5 Ideen für deine Watchlist im August 2022 1/2

5 Ideen für deine Watchlist im August 2022 1/2

Möchtest du deinen zukünftigen Cash Flow ausbauen, musst du von Zeit zu Zeit frisches Kapital in den Markt bringen. Dies kann durch den Ausbau schon vorhandener Werte geschehen, als auch durch die Eröffnung einer neuen Position. Um dir dabei etwas Anregung zu geben, teile ich heute mit euch 5 Ideen für deine Watchlist im August 2022!

Ein kleiner Hinweis vornweg, dies ist wie immer keine Kaufempfehlung. Was ich aber empfehlen kann, pack dir deine Kandidaten auf eine Watchlist oder in ein Musterdepot. Beobachte diese Aktien für einen gewissen Zeitraum. So bekommst du ein Gefühl für den Kurs und die aktuelle Entwicklung.

Wenn du dann noch von Zeit zu Zeit auf Seiten wie Seekingalpha.com ein paar aktuelle Artikel zu den Unternehmen auf deiner Watchlist liest, dann bist du den meisten Leuten bereits einige Schritte voraus.

Du versetzt dich damit in eine Position, um direkt bei nächster Gelegenheit entscheiden zu können. Wann immer diese Gelegenheit kommt. Nichts ist ärgerlicher, als dass der Markt nach unten korrigiert, du Geld zur Verfügung hast, aber nicht weißt, wo du dieses am besten investieren kannst.

Preparation meets opportunity!

Sei vorbereitet! Viele, die den Aktienmarkt nur von außen kennen, werden irgendwann zu dir sagen, dass du einfach Glück hattest. Das ist zwar Blödsinn, aber lass sie es ruhig Glück nennen.

Man kann nämlich sprichwörtlich sein Glück erzwingen, wenn man sich vorbereitet hat und dann bereit ist loszulegen, wenn die Gelegenheit kommt. Andere verpassen diese Gelegenheit, du nicht. Denn du hattest Glück bist vorbereitet.

Übrigens ein Prinzip, was natürlich auch außerhalb der Börse in vielen Lebensbereichen genauso gilt: Preparation meets opportunity!

5 Ideen für deine Watchlist im August 2022

In dieser Ausgabe dabei: MDT, GLW, MO, MMM & IIPR

Idee #1: Medtronic PLC (MDT)

Medtronic plc entwickelt, produziert und verkauft gerätebasierte medizinische Therapien für Gesundheitssysteme, Ärzte, Kliniker und Patienten weltweit. Sein kardiovaskuläres Portfolio umfasst implantierbare Herzschrittmacher, Kardioverter-Defibrillatoren und Geräte für die kardiale Resynchronisationstherapie, Produkte für die Herzablation, einsetzbare Herzmonitorsysteme, TYRX-Produkte sowie Fernüberwachung und patientenzentrierte Software. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Aortenklappen, Produkte für den chirurgischen Klappenersatz und die Klappenreparatur, endovaskuläre Stentgrafts und Zubehör sowie transkathetergestützte Pulmonalklappen und Produkte für die perkutane Koronarintervention, perkutane Angioplastie-Ballons und Produkte. Das Portfolio-Segment Medical Surgical bietet chirurgische Klammergeräte, Instrumente zur Gefäßversiegelung, Wundverschlüsse, Produkte für die Elektrochirurgie, Produkte für die künstliche Intelligenz in der Chirurgie und die robotergestützte Chirurgie, mechanische Geräte für Hernien, Netzimplantate, Produkte für die Gynäkologie und die Lunge und verschiedene Therapien zur Behandlung von Krankheiten sowie Produkte in den Bereichen minimalinvasive gastrointestinale und hepatologische Diagnostik und Therapien, Patientenüberwachung, Atemwegsmanagement und Beatmungstherapien sowie Nierenerkrankungen. Das Segment Neuroscience Portfolio bietet Produkte für Wirbelsäulenchirurgen, Neurochirurgen, Neurologen, Schmerzspezialisten, Anästhesisten, Orthopäden, Urologen, Urogynäkologen, interventionelle Radiologen, Hals-, Nasen- und Ohrenspezialisten sowie Systeme, die energiechirurgische Instrumente beinhalten. Darüber hinaus bietet das Unternehmen bildgeführte Chirurgie und intraoperative Bildgebungssysteme sowie Roboterführungssysteme, die bei robotergestützten Wirbelsäuleneingriffen verwendet werden, und Therapien für Gefäße im und um das Gehirn an. Das Segment Diabetes Operating Unit des Unternehmens bietet Insulinpumpen und Verbrauchsmaterialien, Systeme zur kontinuierlichen Blutzuckermessung, intelligente Insulin-Pen-Systeme sowie Verbrauchsmaterialien und Zubehör an. Das Unternehmen wurde 1949 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Dublin, Irland.

