sektor Telecomunication Services: AT&T (T)
  • Sektor Utilities: E.ON (WKN ENAG99)
  • Sektor REITs: Vonovia (WKN A1ML7J)

All diese Beispiele sind z. b. bei der Consorsbank im Aktiensparplan erhältlich.

Ist man in der Lage, den Sparbetrag von 250,- EUR weiter zu erhöhen, so könnte man entweder den Aktiensparplan einfach erweitern und statt 10 dann mehr Aktien pro Monat besparen oder man bleibt bei seinen 10 Unternehmen und erhöht nur den Betrag pro Position. Damit kommt man schneller zu seiner Zielgröße je Position.

Hat man aber nicht mehr Geld zur Verfügung und sind einem 10 Unternehmen zu wenig Diversifizierung, könnte man den Aktiensparplan auch dreimal quartalsweise anlegen und jeden Monat im Quartal 10 andere Unternehmen in Rotation besparen. In Summe kommt man dann auf 30 Aktien im Depot. Das ist schon ein ordentlich diversifizierte Portfolio. Logisch, dass der Aufbau der einzelnen Positionen dann auch genau dreimal solange dauert.

Szenario 3: Sich langsam in überbewertete Aktien reinsparen.

Auch wenn ich ein Freund von günstigen Aktien bin und dies im Prinzip ein Kernpunkt meiner Investmentstrategie ist, so gibt es doch einige Unternehmen, wo der Kurs scheinbar nie in kaufbare Regionen zurückkommt.

Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Die eine, man ist knallhart und bleibt bei seiner Strategie. Respekt an alle, die es wirklich durchziehen. Oder die andere, man spart sich langsam in solch überteuerte Aktien rein. Dann herzlich willkommen im Klub der Teilzeitopportunisten 🙂 !

Mit dem Durchschnittskosteneffekt (Cost Average Effect) sichert man sich zumindest ein klein wenig ab, nicht komplett gegen die Wand zu fahren. Gegen eine große Korrektur am Markt schützt es natürlich nicht, aber in dem Fall kann man die Gelegenheit auch einfach für einen größeren Nachkauf nutzen.

Ich habe so etwas z.b. bei Nike (NKE) gemacht. Mein Aktiensparplan lief ca. 12 Monate mit 100,- EUR und als der Kurs dann doch nachgab, z. b. -12% waren es bei mir, habe ich einmalig 500,- EUR als Sparbetrag dazu genommen und so den Einstandspreis gedrückt. Anstatt der geplanten 20 Monate, habe ich dann nur noch 3 Monate den Aktiensparplan weiterlaufen lassen, um auf meine Zielgröße von 2.000,- EUR zu kommen.

Okay. Das waren 3 Szenarien, wie man einen Aktiensparplan nutzen könnte.

Machen die Szenarien für alle Sinn? Nein, sicher nicht für alle. Aber je nach individueller Situation ist dies eine von mehreren Möglichkeiten, sein Depot auf- oder auszubauen.

Aber die Gebühren machen doch die Rendite kaputt, oder?

Gebühren müssen beim Kauf immer ein essentieller Bestandteil deiner Überlegungen sein. Es macht einfach in der Regel keinen Sinn Aktien für 100,- EUR zu kaufen, wenn man dafür 10,- EUR Gebühren bezahlen muss. Das ist eine Kostenquote von 10% und macht dir deine Gesamtrendite kaputt.

Ich selbst versuche bei meinen Käufen unter 1% an Gebühren zu bleiben. Da ich zumeist bei der Comdirect kaufe und dort in der Regel 9,90 EUR im Live Trading bezahle, ist meine normale Positionsgröße somit beim Kauf 1.000,- EUR.

Tipp: Wer bei den meisten Brokern ein Depot neu eröffnet, bezahlt die ersten 12 Monate oft nur eine reduzierte Gebühr für reguläre Trades. Zum Beispiel bei der Comdirect 3,90 EUR pro Trade oder bei der Consorsbank 3,95 EUR. Andere Banken bieten ähnliche Vergünstigungen für Einsteiger. Auf den Aktiensparplan hat dies leider keine gebührensenkenden Auswirkungen.

Mit den Sparplänen kommen wir bei den ganz kleinen Beträgen zwar nicht ganz an die angestrebten 1% heran, aber immerhin 1,5% sind drin. Dies finde ich gerade noch so akzeptabel, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Alternative erst monatelanges Sparen wäre. In der Zeit arbeitet das Geld aber nicht und man verliert wahrscheinlich mehr als die 0,5% Differenz an sogenannten Opportunitätskosten.

In meinen Augen sind somit die 1,5% an Gebühren für einen Aktiensparplan akzeptabel.

Ich habe einmal folgende Banken in Bezug auf die Gebühren verglichen:

  • Comdirect: 1,5% und max. 4,90 EUR / ab 25,- EUR
  • Consorsbank: 1,5% / ab 25,- EUR
  • Ing-DiBa: 1,75% / ab 50,- EUR
  • MaxBlue: 2,50 EUR + 0,4% / ab 50,- EUR
  • S-Brokers: 2,5% / ab 50,- EUR

Andere Broker, die einen Aktiensparplan anbieten, sind mir nicht bekannt. Wenn jemand brauchbare Alternativen kennt, der schreibt es bitte in die Kommentare. Danke!

Wer also schon ab 25,- EUR loslegen und dazu noch die kleinsten Gebühren zahlen möchte, der kommt an der Comdirect* und der Consorsbank* nicht vorbei.

Ich selbst habe bei beiden Banken ein Depot und nutze auch bei beiden den Aktiensparplan. Einen klaren Favoriten kann ich nicht benennen. Alle notwendigen Funktionen sind sehr ähnlich und auch die Übersicht und die Handhabung unterscheidet sich kaum.

Wenn es einen Vorteil gibt, dann das bei der Consorsbank mehr Aktien zum Besparen zur Verfügung stehen, als bei der Comdirect. Je nach dem was man besparen möchte, könnte das den Ausschlag geben.

Und wie bereits weiter oben erwähnt, es gibt zumindest aktuell einen 25,- EUR Startbonus bei der Consorsbank, wenn man ein Depot eröffnet, einen Aktiensparplan startet und 12 Monate bespart.

Welche Aktien kann man besparen?

Die Comdirect beschreibt es sehr kurz so: Über 100 Top-Werte des DAX, MDAX und TecDAX sowie 25 attraktive US-Aktien zur Auswahl.

Ich finde das etwas schwammig und es bleibt einem nichts weiter über, als in der Übersicht direkt zu suchen.

Eine Liste der sparplanfähigen Aktien findet ihr normalerweise hier: Comdirect Liste der Aktien

Die Consorsbank hat da ein paar mehr im Angebot, die Beschreibung ist aber noch kürzer. Da steht nur: Über 300 Aktien zur Auswahl.

Also müssen wir auch hier in die Liste (als PDF) schauen und die findet sich in der Regel hier: Consorsbank Liste der Aktien

Allein die Aussage über 100 (Comdirect) zu über 300 (Consorsbank) macht klar, dass die Auswahl bei der Consorsbank um einiges größer ist. In der Tat ist es meines Wissens nach das größte verfügbare Angebot überhaupt in Deutschland.

Da sollte für jeden das passende dabei sein, oder? Außerdem vergrößern beide Banken in unregelmäßigen Abständen den Bestand. Also ab und zu mal nachschauen oder auch nachfragen ist durchaus sinnvoll.

Die Vorteile eines Aktiensparplans!

Erstmal gelten alle Vorteile, die für den Kauf von Einzelaktien sprechen, genauso auch für den Aktiensparplan. Man wird direkter Anteilseigner, kann die Hauptversammlung besuchen, es fallen keine laufenden Kosten an und so weiter und so fort. Da gibt es am Ende keinen Unterschied.

Ein weiterer Vorteil vom Aktiensparplan ist, dass man regelmäßig und automatisiert investiert. Zum einen muss man sich, nach der anfänglichen Recherche, sehr wenig um seine laufenden Investitionen kümmern. Zum anderem nutzt man den Durchschnittskosteneffekt (Cost Average Effect). Diese beiden Faktoren sorgen dafür, dass man in der Regel sehr entspannt an das Thema rangeht. Der eigentliche Kaufpreis rückt etwas in den Hintergrund und man vermeidet den Stress bzgl. des richtigen Einstiegszeitpunktes. Ein wirklich nicht zu unterschätzender Vorteil für die meisten privaten Anleger, die nur begrenzte Zeit für das Thema aufwenden wollen oder können.

Man kann den Aktiensparplan auch jederzeit pausieren, oder ganz stoppen, oder auch die Sparraten erhöhen und verringern. Gerade so, wie es die persönlichen Verhältnisse erfordern.