Watchlist im August 2022 - Fastgraphs Chart MDT

Kinder Kinder, warum hab ich denn noch nie über Medtronic geschrieben? Ah ja klar, verstehe. War immer überbewertet und ist deswegen durchs erste Screening Raster gefallen. Macht Sinn.

Aaaber, die Zeiten ändern sich und in 2022 sehen wir endlich mal wieder Kurse, wo ein genaueres Hinschauen Sinn macht. Bewertungstechnisch haben wir aktuell nämlich ein Niveau erreicht, was ungefähr den Märztiefs in 2020 entspricht. Gibt es hier also eine 2. Chance zum Kauf?

Medtronic ist ein Anbieter von Medizintechnik und auf die Gebiete Herz- und Gefäßkrankheiten, minimal-invasive Therapien, regenerative Therapien und Diabetes fokussiert. Das Unternehmen besitzt 49.000 Patente in diesen und weiteren Bereichen und ist dafür bekannt, aktiv am Ausbau des Portfolios (Produkte & Patente) zu arbeiten.

Die Marktkapitalisierung liegt bei 120 Milliarden und man ist in über 150 Ländern dieser Welt (es gibt gerade mal 193) mit seinen Produkten vertreten. Der Großteil ist zwar USA, aber 32% der Verkäufe kommen immerhin von außerhalb.

Das ist schonmal ein Brocken, würde ich sagen und mir gefällt vorallem, dass Medtronic neben Medizintechnik sich nicht noch in andere Dinge verstrickt. Das ist also kein Gemischtwarenladen, sondern ein klar auf nur eine (relativ weit gefächerte) Sparte zugeschnittener Spezialist.

Die Produkte sind aufgrund der Qualität begehrt und einmal im Einsatz, erfüllen sie oft eine kritische Rolle in der Infrastruktur vor Ort. Aufgrund dessen ergibt sich auch eine gewisse Preissetzungmacht (Pricing Power) für Medtronic, da dieses Equipment nicht so schnell gewechselt werden kann. Und meist möchte man das auch nicht. Wie gesagt, die Produkte haben einen sehr guten Ruf.

Das Unternehmen steigert seine Umsätze und Gewinne konstant Jahr für Jahr (auf EPS-Basis nicht immer, aber da scheint es Gründe für zu geben, muss ich noch weiter recherchieren), auch wenn es in den letzten Jahren eine Abnahme der Dynamik gegeben hat. Gründe könnten sein, dass Medtronic von Zeit zu Zeit auch kleinere Bereiche abspaltet oder verkauft und/oder das die Diabetes-Sparte nicht ganz so gut läuft, wie man das vielleicht erwarten sollte.

Trotzdem ist der Cash Flow stark, und man scheffelt Jahr für Jahr viel Geld. Erfreulicherweise hat Medtronic die letzten Jahre dieses Geld auch dafür verwendet, um seine Schulden abzubauen. So sank der Schuldenberg von 20 Milliarden in 2017 auf nunmehr 13,5 Milliarden in 2022. So soll es bitte weitergehen.

Insgesamt alles positiv, was ich hier sehe.

An der Stelle eine Frage in die Community, Medtronic ist ansässig in Irland. Wie verhält es sich hier mit der Quellensteuer? Lt. Bundeszentralamt für Steuern steht da: Keine Quellensteuer für EU-Bürger und für Ansässige in DBA-Staaten.

Funktioniert das? Hat jemand Medtronic bereits im Depot und kann davon berichten?

Medtronic ist ein sogenannter Dividend Champion* und hat seine Dividende die vergangenen 45 Jahre (!) jedes Jahr erhöht. Über die letzten 10 Jahre wurde die Dividende um 10,2% und in den letzten 3 Jahren um 8,7% jedes Jahr gesteigert.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie (Adjusted Earnings per Share = EPS) stieg von 3,75 USD in 2013, auf 5,55 USD in 2022 und für 2023 werden 5,56 USD erwartet.

Das KGV (P/E Ratio) beträgt beim aktuellen Kurs 17,2 und liegt damit im Schnitt der letzten Jahre von 17,3.

Die Dividendenrendite (Dividend Yield) beträgt 2,9%.
Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) in 2022 lag bei guten 45,4%.

Ich finde Preise um und unterhalb von 88,- USD bzw. 86,75 EUR interessant und immer, wenn die Dividendenrendite bei 3% oder höher notiert.