Bei den meisten Anbietern erlaubt der Aktiensparplan auch, dass man sogenannte Bruchteilaktien bzw. Bruchteile von Aktien (Fractional Shares) kaufen kann. Das heißt, man muss bei seinen Sparbetrag nicht darauf achten, dass man genug spart, um eine gesamte Aktie kaufen zu können und wenn es nicht ausreicht, dann passiert einfach nichts. Nein, sondern man kauf halt dann nur z. b. 0,5 Aktien von dem entsprechenden Unternehmen. Auf diesem Weg kann man sich auch mit einen Betrag von z. b. 25,- EUR in eine Aktie wie Amazon zum Preis von über 1.000,- EUR reinsparen. Es würde zwar ca. 40 Monate dauern, bis man dann seine erste komplette Amazon Aktie besitzt, aber es ist immerhin möglich.

Handelt es sich bei der Aktie um ein Unternehmen, was eine Dividende zahlt, so bekommt man auch auf die Bruchteile seinen fairen Anteil dieser Ausschüttung. Alles kein Problem.

Die Nachteile eines Aktiensparplans!

Der Aktiensparplan bietet sich nicht für Kleinstbeträge an, wenn man nicht wenigstens schon ein kleines diversifiziertes Depot hat. Für mich persönlich nehme ich ein Minimum von 10 Werten im Depot an. Ab diesem Werte kann man von Diversifizierung oder auch Diversifikation sprechen. Darunter ist das Risiko, den falschen Einzelwert zu erwischen, in meinen Augen zu groß. Klar, man kann es machen, aber man sollte sich bewusst sein, dass man halt falsch liegen kann und der gesamte Depotwert davon negativ beeinträchtig wird.

Somit würde ich persönlich gerade zu Anfangs nur zum Aktiensparplan greifen, wenn ich wenigsten 250,- EUR im Monat hätte und würde dann ein Beispiel wie oben genannt umsetzen. Oder ich habe bereits 5 oder mehr Werte im Depot und nutze den Aktiensparplan zum Erweitern, dann gern auch mit weniger als den 250,- EUR im Monat. Wichtig ist die Frage, bin ich genug diversifiziert?

Je nach dem welche Gebührenstruktur ihr bei eurem Broker oder eurer Bank habt, können die oben genannten 1,5% Ordergebühren ein Nachteil sein. Bezahlt ihr nämlich beim Direktkauf z. b. für eine 1.000,- EUR Order nur 4,90 EUR, dann liegt ihr damit unter 0,5% und habt natürlich einen Renditevorteil gegenüber den 1,5%. Aber wie oben im Artikel ebenfalls bereits erwähnt, sehe ich dies als einen möglichen Kompromiss an und würde den Nachteil nicht zu stark wichten.

Achtung bei Namensaktien, hier gibt es einen echten Nachteil. Solltet ihr Namensaktien im Aktiensparplan besparen wollen, dann kostet dies in der Regel extra, weil ihr im Aktienregister eingetragen werdet. Aktuell sind diese Kosten pro Ausführung (!) mit 1,95 EUR gelistet. Diese Kosten kommen auf die 1,5% oben drauf und machen damit gerade bei Kleinstbeträgen die Rendite kaputt. Ich glaube es ist klar, dass bei 25,- EUR Sparrate eine Gebührenquote von 1,95 EUR + 1,5% indiskutabel ist.

Zwei mögliche Lösungen. Erstens die Sparrate so erhöhen, dass ihr in einen für euch akzeptabel Bereich bzgl. der Gebühren kommt. Oder zweitens, ihr widersprecht der Eintragung ins Aktienregister. Das hätte zwar den Nachteil, dass ihr einige Rechte verliert, z. b. werdet ihr nicht mehr zur Hauptversammlung eingeladen und könnt auch nicht mehr abstimmen, wenn es um bestimmte zustimmungspflichtige Unternehmensentscheidungen geht, wie z. b. die Dividendenausschüttung, aber dafür spart ihr die Kosten. Eure Entscheidung.

Jetzt könnte man noch den Nachteil anführen, dass man bei Kleinstbeträgen im Aktiensparplan lange sparen muss, um auf ein ansehnliches Depot zu kommen. Aber hallo? Das wissen wir vorher und entweder haben wir den Willen dazu oder nicht. Der Aktiensparplan ist nicht für diejenigen, die mit 25,- EUR starten, dann nach 3 Monaten feststellen, dass das ja etwas dauern könnte mit dem reich werden, nur um sich dann noch darüber aufzuregen, dass die Gebühren beim Verkaufen der angesparten Aktien im Werte von 75,- EUR zu hoch sind 🙂 …

Der Wille gestaltet den Menschen, zum Erfolg braucht er jedoch Mut und Ausdauer.