Idee #2: Corning Inc. (GLW)

Corning Incorporated ist weltweit in den Bereichen Displaytechnologien, optische Kommunikation, Umwelttechnologien, Spezialmaterialien und Biowissenschaften tätig. Das Segment Display Technologies bietet Glassubstrate für Flüssigkristallbildschirme und organische Leuchtdioden an, die in Fernsehern, Notebooks, Desktop-Monitoren, Tablets und Handheld-Geräten eingesetzt werden. Das Segment Optische Kommunikation bietet optische Fasern und Kabel sowie Hardware- und Ausrüstungsprodukte an, darunter Kabelkonfektionen, Glasfaserhardware und -stecker, optische Komponenten und Koppler, Verschlüsse, Netzwerkschnittstellengeräte und anderes Zubehör. Dieses Segment bietet seine Produkte auch Unternehmen, Behörden und Privatpersonen an. Das Segment Specialty Materials stellt Produkte her, die Materialformulierungen für Glas, Glaskeramik, Kristalle, Präzisionsmessgeräte und Software sowie ultradünne und ultraflache Glaswafer, Substrate, getönte Sonnenbrillen und Strahlenschutzprodukte umfassen. Dieses Segment beliefert verschiedene Branchen, darunter mobile Unterhaltungselektronik, Optik und Verbrauchsmaterialien für Halbleiterausrüstungen, Optik für Luft- und Raumfahrt und Verteidigung, Strahlenschutzprodukte, Sonnenbrillen und Telekommunikationskomponenten. Das Segment Umwelttechnologien des Unternehmens bietet keramische Substrate und Filterprodukte für die Emissionskontrolle in Mobil-, Benzin- und Dieselanwendungen an. Das Unternehmenssegment Life Sciences bietet Laborprodukte an, die Verbrauchsmaterialien wie Kunststoffgefäße, Kunststoffe für die Flüssigkeitsverarbeitung, spezielle Oberflächen, Zellkulturmedien und Serum sowie allgemeine Laborgeräte und -ausrüstungen unter den Marken Corning, Falcon, Pyrex und Axygen umfassen. Das Unternehmen war früher als Corning Glass Works bekannt und änderte im April 1989 seinen Namen in Corning Incorporated. Corning Incorporated wurde 1851 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Corning, New York.

Watchlist im August 2022 - Fastgraphs Chart GLW

Wow! Gleich noch ein Wert, über den ich noch nie geschrieben habe? Kann ich ja fast nicht glauben. Ist aber so. Dabei ist Corning in jedem iPhone vertreten und Apple ist meine größte Position im Depot.

Corning, das ist die Firma, die das Gorilla-Glas (manche sagen Panzerglas, aber glaub das steht eher für etwas anderes) erfunden hat. Und lt. einer Aussage von Steve Jobs war das unter anderem auch eines der Puzzleteile zum Erfolg der iPhones damals.

Gibt es noch Leute, die eine Schutzfolie auf ihr Handy machen? Also ich nicht und es ist echt erstaunlich, was das Glas so alles über die Jahre ab kann. Es ist nicht 100% perfekt, aber schon extrem robust.

Natürlich stellt Corning nicht nur Gorilla-Glas für iPhones her. Das wird schon daran deutlich, dass es die Firma bereits seit über 170 Jahre gibt. Innovation muss da sozusagen in der DNA des Unternehmens eingeplanzt sein, um nach einer solch langen Zeit nun als Marktführer im Bereich der Materialwissenschaft (Materials Science) dazustehen.

Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Glas, Keramik und Glasfasern spezialisiert, was es auch zu einem wichtigen Partner für die Telekommunikationsindustrie macht. Im Hinblick auf den weiter fortschreitenden Glasfaserausbau (Breitband) und 5G (Breitbandinfrastruktur für die Knotenpunkte und Funktürme) eine nicht ganz so schlechte Position, oder?

Was ich mich in dem Zusammenhang frage, inwieweit sind Satelliten eine Bedrohung für diesen Teil des Geschäfts? Mhhh…

Auch Corning hatte im Jahr 2020 erstmal mit den Auswirkungen von Corona zu kämpfen, setzte aber schon in 2021 sein Wachstum fort. So als wenn es 2020 nicht gegeben hätte. Das ist ein starkes Zeichen.

Die Umsätze und Gewinne steigen, der Cash Flow und die Dividende auch. Was will man mehr?

Was man auf jeden Fall nicht noch mehr haben möchte sind Schulden. Das ist der einzige Punkt, der mir negativ aufgefallen ist. Die Schulden könnten echt mal in Angriff genommen und abgebaut werden. Aber scheinbar steckt man das Geld lieber in die Forschung und in strategische Zukäufe bzw. Partnerschaften.

Mittlerweile hat Corning nämlich auch einen Fuß in der Tür bei der Halbleiterherstellung, weil man ein 80%iger Eigentümer bei Hemlock Semiconducters ist. Den Teil muss ich mir aber noch genauer anschauen, was da die strategische Ausrichtung sein wird. Klingt aber spannend und man sieht, dass das Management sich nicht ausruht. Sehr gut!

Corning ist ein sogenannter Dividend Contender* und hat seine Dividende die vergangenen 12 Jahre jedes Jahr erhöht. Über die letzten 10 Jahre wurde die Dividende um 14,0% und in den letzten 3 Jahren um 10,3% jedes Jahr gesteigert.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie (Adjusted Earnings per Share = EPS) stieg von 1,23 USD in 2013, auf 2,07 USD in 2021 und für 2022 werden 2,22 USD erwartet.

Das KGV (P/E Ratio) beträgt beim aktuellen Kurs 17,2 und liegt damit über dem Schnitt der letzten Jahre von 16,0.

Die Dividendenrendite (Dividend Yield) beträgt 2,9%.
Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) in 2021 lag bei guten 46,6%.

Ich finde Preise um und unterhalb von 35,- USD bzw. 34,50 EUR interessant und immer, wenn die Dividendenrendite bei 3% oder höher notiert.


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12 Comments
  1. Hi Ingo,

    Auf Medtronic hatte ich auch schon einen Blick geworfen. Aber wie bei Microsoft oder Texas Instruments scheitere ich immer am freien Cashflow. Für sich betrachtet ist er bei allen Unternehmen gut. Relativ zum Kurs lässt er aber keine so gute Rendite erahnen. Andererseits waren alle 3 Unternehmen echte Dauerläufer. Also leider etwas ambivalent.

    Zum Thema irische Quellensteuer empfehle ich dir den Blog Divantis.

    https://www.divantis.de/ein-gutes-beispiel-warum-sich-geduld-an-der-boerse-auszahlt/

    Da siehst du die Abrechnung direkt, aber auch detailliertere Infos in den Kommentaren.

    Viele Grüße,
    Chrischaan

    1. Hi Chrischaan!

      Danke für deinen Kommentar und sorry für die späte Antwort. Hätte es fast übersehen, warum auch immer.

      Ja, Geld zur richtigen Zeit vorrätig zu haben, ist eine Kunst für sich. Gelingt mir auch nicht immer. Leider.

      Danke für den Link. Da lese ich mich mal ein.

      Grüße aus Athen.

      CU Ingo.

  2. Hi,

    ich habe Medtronic bei der Consorsbank.
    Mir gefällt das Unternehmen auch sehr, allerdings habe ich mich jetzt entschieden, den Sparplan zu stoppen.
    Genau aus dem Grund der Quellensteuer.

    Auf meiner letzten Dividenden Abrechnung steht:
    abzgl. 25% Quellensteuer und dann zusätzlich noch abzgl. 25% Kapitalertragsteuer.

    In meinem Fall zieht er sich noch die letzten Euros aus dem Verrechnungstopf der Quellensteuer und mir bleibt dann noch etwas mehr. Ich hatte mir das damals mal probiert zu recherchieren und ich würde dann auf ca. 45% Steuerabzug kommen. Beim nächsten mal weiß ich genaueres, dann ist der Verrechnungstopf auch leer.

    Ich denke mal hier gibt’s noch Leser, die mehr Erfahrung haben.

    Grüße
    Schorschy

    1. Hi Schorschy!

      Danke für das Feedback zur Quellensteuer bei Medtronic. Das ist ja doof.

      Soweit ich es verstanden habe, kann man sich die Quellensteuer in Irland noch 4 Jahre rückwirkend wiederholen. Ich muss schauen, wie hoch der Aufwand dafür ist, aber in der Regel halte ich von so etwas Abstand. Ich mag es einfach und das klingt nach Arbeit. Buh!

      Grüße aus Athen!

      CU Ingo.

  3. Hallo Ingo,

    mit dem Budeszentralamt für Steuern habe ich mich auch schon bezüglich der irischen Quellensteuer vergeblich ausgetauscht, weil so wie die das schreiben es verwirrend ist und man denkt, dass man keine Quellensteuer abgezogen bekommt.
    Die haben gar nicht verstanden, was ich von denen wollte. Sie sollten einen Vermerk schreiben, wie es in der Praxis von den Banken gehandhabt wird.