— Bruce Lee

Mein Fazit?

Ich finde den Aktiensparplan eine tolle Alternative zum Direktkauf, speziell wenn man zu Beginn, aber auch zwischendurch, nicht so viel Geld hat. Die Gebühren, wenn man die richtige Bank/Broker wählt, sind absolut im Rahmen und die Auswahl der möglichen Unternehmen vollkommen ausreichend für den Start.

Ich selbst nutze den Aktiensparplan auch noch regelmäßig und zwar unabhängig davon, ob ich von Zeit zu Zeit direkt Aktien in größeren Beträgen ab 1.000,- EUR kaufe. Oben hatte ich ja ein paar Szenarien genannt, wo dies in meinen Augen Sinn macht.

Eine Frage, die ich jetzt aber erwarte ist, warum nicht lieber in ETFs oder Fonds statt in Einzelaktien sparen, wenn man nicht so viel Geld hat? Und ich finde dies ist eine sehr gute und berechtigte Frage. Für eine Antwort darauf muss ich euch aber vertrösten. Diese Frage werde ich in einem separaten Artikel beleuchten und aus meiner persönlichen Sicht beantworten.

 

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18 Comments
  1. Bei der Consorsbank sollte man auch den Ausführungszeitpunkt und -ort berücksichtigen: kurz nach 8:00 Uhr morgens über die Börse München. Was das für die Liquidität der gehandelten Aktien bedeutet, kann sich ja jeder selbst ausrechnen.

    1. Hi Jobo!

      Danke für diesen sehr wertvollen Kommentar. Im Vorfeld hatte ich noch an dieses Thema gedacht, aber beim Schreiben des Artikels dann wohl aus den Augen verloren.

      In der Tat ist das ungünstig, wenn die Consorsbank das so handhabt. Da ist die Comdirect cleverer und günstiger für uns Anleger.

      Die Frage ist, macht das so viel aus, dass es wirksam die Rendite mindert? Gute Frage …

      CU Ingo.

  2. Wie sich das in genauen Zahlen auswirkt kann ich auch nicht sagen. Ich habe Mal am Anfang meiner „Börsenkarriere“ gelernt, dass man möglichst über den Markt mit der höchsten Liquidität handeln soll. Von daher gehe ich davon aus, dass der Effekt der Handlungsweise der Consorsbank eher negativ ist. Für mich war dieser Punkt jedenfalls ausschlaggebend, meine Sparpläne über Comdirect abzuwickeln.

    1. Verstehe. Und wirklich ein sehr guter Hinweis.

      Ich habe da ja einen Sparplan laufen. Wenn ich die Zeit finde, mache ich mal einen Vergleich mit den Schlusskursen und/oder Hochs/Tiefs des entsprechenden Tages und pack es als Update an den Artikel.

      CU Ingo.

  3. Alternativ Onvista Freebuy Cash Depot. Einfach den Notgroschen auf dem Verrechnungskonto parken und man bekommt dann Freebuys. Dann kann man einmal im Monat auch für kleines Geld Aktien kaufen, man zahlt ja nur die Gebühre für die Börse (0,80/1,50 Euro).

    1. Hi Christian,

      Danke für deinen Kommentar.

      Ich selbst habe keine Erfahrung mit Onvista und speziell nicht mit dem Freebuy Modell. Aber wenn dann doch Ordergebühren der Börse berechnet werden, und auch wenn es nur 0,80 EUR sind, dann ist das mehr als die 1,5%, oder? Bei höheren Sparbeträgen könnte sich das natürlich umkehren und wird dann attraktiv.

      Ich finde die Gebühren absolut okay.

      Schau ab und zu mal vorbei. Danke!

      CU Ingo.

  4. Hallo Ingo,

    guter Beitrag! Was mich mal noch interessieren würde ist folgendes:

    Die Aktie z.B. Allianz die ich über den Sparplan mit 25 Euro p.m. kaufe bekomme ich ja nicht als ganzes Stück sondern nur als Teil einer Aktie.
    a) Wie verhält es sich den mit den Aktienteilen beim Verkauf der Aktie?
    b) Beim Depotübertrag, wenn ja keine ganze Aktie im Besitz ist?

    Danke für die Info
    Thomas

    1. Hi Thomas,

      Danke für deine Fragen und sorry für die verspätete Antwort.