    Die Praxis sieht nämlich so aus: Du bekommt irische Quellensteuer von 25 % abgezogen. Diese wird nicht angerechnet, so dass du vom deutschen Staat noch mal mit 25 % + Soli zur Kasse gebeten wirst.
    Die irische Quellensteuer kannst du dir aber auf Antrag vom irischen Fiskus wieder erstatten lassen.
    Das Ganze ist also mit bürokratischen Mehraufwand verbunden. Du kannst dir vier Jahre lang (meine ich, müsstest du noch mal nachschauen) die Quellensteuer rückwirkend erstatten lassen, so dass du nur alle vier Jahre einen Antrag stellen müsstest.

    Gruß
    ZaVodou

    1. Hi ZaVodou!

      Danke fürs Vorbeischauen und für die Infos bzgl. der Quellensteuer bei MDT.

      Ja, die Info im off. Dokument vom BZSt. ist irreführend, wenn man sich die 25% erst in Irland zurückholen muss.

      Hast du das schonmal gemacht? Wo hoch ist der Zeitaufwand in etwa?

      Grüße aus Athen.

      CU Ingo.

      1. Hallo Ingo,

        nein, ich habe noch keine Quellensteuer vom irischen Fiskus zurückgefordert, weswegen ich über den Zeitaufwand nichts sagen kann.
        Ich habe es mir nur mal angeschaut. Sieht nicht all zu kompliziert aus. Ist aber mit Laufereien verbunden. Wohnsitzbescheinigung vom Finanzamt z. B.
        Für mich sieht es so aus, als ob man die Rückforderung pro Kalenderjahr abstellen muss, so dass bei vier Dividendenausschüttungen pro Jahr man also nur ein Formular ausfüllen muss.

        Zu bedenken ist, dass die irische Besteuerung der Firmengewinne bei nur 15 % liegt, weswegen es sich für den Aktionär trotzdem rechnen sollte, auch wenn er seine Quellensteuer auf die Dividende nicht zurückfordert.

        Gruß
        ZaVodou

      2. Hi ZaVodou!

        Scheint doch etwas aufwendiger zu sein und dazu dauert es offensichtlich auch endlos lange. Siehe Feedback von Matthias.

        Danke für deine Rückmeldung.

        CU Ingo.

  4. Hallo Ingo.

    Ich hatte Medtronic auch mal im Depot. Und wegen der Quellensteuer nicht mehr. Konkret sah das stets so aus:
    1. Abzug irische Steuer, damals noch 20%, jetzt 25%
    2. Abzug deutsche KpSt + Soli, keine Anrechnung, weil ja lt. Info BzSt gar keine Quellensteuer anrechenbar ist, weil es ja keine gibt, aha…
    Man kann die Rückerstattung beantragen, gewiss, leider ein Antrag pro Dividendenzahlung, mithin 4 pro Jahr… Die Schweizer akzeptieren einen Antrag alle drei Jahre mit allen Abrechnungen.
    Ich habe die Rückerstattung beantragt, aber nachdem ich mich drei Jahre über die Abzüge geärgert habe, haben wir uns in gegenseitigem Einvernehmen getrennt. Ich bereue es nicht, obwohl es wirklich ein tolles Unternehmen ist.

    Gruß Matthias

    1. Hi Matthias!

      Danke für die Infos bzgl. der Quellensteuer bei MDT.

      Das klingt ja alles doof und die Infos beim BZSt. sind dann auch absolut irreführend.

      Du hast also die Rückerstattung schonmal durchgemacht? Wie hoch ist der Zeitaufwand in etwa?

      Ich hatte es so verstanden, dass du es rückwirkend für alle Dividendenzahlungen der letzten 4 Jahre in einem Rutsch machen kannst. Also 1 Dokument alle 4 Jahre? Oder sind das dann 16 Dokumente alle 4 Jahre?

      Grüße aus Athen.

      CU Ingo.

      1. Hi Ingo,

        leider sind es 16 Dokumente in 4 jahren :-((((
        Ein Dokument alle 3 Jahre ist das Modell der Schweiz.
        Ich habe die Rückerstattung bisher für eine Dividendenzahlung aus 2020 beantragt – und warte noch. Für mich ein no go, daher ist der Wert aus dem Depot geflogen.
        Auch hier ist die Schweiz Vorbild, Rückzahlung innerhalb von 2 Wochen (dieses jahr) bzw 3 Wochen (letztes Jahr).

        Herzliche Grüße nach Athen aus Rostock
        Matthias

      2. Hi Matthias!

        Das klingt grausam. Da bin ich raus. Also leider keine MDT für mein Depot. 🙁

        Danke fürs das Feedback.

        CU Ingo.

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