      Beim Verkauf kannst du Bruchstücke über eine normale Order (kein Live Tranig etc.) zurückgeben. Dies ist in der Regel auch gebührenfrei.

      Bei einem Depotübertrag hast du aber kein Glück, du kannst ganz einfach keine Bruchstücke übertragen. Heißt du überträgst deine ganzen Stücke und gibst bei dem aktuellen Broker die übrig gebliebenen Bruchstücke gebührenfrei zurück oder lässt sie liegen. Hast du keine ganze Aktie, z.b. Amazon mit über 1.000,- EUR könnte ja vorkommen, dann geht ein Depotübertrag einfach nicht.

      Hoffe ich konnte helfen. Viel Spaß!

      CU Ingo.

  5. Hallo Zusammen !

    Ich kann Jobo bestätigen. Ich habe 2 Sparpläne bei der Consorsbank am Start. Eine US Aktie und eine GB Aktie. Es ist sehr bedauerlich, daß der Amerikaner schon vor der Börseneröffnung in den USA ausgeführt wird. Bekanntlich liegt die Geld-Brief Spanne in Deutschland zu diesem Zeitpunkt sehr oft in regelrecht unverschämten Bereichen. Ich lass den Ami (zum Aufstocken einer schon vorhanden Position) jetzt trotzdem noch ein paar Monate laufen, weil ich nicht noch ein 3. Depot eröffnen möchte. Muss aber jeder selber wissen. Fakt ist aber, daß es eher ungünstig ist.
    Wenn ich beim Engländer mal die Ausführungskonditionen mit dem Tageschart vergleiche, zahle ich auch fast immer mehr als die angegebenen 1,5 %. Habe tatsächlich schon Einbuchungen zu Kursen bekommen, die beim Tageschart z. B. bei Tradegate nie erreicht wurden. Die Gebühren habe ich dabei natürlich beachtet. Könnte tatsächlich am Börsenplatz liegen. Oder aber sie kaufen selber günstiger und geben die schlechteren Bedingungen an den Kunden weiter. So kann man auch verdienen. Ich weiß es nicht genau… Ich lasse den Sparvertrag aber aus gleichen Gründen auch noch eine Zeit lang laufen. Zukünftig werde ich aber besser taktieren !
    Wenn ich richtig informiert bin, nimmt die ING Diba keine 1.95 € für den Eintrag ins Aktienregister, dafür aber 0,25 % mehr als die Consorsbank. Unterm Strich -wenn meine Informationen stimmen- ist die ING wohl besser, wenn man nicht mehrere Hundert monatlich bespart.

    Gruß

    Heiko

    1. Hi Heiko,

      auch an dich Danke für dein Feedback.

      Ich hab zum Thema ja schon einiges in den anderen Kommentaren geschrieben. Mal schauen, ob meine Daten dies bestätigen und ob es reicht, um einen Artikel daraus zu machen.

      Interessant mit der ING Diba. Vielleicht sollte ich dort Testweise noch ein drittes Depot eröffnen. Mal schauen.

      CU Ingo.

  6. Aktiensparpläne gefallen mir. Am besten finde ich, dass nach der Einrichtung alles automatisch läuft. Das diszipliniert und spart Zeit. Und ich werde Aktionär mit allen Rechten. Kann an Hauptversammlungen teilnehmen, bekomme Dividenden direkt ausgezahlt. Ich habe für 3/4 meiner Aktien drei Sparplanpakete laufen, die quartalsweise ausgeführt werden. Zwei bei comdirect, eins bei Consors. Comdirect kauft um 15:36 Uhr (so die telefonische Auskunft) über Xetra, Consors zum Börsenstart an der Börse München. Das führt bei Consors zu schlechten Kaufkursen, vor allem bei US-Werten. Deshalb würde ich gern alle Sparpläne zur Comdirect umziehen. Doch das geht nicht. Die zehn Werte, die ich über Consors bespare, bietet comdirect nicht an: 3M, Alphabet Class A, Diageo, Fanuc, Medtronic, NVidia, Priceline, Reckitt Benckiser, Unilever, Visa. Schade. Bei Comdirect ist auch die Handhabung einfacher, weil man bis zu 10 Aktien in einem Sparplan zusammenfassen kann. Bei Consors geht nur eine Aktie pro Sparplan. Die Kaufgebühren von 1,5 % finde ich schon ärgerlich. ETF-Sparpläne kosten aber meist genausoviel, von vorübergehenden Lockangeboten einmal abgesehen. Bei breit gestreuten Aktiensparplänen braucht man einen langen Atem. Es kann Jahre dauern, bis die einzelnen Aktien eine vernünftige Positionsgröße erreicht haben. Deshalb sind Aktiensparpläne nur sinnvoll, wenn man nicht oder sehr lange nicht verkaufen will. Die Gebühren beim Verkauf wären sonst im Vergleich zur Positionsgröße viel zu hoch. Zu aktiven Anlagestrategien passen Aktiensparpläne deshalb nicht.
    Für Aktien-HODLer mit kleinem Budget sind sie optimal. Das Angebot an Aktiensparplänen ist, wie ein Blick auf aktiensparplan.net zeigt, schon recht ordentlich. Ein paar Werte, die ich langfristig besitzen möchte, sind als Sparplan aber noch nicht verfügbar. Die habe ich dann direkt gekauft: Abbott Laboratories, Corning, Essity, Grenke, General Mills, KONE, Sixt Vz, V.F. Corp., zooplus.

    Viele Grüße

    Colibri

    1. Hi Colibri,

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Sehr schöne Infos die du da teilst.

      Ja ist schon blöd, dass die Consorsbank scheinbar nicht im Sinne der Anleger einen günstigeren Kurs einholt, in dem man dann kauft, wenn die Liquidität hoch ist. Aber ich habe auch aus dem gleichen Grund wie du dort meinen Sparplan nebenbei zur Comdirect. Weil es dort halt mehr Auswahl gibt und z.b. Visa und Mastercard bekomme ich nur da im Sparplan. Schade!

      CU Ingo.

  7. Hi Ingo,
    Ich habe Deinen Artikel mit Interesse gelesen – danke! Dennoch nimmst du im letzten Absatz die Frage vorweg, die sich mir während der ganzen Lektüre aufrdängte: Warum um alles in der Welt nicht einen breit gestreuten Aktien ETF per Sparplan kaufen, statts sich mit Einzelaktien abzumühen? Gerade bei kleinen Beträge und am Beginn der Investorenkarriere sehe ich keinen Grund, warum man den Aktiensparplan dem ETF vorziehen sollte. Es wird sich wohl erst bei sehr großen bereits investierten Beträgen ein Kostenvorteil des Dirketinvestments ergeben…
    Bin auf Deine Antwort, ggf. in einem anderen Artikel gespannt!
    Viele Grüße
    MFF

    1. Hi MFF!

      Im Grunde hast du Recht. Aber ich würde das gern weiter ausführen und auf meiner To Do Liste steht schon ein Artikel zum Thema „Investieren für Anfänger: ETF oder Einzelaktien?“. Da werde ich ausführlich auf das Thema eingehen.

      CU Ingo.

  8. hallo ingo,
    hallo mission cashflower,
    erstmal super ingo das du mal richtig urlaub machst….und trotzdem hier weiterschreibst.
    wie ich schon berichtet habe, läuft mein IB depot seit einiger zeit. meine motivation waren die doch hohen gebühren für käufe/verkäufe bei der ing-diba im gegensatz zu meiner monatlichen sparleistung. in ergänzung zu „colibri“ kann ich hier berichten, das käufe an us-börsen 2,50usd und in deutschland z.b. frankfurt 3,95eur kosten. somit sieht mein sparplan derzeit so aus:
    250eur/mo mittels dauerauftrag an IB. nach gutschrift (1-2 tage) kauf im wert von 250eur. wenn dividenden eingegangen sind, pack ich die meistens oben drauf, also reinvest.
    somit kann ich immer frei entscheiden ob ich einen neuen wert dazu kaufe, oder aufstocke wenn die kurse günstig sind. habe auch einen mini-sparplan bei der diba noch am laufen, hier bin ich aber sehr festgelegt, was meiner individuellen gestaltung entgegenläuft.
    nur zur vollständigkeit halber. das IB depot habe ich über agora-direkt eröffnet. preise etc. können dort nachgelesen werden. dies ist keine werbung und ich bekomme auch keine provision von denen.

    ingo dir noch einen schönen urlaub
    und uns allen ordentlichen dividenflow

    viele grüße

    Dieter

    1. Hi Dieter!

      Ja die Gebühren bei IB sind schon extrem gut und günstig. Da kann man eigentlich bei jeder Positionsgröße gedankenlos zugreifen. Passt also!

      Liebe Grüße aus Luang Prabang in Laos 🙂 …

      CU Ingo.

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